Eines Abends,als sie in dem dunklen Schlossgarten heimlich zusammengekommen waren,belauschte sie der Starost.Voller Wut stürzte er sich auf den Jüngling und wollte ihn töten,doch der ergriff behend das Fräulein bei der Hand und floh mit ihm dem nahen Walde zu.
Schon war der Starost ihnen hart auf den Fersen; da sprangen sie in ihrer Herzensangst auf einen Stubben, und siehe da, sie ward zu einer Buche und er zu einer Eiche.Heute noch kann man im Berenter Walde in der Nähe des Schützenhauses die beiden Bäume sehen, die unten zusammengewachsen sind, als wenn sie aus derselben Wurzel kämen.
Der Starost war außer sich darüber, dass ihm das Paar entgangen war.Er eilte ins Schloss zurück und erstach im Jähzorn seine Gemahlin,die die Tochter nicht besser gehütet hatte.Dann stürzte er sich in sein eigens Schwert. Man begrub beide mit ihren Schätzen im Schlossgarten und pflanzte auf das Grab vier Rotbuchen, die bald zu stattlichen Bäumen heranwuchsen.Niemand darf das Grab beschädigen, denn ein großer schwarzer Hund mit feurigen Augen bewacht die Schätze des Starosten.
An stillen Abenden haben Mägde, die Wasser aus dem Quell unten am Schlossgarten holten, klagende Töne und Worte vom Grabe des Starosten gehört. Einmal hat man sogar durch das Laubwerk der vier alten Buchen gegen den mit seltsam geformten Wolken bedeckten Himmel ganz deutlich das Bild des Starosten gesehen.Halb Berent lief zusammen, um die Erscheinung zu beobachten.Plötzlich verschwand sie und ist seitdem nicht mehr gesehen worden.