Schatten und Licht.

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  • jonny810
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 2423

    #1

    Schatten und Licht.

    Schatten und Licht.
    v. Erhart Karl Joniszus
    Juli 2011



    Oh Muttchen, darf ich dich mal fragen,
    wann kann ich meinen Papa sehen?
    ich höre dich so oft nachts klagen. –
    War es zu „Dritt“ nicht wunderschön?

    Mein kleiner Schatz, ich muss dir sagen –
    dein Papa kommt nicht mehr nach Haus’.
    Zum Friedhof hat man ihn getragen –
    er ruht sich jetzt für immer aus.

    Nun müssen wir nach Vorne sehen,
    das Leben, - es geht weiter.
    Es wird bestimmt auch wieder schön -
    mein kleiner Glücks - Bereiter.

    Und ein paar Jahre später dann,
    es kam das neue Glück ins Haus .
    Die Mama fand den neuen Mann,
    sieht wieder froh und glücklich aus.

    Man hat gesungen und gelacht –
    wo einst ein schwarzer Schleier hing.
    All abendlich die Kissenschlacht
    bevor man dann, zu Bette ging.

    Doch ab und zu denkt er an ihn,
    er denkt an seinen toten Vater.
    Sehnt sich auch heimlich zu ihm hin,
    er fehlt ihm manchmal, als Berater.

    So schläft er ein, beim Nachtgebet .
    Vergisst der Kinder Tageslast.
    Für ihn sein Vater weiter lebt,
    im Notfall an die Hand ihn fasst.

    Inzwischen ist er selber Vater.
    Er weiß mit Kindern Umzugehen,
    seine Kindheit - war für ihn Berater –
    zu Viert,- jetzt ist das Leben schön!
    Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
    "Nec Temere - Nec Timide"
    Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ
  • Uwe
    Forum-Teilnehmer
    • 10.08.2008
    • 1962

    #2
    AW: Schatten und Licht.

    Hallo Erhart,

    wieder ein sehr schönes Gedicht!

    Herzliche Grüße

    Uwe
    Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

    Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

    Kommentar

    • Hans-Henning
      Forum-Teilnehmer
      • 15.07.2010
      • 108

      #3
      AW: Schatten und Licht.

      Ja, Erhart auch ich hatte immer Sehnsucht nach meinem Vater! Ausser dem im Himmel,bekam ich keinen mehr. Vor 6 Jahren bekam ich den Ehering meines Vaters über den Volksbund Kriegsgräberfürsorge zugeschickt! Meine Mutter hat dieses leider nicht mehr erlebt. So habe ich das schönste Erinnerungsstück an meinen Vater und weiss dadurch auch,dass er in Saldus seine Letzte Ruhestätte gefunden hat. In den Ring meines Vaters passt der von meiner Mutter. So berührt mich auch dieses Gedicht in meinem Innern wieder sehr stark! Vielen Dank dafür!! Auch der Tod meines Vaters im fremden Land führte zu meinem Entschluss nicht die Heimat mit der Waffe zu verteidigen, sondern Bausoldat zu werden. Herzliche Grüsse Hans- Henning

      Kommentar

      • vklatt
        Forum-Teilnehmer
        • 28.03.2009
        • 1521

        #4
        AW: Schatten und Licht.

        Hallo Erhart,

        danke für Dein wunderschönes Gedicht. Meinen Vater habe ich mit gut 3 Jahren durch einen

        Betriebsunfall verloren. Ich habe ihn auch sehr vermisst. Ein Bruder meines Vaters wurde dann einige

        Jahre später, mein Stiefvater.

        Viele Grüße Vera
        Was ist ein wahres Geheimnis?
        Etwas, das für jeden offen da liegt-
        und der eine erkennt es, der andere jedoch nicht.

        Lao-tse

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