Noch ein Gedicht

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  • jonny810
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 2423

    #1

    Noch ein Gedicht

    Die Umwandlung - vom Hecht zum Aal.
    von Erhart Karl Joniszus
    April 2014


    Im Dorfteich herrschte einst ein Hecht -
    er schnappte hungrig nach dem Köder.
    Danach ging es dem Hecht recht schlecht,
    am Haken hang er nun - der Jäger.


    Das war des stolzen Hechtes Beitrag
    zum Speiseplan - man glaubt es nicht.
    Am „Dreizehnten“, es war ein Freitag
    und freitags gibt’s gewöhnlich Fisch.




    Wäre er geblieben im Gewässer
    dort wo ein Fisch ja hingehört
    dann ging es ihm wahrscheinlich besser
    doch leider blieb ihm das verwehrt




    Die Umwandlung vom Hecht zum Aal
    sie dauert vierundzwanzig Stunden.
    und durch den Abwasser-Kanal
    ist nun der Hecht, als Aal verschwunden.
    Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
    "Nec Temere - Nec Timide"
    Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ
  • Ulrich 31
    Forum-Teilnehmer
    • 04.11.2011
    • 8567

    #2
    AW: Noch ein Gedicht

    Lieber Erhart,

    da hast Du ja an ein tolles Umwandlungsgedicht von Dir erinnert. Deine Phantasie ist bewundernswert! - Danke!

    Herzlich
    Dein Ulrich

    Kommentar

    • waldkind
      Forum-Teilnehmer
      • 06.10.2008
      • 2366

      #3
      AW: Noch ein Gedicht

      Danke Erhart, sehr schön!
      Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

      Kommentar

      • Stejuhn
        Forum-Teilnehmer
        • 09.08.2011
        • 1023

        #4
        AW: Noch ein Gedicht

        Danke, Erhart!

        Ich hoffe noch viele von Deinen Gedichten lesen zu dürfen.

        Viele Grüße
        Sigrid
        Nirgendswo ist es schöner als zu Hause mit der ganzen Familie vereint zu sein.
        Stejuhn, Karschen, Hinzmann, Korthals, Kumke, Rudat, Nachtigall, von Wissotzki (Wishotzki), Oberdorf

        Kommentar

        • Belcanto
          Forum-Teilnehmer
          • 24.09.2008
          • 2508

          #5
          AW: Noch ein Gedicht

          Gutes Rhythmus und schönes Versmaß.

          Kommentar

          • jonny810
            Forum-Teilnehmer
            • 10.02.2008
            • 2423

            #6
            AW: Noch ein Gedicht

            Hallo Belcanto,schön zu lesen, das Lob eines Fachmannes.

            Mache weiter so.
            Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
            "Nec Temere - Nec Timide"
            Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

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            • Belcanto
              Forum-Teilnehmer
              • 24.09.2008
              • 2508

              #7
              AW: Noch ein Gedicht

              Bin kein kein Fachmann, es gefällt mir nur. Im Übrigen, muss man in der Lyrik keine bestimmte Form einhalten. Aber Gedichte, mit einem guten Rhythmus und einem taktgebenden Vesmaß, prägen sich beim Menschen besonders ein. Man denke beispielsweise an den Zauberlehrling......."walle, walle, manche Strecke..."
              Habe auch ein schönes Naturgedicht in Überarbeitung, was ich demnächst hier vorstellen möchte.

              Kommentar

              • Belcanto
                Forum-Teilnehmer
                • 24.09.2008
                • 2508

                #8
                AW: Noch ein Gedicht

                Ich werde jetzt auf meiner Seite, mein Gedicht vom Zweihorn veröffentlichen und danke dem Wolfgang, nochmal für seine Großzügigkeit, dies hier tun zu dürfen.

                Kommentar

                • jonny810
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.02.2008
                  • 2423

                  #9
                  AW: Noch ein Gedicht

                  Ja Sigrid, nicht nur in Westfalen war dieses Phänomen präsent.

                  Mit gleichen Problemen haben auch die Frauen in Danzig gekämpft.

                  (Aber wohl auch weltweit)


                  In Danzig war's - im Treppenhaus.
                  von Erhart Karl Joniszus
                  April 2017

                  Na Pachulke - hernse mal -
                  will Ihnen mal was fragen.
                  Sie sind doch Ihrer Frau’s „Jemahl“
                  und täten öfters Ihr auch schlagen!

                  Ich will ja weiter nuscht nichts sagen
                  man hört es nur im Treppenhaus.
                  Die Anderen tun sich beklagen,
                  ich sag es Sie promt jeradeaus.

                  Ich weiß aus eijener Erfahrung,
                  dass sowas iberhaupt nuscht bringt.
                  Probiern’ses einfach mit Erbarmung
                  ich wette, dass es Sie jelinkt.

                  Kenn’ Ihre Liesbeth schon seit Jahren.
                  Ich weiß, se is’n bischen „schucker“-
                  ich hab' es irgendwann erfahren,
                  sie hät’s jeerbt, von Ihrer Mutter.

                  Na - und sehn’ sich deren Vater an,
                  auch der ist son „Beduckter“
                  huckt stolz bei „SCHICHAU“ auf’n Kran
                  und wenn er runter muss, denn muckt er.

                  Am Freitach jibt es denn den Lohn -
                  mit Namens auf die Tüten.
                  Am Tor da steht die Olsche schon
                  sie will das Tütchen hüten.

                  Und wieder hat’se Pech jehapt,
                  der Olle ist ihr längst entwischt.
                  Der ist durchs andere Tor getrabt,
                  hat ihr ein Märchen aufgetischt.

                  Er musste länger wullachen
                  hat er der Olschen weisjemacht.
                  Am Freitag Überstunden kloppen
                  und das bis in die späte Nacht !

                  Inne Kneipe auf’m Schüsseldamm
                  da kloppte er die Stunden.
                  Er pichelte sich einen an,
                  spendierte ein paar Runden.

                  Danach zog es Ihn forts nach Hause,
                  zur Tischlergass, zu Frau und Kind
                  Er brauchte ab und zu ne Pause,
                  und die Fahne wehte stolz im Wind.
                  Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
                  "Nec Temere - Nec Timide"
                  Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

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