ZDF: "Die Gustloff" + "Schliemanns Erben - Auf der Spur des Prussia-Schatzes"
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Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady" -
So, nun ist der 1.Teil vorüber. Das Beste war noch die anschließende Dokumentation in der Flüchtlinge zu Wort kamen.
Vom Gustloff-Film selber war ich enttäuscht. Die Bilder zu schön, zu plakativ, die Handlung zu langatmig, zu verhackstückelt, um zu fesseln oder Betroffenheit aufkommen zu lassen. Der Film verliert sich klischeehaft in Personen, in Details über sie, es ist nur wenig durchgängige Handlung zu spüren, und Spannung kommt erst gar nicht auf.
Was mir fehlte, ist ein erkennbares Konzept das auf etwas hinausläuft. Aber auch die schöne Filmbegleitmusik plätscherte einfach nur vor sich so hin, und wer sich zumindest erhofft hatte, die sich anbahnende Liebesgeschichte brächte etwas Herz, Schmerz, Schmalz sah sich auch darin enttäuscht.
Und plötzlich hörte dann der erste Teil auf. Fast hätte ich das gar nicht mitbekommen, denn auch zum Schluss kam keine Spannung, kein Verlangen auf, nun noch den zweiten Teil sehen zu müssen.
Ich werde ihn mir morgen trotzdem anschauen. Und wenn es nur die Neugier ist, ob man tatsächlich 12.000.000 Euro für nichts und wieder nichts verbraten kann...
Viele Grüße
WolfgangDas ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"Kommentar
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Hallo Wolfgng,Sehr enttäuscht sogar. Es kam nicht nur keine Spannung, es kamen auch keine Emotionen rüber, nicht mal Mitleid, es war eben zu glatt und zu flach. Und ich weiß wieder einmal warum in - grad bei solchen Themen - in der Regel Dokumentationen vorziehe. Hatte der Spiegel wohl doch Recht. Schade.
Vielleicht kommt ja morgen ein bißchen mehr von allem.Viele Grüße
Helga
"Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)Kommentar
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Ich habe gerade einen Erlebnisbericht von Erwin Völz den er im Oktober 2001 schrieb, in unser neues Forum übertragen. Darin ist auch von der Gustloff und vom Film "Nacht fiel über Gotenhafen" die Rede:
https://www.danzig.de/showthread.php?p=1639#post1639
Schöne Grüße
WolfgangDas ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
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TV-Film Gustloff
So ähnlich empfand ich es auch; ein steriles TV-Melodram für einen Samstagabend bei Kaminfeuer und einem Glas Rotwein.
Dieser umherirrende, ständig seine Verlobte suchende jungenhafte Schiffskapitän war der einzige "rote Faden", der mir als überbetont auffiel.
Die anschließende Dokumentation hatte mich da schon stärker gepackt.
Enttäuschend dabei war, daß die Greueltaten der Wehrmacht an der russischen Bevölkerung
wie auch an den Flüchtlingstrecks nur gestreift und nicht stärker herausgestellt wurden.
Der russische Kampfpilot war in dem Zusammenhang überzeugend.
Warten wir mal den zweiten Teil ab!Es grüßt der Heibuder!
"Erinnerungen sind Wärmflaschen fürs Herz." (R.Fernau)Kommentar
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Hier einige Kritiken in der Presse, die sich mit dem gestrigen 1.Teil befassen:
Das ZDF beginnt heute Abend mit der Ausstrahlung des Zweiteilers "Die Gustloff". An den Schauspielern liegt es jedoch nicht, dass die größte Schiffskatastrophe aller Zeiten auf dem Bildschirm baden geht. Der Film untermauert allerdings eine unbewiesende Sabotage-These.
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Positive Stimmen muss man mit der Lupe suchen...
Viele Grüße
WolfgangDas ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
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Dem Tode entronnen
Walter Specht aus Wattenscheid überlebte 1945 eine der schlimmsten Katastrophen der Seefahrt Das ZDF zeigt am 2. und 3. März einen Zweiteiler zum grausamen Ende des Flüchtlingsschiffes
Viele Grüße
Helga
"Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)Kommentar
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"Gustloff" -Film
Hallo in die Runde..alle schweigen..ich fange an:
Nun haben wir alle den 2.Teiler “Gustloff” gesehen……nun die Frage : Gut / Schlecht ?
Dazu eine Bemerkung : Es war ein “Spielfilm” !!!!!!!!!!!!!!! Bis zum eigentlichen “Ereignis “(Untergang) muss viel Zeit ausgefüllt werden………………klar kommt es da zu Längen und es wurden auch die “üblichen” Themen “Gut/ Böse/ Nazis/ Liebe usw. benutzt ! Dazu die Frage..was ist Wahrheit..was Fiktion?
Nun ja da kann man keine klare Antwort geben. Vielleicht hätten auch 1 ½ Stunden gereicht und nicht die doppelte Länge. Zur Frage gut/schlecht kann ich keine klare Antwort geben….aber schon das dieser Film gesendet und an die schrecklichen Ereignisse erinnert wurde ist positiv !
Die Dokumentation kam danach !
Viele Grüße
Hans-Jörg
Kommentar
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Hallo Hans-Jörg,
eigentlich wollte ich gar nicht mehr antworten. Meine persönliche Meinung ist: Der Film war Murks. Helga sagte schon, sie wisse warum sie bei solchen Themen Dokumentationen vorziehe. Genau diese Meinung teile ich auch, obwohl ich mir durchaus Fernsehfilme vorstellen kann, die sich einem solchen Thema weniger klischeehaft nähern.
Auch beim heutigen 2.Teil: Die Schauspieler steril, selbst bei 18 Grad minus mit offenem Hemd draußen in der Kälte, geschniegelt, frisiert, die Frauen mit dezentem Makeup, aber auch die erschöpften Flüchtlinge sichtlich entspannt wie nach einem vierwöchigen Urlaub. Klischees wo man auch hinblickt. Anstatt sich auf einige wenige Hauptpersonen und deren Funktionen zu konzentrieren, ihre Charaktere feinfühlig -und nicht "grobmechanisch"- herauszuarbeiten, die Handlung dann zu verdichten und damit Spannung zu erzeugen, gehen die Filmemacher her und wurschteln da ein Werk zusammen, dass es Einen graust.
Natürlich war der zweite Teil etwas kurzweiliger. Aber war es deswegen besser? Man nehme einen Teil böse Menschen, einen Teil gute Menschen (die auch Opfer sind), füge einen Schuss Liebe hinzu, zudem noch einen schlimmen Nazi und eine Gebärende, lasse alle herzerschütternd schreien und verzweifelt um ihr Leben kämpfen, zeige peitschende Winde und Seen, unterstreiche das mit melodramatischer Musik und rühre das kräftig zusammen. Das Resultat ließ mich nicht unberührt: Ich empfand es als schlichtweg nervend. Eine große Chance ist vertan worden.
Schöne Grüße
WolfgangDas ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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Hallo Hans Jörg,nö, ich warte nicht erst ab, was in der Zeitung steht, aber im Grunde habe ich meine Meinung ja gestern schon abgegeben und sie hat sich nach dem anschauen des 2. Teils nicht groß geändert. Du hast Recht, es war ein Spielfilm, aber hat mich nicht angerührt, das ist der Hauptpunkt, jedenfalls für mich.Zitat von Hans-JoergHabe mich nur gewundert das keine "Kommentare" kamen......
oder warten alle ab was morgen in der Zeitung steht?
Mein Metier ist eher Theater und Musik als Film und da kann ich vieles vom Fachwissen her beurteilen, aber immer, immer spielt auch eine Rolle, ob ein Theaterstück, eine Oper oder ein Konzert mich erreicht. Es muß mir unter die Haut gehen, mich anrühren. Es muß etwas davon bleiben in mir.
Okay, ich wollte eigentlich nur sagen, alles das hat der Film nicht geschafft, dazu kommen dann noch die Kriterien, die Wolfgang ja bereits angesprochen hat. Und das schade, denn Film hat so viele Möglichkeiten.
Jetzt aber gute NachtViele Grüße
Helga
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Nö, von mir kommt auch keiner mehr; mein Kommentar zum 1. Teil steht noch!Zitat von Hans-Joerg...
Wie schon gesagt....es war ein "Spielfilm"........
...Klischees die verwendet wurden...
habe mich nur gewundert das keine "Kommentare" kamen......
Die Regisseure haben eben versucht, einen guten Job zu machen...
und haben sich an diesem mächtigen Thema wohl ziemlich verhoben.
Mein einziger wehmütiger Gedanke nach der anschließenden, wieder spannenden Dokumentation war:
Wo wäre ich heute, wenn meine Mutter mit uns Kindern es tatsächlich geschafft hätte,
auf die Gustloff zu kommen, statt eine Woche vorher in einen der letzten Personenzüge nach Stettin?
Es gelang ihr nicht, eine Bordkarte zu bekommen, dem Himmel sei Dank!
Eine gut befreundete Familie schaffte es dagegen - und kam um.Es grüßt der Heibuder!
"Erinnerungen sind Wärmflaschen fürs Herz." (R.Fernau)Kommentar
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[Heibuder]
....Wo wäre ich heute, wenn meine Mutter mit uns Kindern es tatsächlich geschafft hätte,...]
Meine Grossmutter hatte auch Karten, Ihre Schwester jedoch eine "Vorahnung" und man blieb (noch) zu Hause in Praust...
Ansonsten schliesse ich mich im Grossen und Ganzen Wolfgang an. Der Film blieb blass, hat mich wenig bis garnicht berührt.
Anders war´s bei den Dokumentationen. Da war ich einfach nur betroffen und sprachlos....
Gruss
Michael- Wie sollen wir wissen, wohin wir gehen, wenn wir nicht wissen, woher wir kommen..? -Kommentar
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