St. Martins-Bräuche am 11. November

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  • Wolfgang
    Forumbetreiber
    • 10.02.2008
    • 11623

    #1

    St. Martins-Bräuche am 11. November

    Schönen guten Abend,

    bald ist wieder der 11. November, der St. Martins-Tag. Früher war das im Danziger Umland der Stichtag an dem das Wirtschaftsjahr auf den Bauernhöfen endete. Zu diesem Zeitpunkt verließ dann das Gesinde die Höfe oder verpflichtete sich für ein weiteres Jahr. Verbunden war das mit ausdauernden Festen und häufig auch heftigen Trinkgelagen. Einer der Bräuche war das "Martinsbrot" - ein Brot, das noch vom alten Gesinde gebacken wurde und in dem sich ein Nagel oder eine Karotte befand. Angeblich wollte man damit das neue Gesinde ärgern.

    In Deutschland wird zum St. Martins-Tag eine Gans gebraten oder auch in manchen Bundesländern mit Kindern ein Laternenspaziergang mit Martinssingen veranstaltet. Meine Frage ist nun, ob es in der Stadt Danzig etwas Ähnliches gab. Gab es irgendeinen traditionellen Brauch mit Laternen und Singen?

    Bisher habe ich dazu nichts finden können, aber vielleicht hat jemand von Euch dazu Informationen?

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"
  • Karsten_A
    Forum-Teilnehmer
    • 25.01.2021
    • 332

    #2
    AW: St. Martins-Bräuche am 11. November

    Hallo Wolfgang,

    meine aus dem Danziger Umland stammende Mutter kann sich an Laternen und Singen nicht erinnern. Da sie schon einigermassen vergesslich ist, ist das eher als Indiz zu werten.
    Aber auch in einer online-Suche konnte ich keine Hinweise dazu finden.

    Viele Grüße

    Karsten

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    • Helga Zeidler
      Forum-Teilnehmer
      • 11.02.2008
      • 535

      #3
      AW: St. Martins-Bräuche am 11. November

      Auch ich habe die Laternenumzüge erst nach unserer Flucht in Dorum -zwischen Bremer-und Cuxhaven- kennengelernt und als Kind mitgemacht
      Schöne Grüße
      Helga

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      • Wolfgang
        Forumbetreiber
        • 10.02.2008
        • 11623

        #4
        AW: St. Martins-Bräuche am 11. November

        Schönen guten Morgen,
        hallo Helga,
        hallo Carsten,

        es gibt ja einige Martinsbräuche, die aber wahrscheinlich meist keine lange Tradition haben. Hier im Danziger Werder war der Martinstag bzw. "Martini" wie er genannt wurde, der Tag, an dem das Gesinde auf den Bauernhöfen wechselte. An diesem Tag kam es dann zu einigen lokalen Bräuchen.

        Ich weiß nicht, ob das Martinsgansessen einer dieser Bräuche war. Morgen werden wir aber auf jeden Fall wieder eine Martinsgans in den Backofen schieben.

        Wir haben uns überlegt, ob wir hier in unserer Gegend nicht den Martinsumzug initiieren sollen. Dabei wäre es natürlich schön wenn wir auf alte Bräuche hinweisen könnten. Aber mal sehen, obwohl der Martinsumzug ja keine lange Tradition aufweisen kann, werden wir das hier trotzdem einmal zur Sprache bringen. Vielleicht wird es auch einmal hier einen Laternenumzug mit Kindern geben.

        Viele Grüße aus dem Werder
        Wolfgang
        Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
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        • Ulrich 31
          Forum-Teilnehmer
          • 04.11.2011
          • 8547

          #5
          AW: St. Martins-Bräuche am 11. November

          Heute veröffentlicht trojmiasto.pl einen interessanten ausführlichen Artikel mit dem deutsch übersetzten Titel
          "St. Martins-Croissants: Wo und wie viel können wir sie bekommen?".

          Ulrich

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          • Uschi Danziger
            Forum-Teilnehmer
            • 28.10.2018
            • 537

            #6
            AW: St. Martins-Bräuche am 11. November

            Hallo Ulrich,

            diese Hörnchen erinnern mich an meine, die ich früher in der großen Schulpause bei unserem Bäcker geholt habe. Die Zutaten waren damals nicht so reichhaltig, aber der Geschmack war super. Oder sind es die Erinnerungen daran?
            Mich wundert´s jetzt, dass so viele Konditoreien diese Idee aufgegriffen haben. Toll!

            Uschi Danziger

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