NDR 1.April um 20:15

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  • Belcanto
    Forum-Teilnehmer
    • 24.09.2008
    • 2508

    #16
    AW: NDR 1.April um 20:15

    Hallo Inge Gisela
    Genau diese Eindrücke habe ich auch. Nur früchte ich, dass die Generation die den Krieg noch selbst miterlebt haben, bald nicht mehr existieren und damit auch die Erinnerungen verblassen. Wünsche einen schönen Tag.

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    • Helga +, Ehrenmitglied
      Moderatorin
      • 10.02.2008
      • 1948

      #17
      AW: NDR 1.April um 20:15

      Hallo Belcanto,

      Du hast Recht, so nach und nach wird diese Generation aussterben, aber sie hat ihre Erinnerungen doch weiter gegeben Und wir, die Nachgeborenen, werden diese Erinnerungen weiter leben und nicht verblassen lassen. Ich liebe Danzig auch, diese Liebe hat mein Vater auf mich übertragen. Und wenn ich vor den nicht mehr vorhandenen Häusern meines Großvaters stehe, kommen mir auch die Tränen.
      Viele Grüße
      Helga

      "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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      • Belcanto
        Forum-Teilnehmer
        • 24.09.2008
        • 2508

        #18
        AW: NDR 1.April um 20:15

        Ja, Helga kann ich gut verstehen.

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        • ada.gleisner
          Forum-Teilnehmer
          • 17.02.2008
          • 882

          #19
          AW: NDR 1.April um 20:15

          Es ist, glaube ich, ein Unterschied, ob Du heute am Haus Deines Vaters vorbeigehen kannst und Dich die Erinnerungen an eine glückliche Kindheit überwältigen oder ob Du es nicht mehr kannst: Deine Erinnerungen leben nur noch in Dir. Wenn ich als 12-, 14-jährige in Holstein lebend, abends an den kleinen Familienhäusern vorbeiging, die Fenster mit einer traulichen Lampe beleuchtet, vielleicht noch Klavierspiel herauswehend, bin ich vor Sehnsucht nach meinem Zuhause in Danzig immer in Tränen ausgebrochen. Das habe ich heute nicht mehr, aber immer noch das Gefühl, daß mir etwas fehlt. Das wollte ich Inge Gisela sagen. Nächtliche Grüße von Ada
          Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

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          • Inge-Gisela
            Forum-Teilnehmer
            • 09.11.2012
            • 1842

            #20
            AW: NDR 1.April um 20:15

            Hallo Ada,
            die Gefühle eines Menschen sind immer unterschiedlich, zumal jeder etwas anderes erlebt hat. Richtig vergleichen kann man sie auch nicht. Da ich noch sehr klein war, als wir von Westpreußen nach Thüringen flohen, wo wir bei einer sehr netten Familie für ca. 3 Jahre einquartiert waren, wo ich mit deren Kinder spielte, später dann nach Westdeutschland über die Grenze im Harz, mein Bruder und ich im Rheinland einige Wochen im Heim waren, da meine Eltern für uns eine Wohnung suchen mussten, wir in der Stadt meiner Kindheit dreimal umgezogen sind, ich als Erwachsene dann freiwillig auch weggezogen bin, habe ich sicherlich nicht dieses Heimatbewusstsein wie Ihr Danziger es habt. Ich fühlte mich als Erwachsene immer schnell fast überall zu Hause. Heute im Alter möchte ich allerdings auch nicht mehr unbedingt woanders hin. Hamburg ist mittlerweile meine Heimat geworden. Mein Vater war, glaube ich, auch kein typischer Danziger, obwohl dort geboren. Wenn man so seinen Lebenslauf sieht, war er bereits in seiner Jugend an verschiedenen Orten, obwohl seine Eltern in Danzig-Ohra lebten.

            Lieben Gruß

            Inge Gisela

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            • Belcanto
              Forum-Teilnehmer
              • 24.09.2008
              • 2508

              #21
              AW: NDR 1.April um 20:15

              Hallo Ada, das hast du wunderbar ausgedrückt.Und als ich auf die Danziger Bucht schaute, fielen mir diese Verse ein. Und damit einen schönen Tag.

              Eindrücke


              Ich schaue über die Danziger Bucht,
              hier begann einst für uns die große Flucht.
              Zärtlich streichelt mich der Wind,
              war hier oft als kleines Kind.

              Weißer Schaum schlägt an den Strand
              sterbend dann im warmen Sand.
              Spüre Mutters liebe Hand
              Geborgenheit ich empfand.

              Seh die Kinder fröhlich spielen
              denn ich kann mit ihnen fühlen.
              Spielte ich doch, einst auch hier
              friedlich liegt das Meer vor mir.

              Rhythmisch schlagen nun die Wellen
              über narbenreiche Stellen.
              Schau zum Himmel hoch, den hellen
              möchte einen Gruß bestellen.

              Und danken heute für all die Gnade
              Die ich Erden empfangen habe.
              Und danken, dass ich heut hier stehe
              Und diese volle Schönheit sehe.

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              • Mona1
                Forum-Teilnehmer
                • 21.07.2014
                • 59

                #22
                AW: NDR 1.April um 20:15

                Lieber Belcanto,

                und nun kamen mir die Tränen, beim Lesen deiner wunderschönen Verse!

                Danke!

                Meine in Schöneberg geb. Großmutter, die mit Ihrem 3 Kindern (der Jüngste war mein Vater und ist in Danzig geboren) bis März 1945 in Danzig lebte, hätten Deine Verse ebenfalls aus dem Herzen gesprochen. All Ihre Erzählungen über die Schönheit ihrer Heimat Danzig und dem gr. Werder, konnte ich im letzten Jahr, als ich das erste Mal in Danzig war, nachvollziehen.
                Und ich bin dankbar, dass diese Stadt nach dem Krieg wieder zur Schönheit erblühen durfte. Ebenfalls bin ich dankbar, für die Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft der Polen. Ich hatte das als Deutscher Tourist nicht erwartet. Meine Liebe zu Land und Leuten ist so entfacht, dass ich mich schon sehr auf meinen zweiten Besuch in Danzig in diesem Jahr freue.

                Mit herzlichen Grüßen an alle Danzigliebenden
                Mona

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                • ada.gleisner
                  Forum-Teilnehmer
                  • 17.02.2008
                  • 882

                  #23
                  AW: NDR 1.April um 20:15

                  Danke Belcanto für Deine schönen Verse. Ich liebe vor allem lyrische Verse und wenn sie von Danzig oder überhaupt den Osten beschreiben umso mehr. Kürzlich habe ich mir ein Buch mit Gedichten von Agnes Miegel gekauft. Was auch immer über ihre Nähe zur NSDAP und Hitler gesagt wird, Ihre Lyrik wird davon m.A. nach nicht berührt. Das nur am Rande. Es wird Frühling, wir wollen ihn geniessen. Grüße von Ada
                  Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

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                  • Belcanto
                    Forum-Teilnehmer
                    • 24.09.2008
                    • 2508

                    #24
                    AW: NDR 1.April um 20:15

                    Hallo Ada, ich persönlich kann mit Gedichten nichts anfangen, die verfremden und die kein Mensch versteht. Ich liebe den poetischen Realismus:Gustav Frytag, Adelbert Stifter, Gottfried Keller, Theodor Storm, Theodor Fontane. Das sind einprägsame Gedichte, die haften bleiben und wunderschön sind. Agnes Migel gehört dazu."Die Stadt Storm (Auszug) Am grauen Strand, am grauen Meer. Und seitab liegt die Stadt; Der Nebel drückt die Dächer schwer, und durch die Stille braust das Meer. Eintönig um die Stadt..........

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                    • Stejuhn
                      Forum-Teilnehmer
                      • 09.08.2011
                      • 1023

                      #25
                      AW: NDR 1.April um 20:15

                      Guten Morgen,

                      Was haltet Ihr vom folgenden Gedicht von Theodor Storm:


                      <<Was rauscht und brauset vor der Tür?
                      Was singt so süße Melodein?
                      Herein, wer draußen ist! Herein!>>
                      <<Ich bin's! Der Frühling ist dafür!
                      Ich warte nur auf Sonnenschein,
                      Da komm' ich gleich zu dir herein.>>-

                      Und sieh, die Sonne taucht empor;
                      Und wie sie freundlich scheint und lacht,
                      Da schmilzt das letzte Eis der Nacht.
                      Und hastig auf mit Tür und Tor!
                      <<Herein in meine Arme schnell,
                      Willkomm', du blühender Gesell!>>

                      Da muß die Lerch' im hellen Schein
                      Den ersten Gruß anbieten,
                      Da stürmt der Frühling hinterdrein
                      Mit hunderttausend Blüten.

                      Einen schönen Tag aus dem sonnigen Bochum Sigrid
                      Nirgendswo ist es schöner als zu Hause mit der ganzen Familie vereint zu sein.
                      Stejuhn, Karschen, Hinzmann, Korthals, Kumke, Rudat, Nachtigall, von Wissotzki (Wishotzki), Oberdorf

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                      • love danzig
                        Forum-Teilnehmer
                        • 09.11.2015
                        • 1494

                        #26
                        AW: NDR 1.April um 20:15

                        Hallo.
                        Frau Agnes Miegel hat sich aber auch sehr ,über den Überfall auf Polen gefreut. Das Gedichtband Ostland zeigt dieses. Ihr habt so viel Schreckliches erlebt, aber es zieht euch immer noch in eine Richtung, die euer Schicksal usw. ausgelöst hat.
                        Gruß Roman

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                        • Belcanto
                          Forum-Teilnehmer
                          • 24.09.2008
                          • 2508

                          #27
                          AW: NDR 1.April um 20:15

                          Hallo Sigrid, finde ich gut. Man versteht, was der Autor aussagen will?

                          Kommentar

                          • Belcanto
                            Forum-Teilnehmer
                            • 24.09.2008
                            • 2508

                            #28
                            AW: NDR 1.April um 20:15

                            Roman, verstehe ich schon wieder nicht?

                            Kommentar

                            • Rainerle
                              Forum-Teilnehmer
                              • 19.01.2012
                              • 68

                              #29
                              AW: NDR 1.April um 20:15

                              Hallo Roman,

                              warum fängst Du hier an, die Trauer und Wehmut über die verlorene Heimat und für viele auch über die verlorene Kindheit, die beim Betrachten der Filme natürlich bei dem einen oder anderen aufkommt, hier umzumünzen in alte Denkweisen und in Vorwürfe.

                              Ich kann in den zitierten Gedichten, die hier die Gefühle ausdrücken, nichts verwerfliches lesen. Ich kann auch in den Schilderungen nichts verwerfliches lesen. Aber man kann natürlich Streit und Zwietracht auch herbeireden.

                              Die vom NDR gezeigten Filme haben doch eine ganz andere Botschaft, eine friedvolle und auch vor allem positive Botschaft, die Mut macht, dass es ein friedliches gemeinsames Miteinander gibt, in der es auch erlaubt ist, wieder über deutsche Geschichte zu reden. Viele Polen, Russen und Balten wollen das tun, ohne in alte Denkstrukturen zu verfallen und ohne die alten Ressentiments wieder hervorzukramen. Also lass es bitte hier in diesem Thema.

                              Wenn Du meinst, dass Du weiter den von Dir eingeschlagenen Diskussionsweg führen möchtest, dann mache doch bitte ein eigenes Thema dafür auf. Und mache vor allem nicht die Botschaften dieser Filme und die Hoffnungen vieler Menschen zunichte.

                              Viele Grüße
                              Rainer

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                              • love danzig
                                Forum-Teilnehmer
                                • 09.11.2015
                                • 1494

                                #30
                                AW: NDR 1.April um 20:15

                                Hallo Rainer,
                                es geht mir nicht um die Filme, es geht mir um die Traurigkeit dieser Damals jungen Menschen, sie mussten flüchten und ihre Kindheit war zerstört und warum ? Absolute Selbstzerstörung des Danziger Volkes . Aber es wird sich nichts ändern, mein Opa war ja ein guter Bauer in Danzig................
                                Gruß Roman

                                Kommentar

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