Gyddanizc - Dantzig

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  • Ulrich 31
    Forum-Teilnehmer
    • 04.11.2011
    • 8551

    #31
    AW: Gyddanizc - Dantzig

    Mit der heutigen Beschlussfassung des Stadtrates von Danzig steht fest, dass der parkartige Grünstreifen zwischen den Straßen Stolarska (Tischlergasse) und Mniszki (Große Nonnengasse) den Namen "Skwer Gyddanyzc" (Gyddanyzc-Platz) erhält. Siehe dazu:

    - Bericht gdansk.pl vom 25.04.2019
    > https://www.gdansk.pl/wiadomosci/gyd...kweru,a,144542 (polnisch),
    > https://translate.google.com/transla...u%2Ca%2C144542 (deutsch),
    > https://translate.google.com/transla...u%2Ca%2C144542 (englisch).

    - Luftaufnahme mit rotem Pfeil zur besseren Orientierung
    > https://translate.googleusercontent....o,0;1;24;37;50 .

    Gruß Ulrich

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    • Ulrich 31
      Forum-Teilnehmer
      • 04.11.2011
      • 8551

      #32
      AW: Gyddanizc - Dantzig

      Heute (10.07.2019) wurde am neuen "Skwer Gyddanyzc" (Gyddanyzc-Platz) dauerhaft die Tafel mit seinem Namen und zusätzlichen erklärenden Worten aufgestellt. Der verlinkt folgende betr. gdansk.pl-Artikel berichtet darüber:

      > https://www.gdansk.pl/wiadomosci/skw...owana,a,150403 (polnisch),
      > https://translate.google.com/transla...a%2Ca%2C150403 (deutsch),
      > https://translate.google.com/transla...a%2Ca%2C150403 (englisch).

      Gruß Ulrich

      Kommentar

      • Ulrich 31
        Forum-Teilnehmer
        • 04.11.2011
        • 8551

        #33
        AW: Gyddanizc - Dantzig

        Mit dem Stichwort "Römerzeit" habe ich 3 verschiedene Forum-Threads gefunden, wobei dieser hier wohl am besten zum verlinkt folgenden trojmiasto.pl-Artikel (deutscher Titel: "Funde aus der Römerzeit in Danzig") vom 30.11.2011 passt, den ich erst jetzt entdeckt habe:

        > https://www.trojmiasto.pl/wiadomosci...ku-n53421.html (polnisch),
        > https://translate.google.com/transla...ku-n53421.html (deutsch),
        > https://translate.google.com/transla...ku-n53421.html (englisch).

        Interessant in diesem Zusammenhang sind außerdem die weiteren Artikel-Hinweise am Ende des vorgenannten.

        Ulrich

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        • Antennenschreck
          Forum-Teilnehmer
          • 05.09.2011
          • 1833

          #34
          AW: Gyddanizc - Dantzig

          Hallo,

          hier ein wenig zum Thema Römer und Danzig:

          Wir wissen ferner
          von Plinius, dass an der nordwestlichen Küste Skandinaviens, im jetzigen Norwegen (also nicht nur
          in Nordgermanien), Zweige des großen Cimbrischen Stammes lebten, und dass konkret an der See
          Morimarusa, d.h. mare mortuum, das die norwegische Küste umspült. Zu den Stämmen, welche
          direkt am Meer wohnten, zählte der ältere Plinius, auch die Cimbrier und Teutonen, welche von
          der Eider bis zur Elbe im Hollsteinischen angesiedelt waren, einst ein mächtiges Volk, sie waren
          schon früh in Beziehung zu Britannien und Gallien, aber zu Tacitus Zeiten schon wieder in einem
          Rückgang begriffen. Im Jahre 100 vor Christus aber, da erzitterte ganz Rom bei dem Herannahen
          eines wohl gerüsteten Heeres von 300000 Mann, welches aus keltischen Teutonen und Cimbrern
          bestand, und welches die ruhmreichen Heerführer Ceforix, Luk, Clod und Teutobach anführten.
          Östlich von den Teutonen und Cimbern, längs der weiten Gestade der Ostsee bis nach Finnland,
          lebte der große und betriebsame keltische Stamm der Aestier (unseren heutigen Esthen), und
          sprach, dem Tacitus zufolge, einen brtitannischen, also einen welshen Dialekt, lingua britannica;
          diesen unterscheidet Tacitus aber sehr genau vom germanischen, sowie er auch vorher genau den
          gallischen Dialekt der Gothen (lingua gallica), also den dänischen davon unterschieden wissen
          wollte. Die Aestier wurden uns bekannt wegen dem dortigen Bernstein, den sie am Meer seit ural-
          ten Zeiten aufsammelten; diesen Keltenstamm kannte schon 340 v. Christus der berühmte Geo-
          graph Pytheas aus Massilia, und der Kaiser Nero schickte gar eine Gesandtschaft an sie, welche
          nicht weniger als 30 Zentner Bernstein mit zurück brachte, das größte Einzelstück davon wog wohl
          über 12 Pfund. In den Gebirgsgegenden südlich von den Aestiern finden wir die keltischen Gothi-
          ni, Osi und Buri, die im heutigen Mähren und in den benachbarten Gegenden Eisenbergbau be-
          trieben, wie denn auch die gälischen Kelten sowohl in Britannien, als auch in Gallien und Ger-
          manien sich besonders die Gebirge und Täler zur Ansiedlung ausgewählt hatten. Überhaupt erin-
          nern einen einige Ortsnamen in und um Mähren daran, dass hier früher ein Keltenland war, wie
          z.B. Eburudurum, Meliodunum, Medoslanium, Eburum, Carradunum, und noch einige mehr. In
          Böhmen, gleich neben Mähren und dem herzynischem Wald (vom keltischen erchyn = hoch) fin-
          den wir die Boji und Voleä Tectosages, von echt gallischer Abstammung; freilich jagten später die
          keltogermanischen Marcomannen unter Marbod die Bojer aus Böhmen wieder weg, aber der
          Name Bohemum blieb bis in unsere Tage bestehen.

          Tschü....
          Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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          • Antennenschreck
            Forum-Teilnehmer
            • 05.09.2011
            • 1833

            #35
            AW: Gyddanizc - Dantzig

            Hallöle,

            die alten Römer sind selber aber nur in Form von einzelnen Händlern bis in die Gegend um Danzig gekommen; wohl aber eher auf dem Seeweg als auf dem Landweg, da es quer durch Germanien kaum vernünftige Wege gab. Handelsverbindungen zwischen dem Norden und dem Süden gab es aber schon viel länger, also wenigstens schor den Römern durch die Griechen und Phönizier über die alte Levante Route. Die Besiedlung des Danziger Raumes hatte sich auch einige Male verändert:

            Wie schon geschrieben, sind zuerst die Kelten durch das Land gewandert; und nach ihnen haben
            dann die Germanen und die Gothen darin gewohnt; zahlreicher aber als diese Völker zieht nun ein
            drittes Volk in dieses Gebiet ein. Den Namen Wenden, welchen diesem Volk die Germanen gaben,
            hörte zuerst Plinius (als Venedi), Tacitus aber vernahm später, einem klassisch celtischen Volksnamen
            analog, „Veneti“; Ptolemäus aber „Venedae“; gemeint ist hierbei aber immer das mächtige Volk der
            Slawen, welches sich selbst Slawenen, Slowenen (von Slowo, Wort) die sich selber „die sich ge-
            genseitig Verstehenden“ nennen, und welche ihre westlichen Nachbarn (besonders die Deutschen),
            im Gegensatz dazu, als die Stummen (njem, njemetz), barbari, „eine eigene Sprache redend“
            bezeichneten. Ebenso wie die Kelten und Germanen, der indogermanischen Völkergruppe angehö-
            rend, waren die Slawen schon im frühesten Altertum in Europa angekommen; sie waren aber da-
            mals noch sehr unterentwickelt, und siedelten sich zuerst im Osten der Weichsel und des baltischen
            Meeres, hinter den Germanen verborgen an, um dann aber bald desto gebieterischer aufzutreten.
            Friedliebend, an feste Sitze gewöhnt, der Viehzucht und dem Ackerbau hold, überhaupt nicht so
            kriegerisch wie die Germanen, blieben sie für eine lange Zeit im geschichtlichen Dunkel verborgen.

            Tschü....
            Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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