Eine Liebes-Erklärung

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  • jonny810
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 2423

    #1

    Eine Liebes-Erklärung

    Eine Liebes-Erklärung an mein Danzig.
    Von Erhart Karl Joniszus
    März 2016


    Danzig, - du bist meine große Liebe -
    du bleibst auch meine Heimat-Stadt.
    Ich wünschte, dass es ewig bliebe,
    doch Alles mal ein Ende hat.


    Als Kind, da kannte ich alle Gassen,
    es gab nichts was mir unbekannt.
    Man zwang uns einst - dich zu verlassen,
    kein Stein mehr auf dem Anderen stand.


    In Güterwagen ging’s gen Westen,
    ganz ohne Ziel - und Zuversicht.
    Für uns war’s damals wohl am Besten
    vermutlich nur, „ich weiß es nicht“.


    Vermisst habe ich dich viele Jahre,
    die Sehnsucht stetig wuchs in mir.
    Du hast den Neu-Aufbau erfahren,
    jetzt komm’ ich oft zurück zu dir.


    Du trägst nicht nur ein neues Kleid,
    dein Name hört sich anders an,
    für mich kommt irgendwann die Zeit,
    dann lege ich hier - für immer an.


    Es muss ja nicht sofort geschehen,
    ich lasse mir noch etwas Zeit.
    Das Leben ist noch viel zu schön
    doch irgendwann, ist es so weit.


















































    Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
    "Nec Temere - Nec Timide"
    Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ
  • Helga +, Ehrenmitglied
    Moderatorin
    • 10.02.2008
    • 1948

    #2
    AW: Eine Liebes-Erklärung

    Sehr schön Erhart, und alles drin was auch mein Vater so sagen könnte. Und ich kann sie so gut verstehen, die Sehnsucht. Ich wünsche dir noch viele Reisen in dieses zauberhafte Danzig und überhaupt noch viele Jahre - ob hier oder on Tour in Danzig
    Viele Grüße
    Helga

    "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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    • Stejuhn
      Forum-Teilnehmer
      • 09.08.2011
      • 1023

      #3
      AW: Eine Liebes-Erklärung

      Guten Abend Erhart,

      die Liebeserklärung von Dir an Deine Heimatstadt wäre auch meinem Papa sehr nahe gegangen. Auch er hatte bis zu seinem Tod eine solche Sehnsucht nach Danzig und keine Stadt konnte ihr das Wasser reichen.


      Hab schöne Ostertage!

      Liebe Grüße Sigrid
      Nirgendswo ist es schöner als zu Hause mit der ganzen Familie vereint zu sein.
      Stejuhn, Karschen, Hinzmann, Korthals, Kumke, Rudat, Nachtigall, von Wissotzki (Wishotzki), Oberdorf

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      • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
        Forum-Teilnehmer
        • 13.02.2008
        • 3493

        #4
        AW: Eine Liebes-Erklärung

        Lieber Erhart ! Deine Worte hallen in vielen Seelen, sogar so weit weg wie hier im Down Under. Danke Dir ! Seit langen Jahren waren wir drei Schwestern einmal allein zusammen, am Karfreitag, sonst ist immer die Familie dabei. Und ratet wo wir in Gedanken waren, worueber wir getratscht haben und was wir angeschaut haben ? Deine Ohren habenn sicherlich gebrannt Erhart, Dein Gedichts Album war der Mittelpunkt. Nochmals herzlichen Dank fuer das 'Letzte' Liebe Ostergruesse von der Feli

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        • Insel2008
          Forum-Teilnehmer
          • 29.03.2008
          • 779

          #5
          AW: Eine Liebes-Erklärung

          Hallo Erhart, vielen Dank für das Gedicht. Hätten wir keine Sehnsucht (nach was auch immer), denke ich, würde uns etwas fehlen. Schönen Ostermontag:-)
          Grüße von Inselchen2008
          Meine Namens-u.Ortsuche:
          https://www.danzig.de/showthread.php?5465-Steinchen-für-Steinchen-zum-Mosaik

          Kommentar

          • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
            Forum-Teilnehmer
            • 13.02.2008
            • 3493

            #6
            AW: Eine Liebes-Erklärung

            Hast schon Recht, Inselchen, so sind wir halt, wir Menschlein. Hier scheint die Sonne hell, am Ostermontag und ich hoffe dass Ihre alle ein schoenes Osterfest habt. Liebe Gruesse von der Feli

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            • 30Frohsinn01
              Forum-Teilnehmer
              • 11.02.2008
              • 182

              #7
              AW: Eine Liebes-Erklärung

              Hallo Inselchen,
              hast du aber sehr schön gesagt. Ja, Erhart der kann`s. Dir auch noch ein schönes Restostern. Die Sonne scheint ja.
              Karlheinz

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              • Navona
                Forum-Teilnehmer
                • 30.09.2013
                • 153

                #8
                AW: Eine Liebes-Erklärung

                Hallo Erhart,
                danke fuer das schoene Gedicht, dass einem sehr nah geht. Auch ich wuensche dir noch schoene Reisen in Deine geliebte Heimat.

                Kommentar

                • Navona
                  Forum-Teilnehmer
                  • 30.09.2013
                  • 153

                  #9
                  AW: Eine Liebes-Erklärung

                  P.S.: Ich hoffe, dass Du uns noch an vielen Deiner schoenen Gedichte teilhaben laesst.

                  Viele Gruesse

                  Ulrike

                  Kommentar

                  • Wolfgang
                    Forumbetreiber
                    • 10.02.2008
                    • 11623

                    #10
                    AW: Eine Liebes-Erklärung

                    Schönen guten Abend,
                    moin, Erhart,

                    gestatte verhaltenen Widerspruch. In meinen Augen, wenn ich die Überschrift lese, also "Eine Liebes-Erklärung", dann sage ich, das passt nicht ganz: Das ist ein Abschied auf Zeit, aber keine Liebeserklärung. Eine Liebeserklärung mag zwar mitunter Melancholisches beinhalten, aber sie eröffnet auch immer Perspektiven. Wo sind diese in Deinem Gedicht zu finden?

                    Ein bisschen assoziiert mich Dein Gedicht mit dem Erich Honnecker zugedachten Spruch "Erich, der letzte macht das Licht aus!". Pardon, noch einmal Widerspruch, aber das war es wirklich nicht gewesen! Und, und das muss anscheinend ganz generell von den Nachgeborenen akzeptiert werden -es vererbt sich natürlich zumeist auch auf Kinder und Enkel- wenn die "Alten" einen Schlussstrich gezogen haben oder diesen in Aussicht stellen, dann war das der Weisheit letzter Schluss. Ist das von Dir beabsichtigt?

                    Ganz so harsch wie meine Antwort klingen mag ist sie jedoch nicht gemeint. Aber sie ist ein entschiedenes Gegenhalten auf Resignation, auf Aufgabe, auf Verzicht gegenüber all dem was war, und was Danzig einst prägte.

                    Erhart, auch wenn mir das immer wieder -zugegeben, von Dir hörte ich es nie- um die Ohren geschlagen wird. Danzig, seine Geschichte, seine Einwohner, hören nicht auf mit Euch, die Ihr Danzig verlassen musstet. Genau das höre ich von alten Danzigern aber mmer wieder: Ist es wehklagend, ist es die Wirklichkeit verkennend??? Das alte historische Danzig lebt weiter! In all Jenen, die sich Danzigs erinnern, in den Kindern, in den Enkeln, auch in all jenen polnischen Mitbürgern die der Geschichte Danzigs offen gegenüber stehen.

                    Schöne Grüße aus dem Werder
                    Wolfgang
                    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                    Kommentar

                    • jonny810
                      Forum-Teilnehmer
                      • 10.02.2008
                      • 2423

                      #11
                      AW: Eine Liebes-Erklärung

                      Hallo Wolfgang,

                      ich bin nicht so empfindlich wie du hier und da vielleicht machmal annimmst.
                      An anderer Stelle habe ich auch geschrieben, dass ich Kritik wünsche, ob so oder so.

                      Ich muss dir allerdings sagen, dass ich deinen Beitrag mehrmals lesen musste, bis ich
                      ihn verstand.

                      Nun möchte ich dir dazu folgendes sagen.

                      Schreiben und Lesen, sind für mich „Zweierlei“.

                      Das liegt nach meiner Meinung daran, dass der Leser eines Textes, sich vom Naturell
                      des Schreibers unterscheidet. Somit entstehen automatisch unterschiedliche Sichtweisen.

                      Ich habe aber auch gelernt, dass wenn man etwas schreibt, was es auch immer sei,-
                      in sich rund sein sollte.
                      Das habe ich bisher auch immer beherzigt und bin damit recht gut gefahren.

                      Wenn du nun aber eine Diskrepanz zur Überschrift und dem Inhalt des Gedichtes siehst,
                      dann ist das ganz alleine deine Ansicht.

                      Ich meine, dass ich mit meiner Kindheit, mit der Vertreibung und dem alternden Erhart
                      eine runde Sache formuliert habe.

                      Das Danzig aufhört weder mit mir, noch mit dem Aussterben meiner Generation , das ist ja
                      wohl unbestritten.

                      Selbst dich und deine Kindes-Kinder wird Danzig überleben.

                      Ich bin auch weiterhin der Ansicht, dass man, egal wem, selbst auf dem Sterbe-Bett noch
                      eine Liebes-Erklärung machen kann.

                      Das hat für mich nichts mit Abschied auf Raten zu tun. Alles klar?


                      Ps.Ich habe mir im Laufe der Jahre auch abgewöhnt, meine Meinung als die einzig Wahre zu sehen.
                      Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
                      "Nec Temere - Nec Timide"
                      Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

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                      • jonny810
                        Forum-Teilnehmer
                        • 10.02.2008
                        • 2423

                        #12
                        AW: Eine Liebes-Erklärung

                        Hallo in die Runde,

                        ich möchten allen danken, die sich die Mühe gemacht haben,

                        und mit ein paar Worten zu meinem letzten Gedicht Stellung

                        bezogen haben.

                        Dass man als Schreiber nicht jeden Geschmack trifft, ist völlig klar.

                        Also, auf ein „Neues“.

                        Allen noch einen schönen Abend.
                        Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
                        "Nec Temere - Nec Timide"
                        Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

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                        • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                          Forum-Teilnehmer
                          • 13.02.2008
                          • 3493

                          #13
                          AW: Eine Liebes-Erklärung

                          Lieber Erhart ! Dein dritt-letzter Satz stimmt nicht. Mit Deinen Danzig-Gedichten hast du uns Allen, Freude gemacht, sonst wuerden wir ja nicht auf diesem Forum sein, dem Danzig Forum, das uns immer wieder zur Heimat zurueck bringt und bestimmt allen teuer und kostbar ist. Mit den Menschen, mit so vielen verschiedenen Lebensanschaungen und Geschmaecker, verbindet uns alle die Liebe zur Heimat und die uberbrueckt alles was verschieden ist und haelt zusammen was gleichsinnig ist. Mach weiter so und ich freue mich schon auf dein naechstes Musenkind. Liebe Gruesse von der Feli

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