Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

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  • 30Frohsinn01
    Forum-Teilnehmer
    • 11.02.2008
    • 182

    #16
    AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

    Hallo Rainer,
    mit großem Interesse habe ich die Berichte gelesen. Wie grausam der Mensch sein kann, auch in der heutigen Zeit noch. Die Medien sind mit ihren Berichten so schnell...... und die Leute wollen ja solche Informationen.
    Vielen Dank Rainer für deine Mühe.
    Gruß
    Karlheinz

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    • dardol
      Forum-Teilnehmer
      • 09.02.2010
      • 300

      #17
      AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

      Ich moechte sehr um dieses Artikel bitten. Ist sehr interresant: kartuzjanin@wp,.pl

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      • Rahmenbauer14, + 1.11.2021
        Forum-Teilnehmer
        • 01.01.2009
        • 1434

        #18
        AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

        Hallo dardol,

        dieser Artikel geht ab der Nr. 1 los.

        Gruß Rainer
        "In einem freien Staat kann jederman denken,
        was er will, und sagen, was er denkt"
        (Spinoza)

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        • Heibuder
          Forum-Teilnehmer
          • 10.02.2008
          • 751

          #19
          AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

          Oh Mann, Rainer, da hast Du Dir (für uns !) eine tolle Arbeit gemacht!
          Herzlichen Dank dafür!
          Ich habe ähnliche Geschichten aus meiner Wohngegend im Westerwald.
          Diese Zeit war damals in Mitteleuropa dunkelstes Mittelalter und für die arme Landbevölkerung
          ein ständiger Kampf ums Überleben.
          Es grüßt der Heibuder!

          "Erinnerungen sind Wärmflaschen fürs Herz." (R.Fernau)

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          • asgaard
            Forum-Teilnehmer
            • 06.05.2010
            • 345

            #20
            AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

            Ich las dieses Thema im Forum erst heute, es ist mir seit Jahrzehnten wohl bekannt.
            Danzig und Umgebung,wie andere Sädte, machte im damaligen Zeitgeist keine Ausnahme in der Verfolgung dieser armen Menschen.

            Doch es gab große Unterschiede.

            Nun stieß ich zufällig bei einem Besuch meiner Heimatstadt Eckernförde vor ca. 14 Jahren auf eine Schrifttafel vor der Nicolaikirche, in der ich früher als Schüler bei besonderen Anlässen so fröhlich im Schulchor mitgesungen habe, auf so einen einzigen Fall von Hexenverfolgung, der sich dort zugetragen hatte und schriftlich festgehalten wurde. Es war der einzige in dieser Kleinstadt.

            Nun stellt sich doch die Frage, wie kam es überhaupt dazu?

            Wer zündelte hier im Geiste, wer waren die Initiatoren dieser geistlichen Brandstiftung??

            Der Großinquisitor von Aragon "Nicolas Eymeric" mit seinem Werk von 1376.

            Nun, ich benenne Papst Innozenz VIII mit der Hexenbulle.

            Der Dominikaner Prior von Schlettland Heinrich Kramer (auf Ersuchen des Papstes Innozenz VIII )mit seinem verheerendem Werk von 1486:

            "Der Hexenhammer" Malleus Maleficarum mit 29 Auflagen bis ins 17Jhdt. hinein.

            Jacob Sprenger als eifriger Helfer Heinrich Kramers

            Zitat: Das Weib ist von Natur aus schlecht hinterlistig und von geringerem Glauben.

            Man geht von 4 Millionen Opfern aus.
            Nur Hitler und Stalin brachten es zu größeren Opferzahlen.

            Nun stellt sich doch für jeden Christenmenschen die Frage :

            Haben die christlichen Kirchen sich jemals mit dieser Schande auseinandergesetzt, haben Sie sich dafür vor der Weltöffentlichkeit enschuldigt und diesen Irrweg eingestanden?

            Ich habe jedenfalls nichts bis dato vernommen.
            Andere mußten sich für solche Missetaten vor Gericht verantworten.

            meint jedenfalls

            mit freundlichem Gruß
            Asgaard
            http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/40_Nickelswalde/03_Photos_Pohl/01_Photos_Pohl.htm

            Du kannst dir nicht aussuchen was im Leben passiert, aber du kannst dir aussuchen wie du damit umgehst.

            Kommentar

            • Poguttke
              • 20.05.2008
              • 523

              #21
              AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

              Ich habe mal einen Bericht gesehen, es gibt auch heute noch spezielle katholische Priester, die Teufelaustreibung betreiben, es ist also noch zu früh für eine Aufarbeitung dieser Geschichte kirchlicherseits

              Jedenfalls ist der Bericht hochinteressant, ich hätte also nicht gedacht, daß es so viele Fälle in Danzig gab.

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              • J.Langfuhr
                Forum-Teilnehmer
                • 11.02.2008
                • 145

                #22
                AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

                Hexenverfolgungen sind eben keine Erscheinung des Mittelalters (6.-15. Jhdt.) sondern der frühen Neuzeit (15.-17. Jhdt). Der Höhepunkt liegt im 16. Jhdt. Hexenverfolgungen flammten oft gegen den Willen der Obrigkeit und der Kirchen als regelrechte Volksbewegung auf. (H.C.Middelfort, )

                In den von der Katholischen Kirche geprägten Ländern ist trotz der Bulle Innozenz VIII und des Hexenhammers die Zahl der Hexenprozesse erstaunlich niedrig (Italien, Spanien, Portugal), während die nördlichen, protestantisch geprägten Länder eine weitaus höhere Fallzahl aufweisen. Richtig ist, dass die preußischen Behörden im Kulturkampf der katholischen Kirche die alleinige Urheberschaft aller Hexenverfolgungen angelastet haben (Rainer Decker).

                Noch 1836 haben Fischer auf Hela eine vermeintliche Hexe „geschwemmt“ und gewaltsam ertränkt, als sie nicht unterging. Die Täter wurden bestraft. Im Forum wurde schon darüber berichtet.

                Das Mittelalter als „aetas obscura“ als „dunkles Zeitalter“ zu bewerten ist eine Sache der Renaissance bzw. der Romantik des 19. Jahrhunderts und - mit Verlaub - ganz schön arrogant.

                So wurden die Entstehung der Universitäten in den bedeutenden europäischen Städten oder die das europäische Denken prägenden Persönlichkeiten wie Thomas von Aquin, Meister Eckhart, Roger Bacon, Albertus etc. Magnus einfach ignoriert.

                Die aktuelle Frage nach den Ursprüngen für die Grausamkeiten von Hexenverfolgungen könnte den Auswirkungen und Gründen von Massenhysterien gelten. Und die gibt es auch in unserer Zeit nicht zu knapp.

                J.Langfuhr










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                • Poguttke
                  • 20.05.2008
                  • 523

                  #23
                  AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

                  Auch diese Ergänzung hochinteressant, die Protestanten hätte ich jetzt ganz vergessen , dabei viel mir ein geflügelter Satz ein, der bei uns in der Familie in Bezug auf Ausreden bis heute verwendet wird, "jaja, Schuld sind immer nur die anderen"

                  Kommentar

                  • asgaard
                    Forum-Teilnehmer
                    • 06.05.2010
                    • 345

                    #24
                    AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

                    Hallo Poguttge,

                    ja ja Du sagt es und die Leute haben selber Schuld und die allmächtigen Kirchenmänner wollten die Menschen nur vom Bösen befreien. Die Protestanten um 1400 das ist es und Ketzer, Hetäriker gab es auch nicht, die mußten nur auf den rechten Weg gebracht werden. (Jordano Bruno,Galilä)

                    Es grüßt Dich herzlich
                    asgaard
                    http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/40_Nickelswalde/03_Photos_Pohl/01_Photos_Pohl.htm

                    Du kannst dir nicht aussuchen was im Leben passiert, aber du kannst dir aussuchen wie du damit umgehst.

                    Kommentar

                    • J.Langfuhr
                      Forum-Teilnehmer
                      • 11.02.2008
                      • 145

                      #25
                      AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

                      Auch wenn es nicht gefällt:

                      „Uns erhaltene Gesetzestafeln aus der deutschen Ordenszeit der Jahre 1295 – 1420 berichten nichts von der Bestrafung solcher Unglücklicher, die als schwerste Verbrecher betrachtet und behandelt wurden. Auch die älteste, an uns überkommene „Willkür“ - Gesetzessammlung der Stadt Danzig spricht noch nicht davon. Erst eine Ergänzung dieses Gesetzes von 1550 (Anmerkung: 1518 erste lutherische Predigten in Danzig laut Evangelische Kirche Augsburger Bekenntnis, Warschau) stellte erstmalig den Begriff der Zauberei auf und setzte ihre Bestrafung fest. Wer einem anderen durch Zauberei schadete, sollte dem Feuertode verfallen sein. Die verschiedenen neuen Redaktionen der „Willkür“ haben stets die Zauberei, ja sogar das Bündnis mit dem Teufel gekannt und mit Todesstrafe bedroht, so die von 1575 und von 1678. Erst aus der letzten Willkür von 1761 ist der Aberglaube der Zauberei endgültig verschwunden.“

                      John Muhl, Hexenglauben, 1933, Seite 35, fotographische Kopie Wolfgang im Forum vom 05.12.2010

                      Das Problem liegt in dem unterschiedlichen Umgang mit dem Thema Magie im Mittelalter und in der aufkommenden Renaissance. Die sich als aufgeklärt verstehende frühe Neuzeit konnte mit dem Begriff der Magie nichts mehr anfangen und stellte Magie unter Strafe. Erst durch Aufnahme des Tatbestandes der Magie in die Zivil-Rechtsprechung wurde die furchtbare Welle der Hexenverfolgungen möglich. Die Inquisitoren der katholisch-kirchlichen Rechtssprechung interessierten sich für die Hexerei eher unter dem Gesichtspunkt der Häresie (Abfall vom Glauben an Gott, Zuwendung zum Teufel). Übrigens: Hetären sind Edelprostituierte zur Zeit der griechischen Antike und hier ganz unschuldig.

                      Mich „phasziniert“ (um es wie Wolfgang zu schreiben) weiter die Vorstellung der Hexenverfolgungen als Volksbewegung der frühen Neuzeit. Das starke Vorkommen dieser Verfolgungen im Danziger Raum zeigt nur, dass diese Stadt eben allem Neuzeitlichen weit geöffnet war. Und ein neuer Zeitgeist muss nicht immer gut sein.

                      Für mich als Danziger sind Volksbewegungen, denen sich auch meine Eltern nicht immer ganz entziehen konnten, eine Lehre, wachsam zu sein - zu welcher Zeit auch immer.

                      Es gibt übrigens Stimmen, die davon ausgehen, dass weltweit seit 1960 mehr Menschen an Hexenverfolgungen gestorben sind als zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert in Europa.
                      Die Schuld allein auf die Obrigkeit abzuschieben, (nach dem Motto „Nicht ich war es, Hitler ist es gewesen“) erscheint mir jedenfalls zu einfach.

                      J.Langfuhr

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                      • Poguttke
                        • 20.05.2008
                        • 523

                        #26
                        AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

                        Nun ja, ich denke der "Erfolg" der Hexenverbrennung hängt wohl hauptsächlich damit zusammen, daß es wenn man die richtigen Gründe nannte recht einfach war, per Gesetz eine unbeliebte Person auf bestialische Weise aus dem Weg zu räumen ohne sich selbst die Finger schmutzig zu machen. Das war zwar bei den Nazis auch so, aber einen Zusammenhang kann ich nicht erkennen. Wenn wir historisch sachlich vorgehen wollen können wir nicht umhin, die jeweiligen Lebensumstände und sonstige Einwirkungen auf die Menschen zu berücksichtigen. Na und die Denkweise und Moral hat sich ja auch in den Jahrhunderten erheblich verändert. Interessant wäre ja nun in diesem Zusammenang tatsächlich die Konfession von Opfer und Ankläger, wobei ich tatsächlich davon überzeugt bin, daß nur Neid und Rachsucht die Motive waren, die zur Anklage von Hexen geführt haben. Meine Bemerkung "Schuld sind immer nur die Anderen" war übrigens neutral gemeint, es ist eine ironische Floskel aus meiner Familie in der Kindererziehung , ich mußte mir das von meiner Mutter anhören, und heute sind die Enkelchen dran , wenn versucht wird die Schuld auf andere zu schieben, statt einfach zu sagen, ok, mea culpa, Entschuldigung, kommt nicht wieder vor

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                        • Poguttke
                          • 20.05.2008
                          • 523

                          #27
                          AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

                          Dazu fällt mir noch ein, abgesehen von den Hexenparagraphen war die Danziger Rechtssprechung ja sehr fortschrittlich, so war Danzig nach Amsterdam die zweite Stadt in Europa, die die Rechtssprechung und die Haftbedingungen dahin veränderte, daß ein Häftling nach verbüßter Strafe die Chance bekam ein tugendhaftes Leben zu führen. Es war übrigens in Danzig auch der Fall, daß ein Ungläubiger nicht hingerichtet wurde, bevor er sich zum Glauben bekannte. Das die Inhaftierten sich darauf einließen, ist heute schwer nachzuvollziehen, aber wir sehen daraus, wie die moralischen Vorstellungen sich verändert haben, und man sich auch auch mit den Anschauungen jener Zeit befassen muß, um die Geschehnisse fair beurteilen zu können.

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                          • asgaard
                            Forum-Teilnehmer
                            • 06.05.2010
                            • 345

                            #28
                            AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

                            Hallo Langfuhr,
                            warum solls nicht gefallen, man ist doch immer neugierg, wenns nur wirklich objektiv ist.

                            Leider tummeln sich auch auf dem Marktplatz der Informationen,auch auf seriösen Webseiten usw. einige Akademiker die ganz gesckickt u.U. im Dienste einer bestimmten Glaubensrichtung, sog.wissenschaftliche Abhandlungen verfassen und aus dem Hexenhammer ein mildes Werk machen, gar dass es verhindern sollte ,daß es zu solchen Exsessen käme. Es wird munter heruntergespielt, weil solche Themen unangenehm und nicht förderlich sind.
                            Solange es keiner berichtigt, bleibt es erst mal so stehen und wird als Wahrheit angesehen

                            Auch im TV gibt es solche Trojaner (selbst gesehen) die Frohe Botschaft verkünden, Tatsachen verdrehen und ganz nebenbei Ihr neustes Buch vermarkten wollen.
                            Einer meine ich, ist sogar Professor und dann kam heraus, er war von Beruf nicht nur das und das, sondern auch Theologe.

                            Mir ging es auch um die Feststellung das es bereits 1376 als es noch keine reformierte Kirche gab, aber einen christlichen Großinquisitor, Brandstifter, der eine Anleitung zur Ahndung der Magie und Zauberei verfasste, die dann zu Hexenverfolgung führte.

                            Sicher gab es in der Frühzeit auch Seherinnen, wurden aber in Ihrer Zeit geehrt, die später dann im Christlichem Glauben als Hexen bezeichnet ,um diesem "heidnischen Treiben" ein Ende zu bereiten.
                            Die neu reformierten Gebiete waren erst gegen die Verfolgung, schlossen sich aber dann später dieser Treibjagd wieder an, das ist wohl wahr.(Zeitgeist)

                            Nun alles auf Massenhysterie zu schieben greift zu kurz, es braucht immer wieder eine Initialzündung.

                            und wer hats erfunden??

                            Es führt dann oft nach so einer Hetze zu schrecklichen Taten siehe Hutos, und Tutsis, wobei die Motivation unterschiedlich sein kann.

                            Ich rede keiner Konfession das Wort, jeder soll das glauben was er möchte, aber es soll aber auch keiner behaupten welcher der einzig Richtige ist, er oder sie könnten es auch nicht beweisen, nur human muß er sein und nicht gewaltätig meine ich.

                            Als es noch keine Trennung von Kirche und Staat gab, waren die Kirchenmänner nahezu (z.B.Papst) allmächtig und die Staatsdiener beugten sich Ihren Meinungen und Anweisungen und ließen die Judikative die Drecksarbeit erledigen, weil sie selber keine Büttel hatten und natürlich landeten die Beschuldigungen dann bei einem Gericht.

                            Mit den Häretikern (Schreibfehler sorry) meinte ich die Glaubensabweichler die verfolgt und dann auf dem Scheiterhaufen landeten zb. Galileo Galilei und Jordano Bruno, insofern hast du Recht.

                            Durch jahrlange intensive Propaganda und Anstiftung dann vor allem die Legalisierung durch die Initiatoren kam es ja auch in Deutschland in jüngster Vergangenheit zur größten Katasstrophe der Menscheit, auch hier gab es zuerst die Hetzer, die Zündung und nicht umgekehrt, und dann erst machten viele mit.

                            meint mit freundlichen Grüßen
                            Asgaard
                            http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/40_Nickelswalde/03_Photos_Pohl/01_Photos_Pohl.htm

                            Du kannst dir nicht aussuchen was im Leben passiert, aber du kannst dir aussuchen wie du damit umgehst.

                            Kommentar

                            • Ulrich
                              Forum-Teilnehmer
                              • 30.01.2009
                              • 280

                              #29
                              AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

                              Hallo,
                              ich habe die Beiträge zu Muhls Berichten gelesen. Am interessantesten, weil auch eng am Thema bleibend, fand ich den Beitrag von Langfuhr, besonders interessant:
                              "Das Problem liegt in dem unterschiedlichen Umgang mit dem Thema Magie im Mittelalter und in der aufkommenden Renaissance. Die sich als aufgeklärt verstehende frühe Neuzeit konnte mit dem Begriff der Magie nichts mehr anfangen und stellte Magie unter Strafe. Erst durch Aufnahme des Tatbestandes der Magie in die Zivil-Rechtsprechung wurde die furchtbare Welle der Hexenverfolgungen möglich. Die Inquisitoren der katholisch-kirchlichen Rechtssprechung interessierten sich für die Hexerei eher unter dem Gesichtspunkt der Häresie (Abfall vom Glauben an Gott".
                              Schönen Gruß:
                              Ulrich

                              Kommentar

                              • sinus
                                Forum-Teilnehmer
                                • 07.05.2008
                                • 333

                                #30
                                AW: Zauberei und Hexenaberglauben im Danziger Land v. John Muhl

                                Hallo, liebe Freunde des Hexenthemas,

                                wer sich eingehender mit dieser Thematik befassen möchte, der muss nicht extra nach Danzig reisen. In Penzlin, im Müritzkreis, Mecklenburg-Vorpommern, mitten in einer schönen Urlaubsregion gibt es in der Alten Burg das Museum für Magie und Hexenverfolgung in Mecklenburg.

                                Hier kann man sich umfangreich informieren und wird hinterher manches falsche Klischee aufgeben. Die Reise lohnt sich immer. Leider hat der Pächter das Burgrestaurant zur Zeit geschlossen.

                                Herzliche Grüße aus Mecklenburg
                                sinus

                                Kommentar

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