Königsberg kontra Danzig

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  • Gerhard Jeske
    Forum-Teilnehmer
    • 24.08.2014
    • 737

    #1

    Königsberg kontra Danzig

    Königsberg will Danzig als Wirtschafts und Kulturstadt überflügeln. Neue Konzepte sind ausgearbeitet worden Inzwischen ist Kalingrad auf den sechten Platz der Touristen in Russland vorgerückt
    Königsberger Express online (hier klicken)
    Königsberg wird umgebaut. Der alte Grundriss soll erhalten bleiben.
    Die Autobrücke muss weg, und die Häuser sollen einen Hauch von Alt-Königsberg erhalten“
    Auf diese zwei Hauptpunkte kann man die Grundidee des Gewinner-Entwurfs des international ausgeschriebenen „Herz der Stadt“-Architekturwettbewerbs herunterbrechen.

    Das Modell zeigt den Entwurf eines Umbauplans für das Kaliningrader Stadtzentrum, der im Rahmen des Wettbewerbs „Herz der Stadt“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Foto: I.S.
    Die Autoren des Umbauplanes sind Planer des Studio 44 und des Instituts für Territorialentwicklung, beide aus St. Petersburg. Den zweiten Platz belegte mit einem gemeinsamen Entwurf das russisch-französische Projekt des Architektenbüros Devillier und des Off-the-Grid Studios. „Bronze“ teilten unter sich der britische Archtekt Trevor Skemton und seine Berufskollegen der schwedischen Firma Hosper. Die Angaben sind der Webseite „gorodkanta.ru“ entnommen.

    Dass das Konzept für den Umbau des historischen Stadtzentrums von Kaliningrad im Laufe eines Fachwettbewerbs erarbeitet werden sollte, war seit Januar dieses Jahres bekannt. Zur Teilnahme meldeten sich ca. 30 Architekten- und Planungsbüros aus dem In- und Ausland an. Jedes von ihnen hatte ein eigenes Konzept für die Umgestaltung des Stadtteils zu erarbeiten, der zwischen dem Plaza-Kaufhaus, dem Standesamt an der Schewtschenko-Straße, dem Hotelkomplex Fischdorf und der alten Königsberger Börse gelegen ist. Die Wettbewerbsteilnehmer durften in ihren Umbauplan eine 60 bis 160 Hektar große Stadtfläche aufnehmen. Im Finale des Wettbewerbs standen schließlich 19 Teilnehmer aus 14 Ländern.
    Für die ehemalige Altstadt – den zwischen dem Haus der Räte und dem Moskowskij Prospekt gelegenen Teil des heutigen Kaliningrad – schlägt das Studio 44 einen Straßenverlauf vor, der im Wesentlichen mit dem der ehemaligen Altstadt identisch sein soll. Um dies zu realisieren soll das betreffende Gelände in eine Vielzahl kleinerer Grundstücke aufgeteilt werden, die dann an Interessenten versteigert werden sollen. Auf diesen Flächen können dann Ein- und Mehrfamilienhäuser errichtet werden, jedoch ausdrücklich keine Hochhäuser. In den Gebäuden könnten ebenerdig zudem sozial relevante Einrichtungen wie Läden oder Cafйs untergebracht werden.

    Für die Kant-Insel sind demnach fünf Brücken erforderlich, die sie mit den Fußgängerzonen und öffentlich genutzten Stadtflächen zu beiden Seiten des Flusses verbinden sollen. Am radikalsten und aufsehenerregendsten ist die Idee des Konzeptes, die bestehende Autobrücke abzureißen und an ihrer Stelle zwei alte Straßenbahn- und Fußgängerbrücken wiederaufzubauen.
  • Ulrich 31
    Forum-Teilnehmer
    • 04.11.2011
    • 8547

    #2
    AW: Königsberg - konta Danzig

    Hallo Gerhard,

    bitte teile mir die Quelle Deines interessanten Beitrags möglichst mit entspr. Link mit, damit ich diesen an meinen in den USA lebenden Klassenkameraden aus Königsberg weiterleiten kann. Für Deine Hilfe danke ich Dir im Voraus.

    Viele Grüße
    Ulrich

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    • Gerhard Jeske
      Forum-Teilnehmer
      • 24.08.2014
      • 737

      #3
      AW: Königsberg - konta Danzig

      Nun Ulrich, ich hatte die Internet vergessen anzugeben: Hier ist sie:

      Königsberger Express online



      Online-Ausgabe der deutschsprachigen Zeitung in Kaliningrad.
      Es muß erwähnt werden, dass die Pläne für einen großen Container Terminal fertig sind und die Finanzierung in Moskau abgesichert wurde. der Vorteil für Königsberg, gegenüber Danzig, liegt auf dem Schienenweg. Dort hat die Bahn die europäische und russische Spurenbreite, so kann der Transport nach Ost wie West abgewickelt werden. Das spart eine Menge Zeit. Grüße sendet aus meiner schönen Wahlheimat Hamburg, gerhard jeske

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      • Ulrich 31
        Forum-Teilnehmer
        • 04.11.2011
        • 8547

        #4
        AW: Königsberg - konta Danzig

        Hallo Gerhard,

        das hat ja prima geklappt. - Besten Dank nochmals! - Da wird sich mein Königsberger Klassenkamerad sicher freuen.

        Viele Grüße aus meiner auch schönen Wahlheimat Berlin sendet
        Ulrich

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        • Malgorzata K

          #5
          AW: Königsberg - konta Danzig

          Die Idee der Revitalisierung ist mit Gdańsk eng verbunden. Seit 1994 arbeiteten Danziger Mirosław Zeidler und Prof. Wiesław Anders an dem ersten internationalen Revitaliesierungs-Projekt fuer Kaliningrad.

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          • Bartels
            Forum-Teilnehmer
            • 25.07.2012
            • 3448

            #6
            AW: Königsberg - konta Danzig

            Hallo,

            interessant finde ich diesen Entwurf von Studio44 mit der Integration der "Ruine der Räte" in ein wiederaufgebautes Königsberger Schloss: Foto, leider ohne Text

            Ebenfalls interessant, die Königsberger Brücken nach dem "Königsberger Brückenproblem" von Leonhard Euler aufzubauen.

            Euler war auch ein Brückenbauer zwischen Ost & West - auch könnte Königsberg eine Brücke zwischen Ost & West sein.

            Ein Pfälzer Verwandter Eulers *, er war Gründervater beim "VDI - Verein Deutscher Ingenieure" und der "AV Hütte", er gründete ein Unternehmen in Kaiserslautern.
            Es baute früher Brücken und heute - als Bestandteil eines US Konzerns, Panzer-Schnellbrücken!!!

            NB: * Heute morgen hat mich seine Ur-Ur-Enkelin angerufen!
            Beste Grüsse
            Rudolf H. Böttcher

            Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
            Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
            Familie Zoll, Bohnsack;
            Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
            Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

            http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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            • Bartels
              Forum-Teilnehmer
              • 25.07.2012
              • 3448

              #7
              AW: Königsberg - konta Danzig

              NB2:
              Würde eine Menge Geld sparen: Einen Wiederaufbau in Königsberg sponsoren, anstatt das
              Berliner Stadtschloß aufzubauen.

              NB3: Wenn die Gesamtkosten des Wiederaufbaus für das Berliner Stadtschloß 1 000 Millionen EURO (zwischenzeitlich stand an gleicher Stelle "Erichs Lampenladen") übersteigen, sollte man es "Erichs Rache" taufen ...


              Beste Grüsse
              Rudolf H. Böttcher
              Beste Grüsse
              Rudolf H. Böttcher

              Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
              Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
              Familie Zoll, Bohnsack;
              Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
              Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

              http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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              • Antennenschreck
                Forum-Teilnehmer
                • 05.09.2011
                • 1833

                #8
                AW: Königsberg kontra Danzig

                Hallo,

                das Geld wäre wahrscheinlich für Königsberg erfolgversprechender anzulegen, wenn man sich die Story rund um den BER Flughafen veranschaulicht.

                Tschü......
                Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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                • Wolfgang
                  Forumbetreiber
                  • 10.02.2008
                  • 11623

                  #9
                  AW: Königsberg kontra Danzig

                  Schönen guten Abend,

                  ich mag Utopien. Sie beflügeln Phantasien, sie bieten Gesprächsstoff, sie sind Anlass für Träume, man kann seinen Gedanken freien Lauf lassen.

                  Der Satz "Königsberg will Danzig als Wirtschafts und Kulturstadt überflügeln" liest sich schön, ABER es ist eben pure Utopie.

                  Königsberg ist zu weit weg vom Westen -und auch vom "Mutterland" Russland-, als dass es in absehbarer Zeit je im Wettbewerb mit Danzig bestehen könnte. Da helfen auch keine Bahnen mit westeuropäischer und russischsibirischer Spurweite. Außerdem liegt Königsberg/Kaliningrad in Putins Russland - wer möchte da schon investieren, wer möchte da schon engere Handelsbeziehungen aufnehmen? Hinzu kommt, dass das Königsberger Gebiet eine russische Exklave bildet, ein Gebilde das in dieser Form auf Dauer keinen Bestand haben wird. Es sei denn, dass Russland auch das Gebiet zwischen Königsberg und dem russischen Stammland annektiert.

                  Heute Nachmittag hielten wir uns in Danzig, Oliva und Zoppot auf. Überall Russen bzw. russische Autos. Im "kleinen Grenzverkehr" können sie visafrei in unsere Gegend einreisen. Umgekehrt können polnische Grenzgebietbewohner nach Russland fahren. Das tun sie auch. Aber nur um direkt hinter der Grenze Benzin zu tanken und es dann zurückzuschmuggeln. Kaum irgend jemand fährt nach Königsberg.

                  Das mag sich ändern. Nicht in Jahren, aber vielleicht in Jahrzehnten. Ich wünsche dem Gebiet/Oblast Königsberg gesunde wirtschaftliche Verhältnisse, dass es den Menschen dort gut geht, dass sie frei sind und ihr Leben selbstbestimmt regeln können. Ich vermute, dass diese Wünsche eher Wirklichkeit werden als der Wille "Königsberg will Danzig als Wirtschafts und Kulturstadt überflügeln".

                  Viele Grüße aus dem Werder
                  Wolfgang
                  Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                  Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                  Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                  • Malgorzata K

                    #10
                    AW: Königsberg kontra Danzig

                    Guten Abend,
                    die Revitalisierumg des Domes in Kaliningrad sollte von der Zerstoerung der Grabsteine angefangen worden sein( entschuldige fuer meine Grmmatik). Als ich letztens in Kaliningrad war, habe ich in einem Lunapark auf dem Riesenrad die Panorame angeschaut. Lunapark steht in "Luisenpark" wo auch die ehemalige Luisenkirche , heute als Puppentheater, steht. Hinter der Kirche war vor dem Krieg ein Friedhof.
                    Es gibt kein Altstadt in Kaliningrad. Alle Gebeude, die geblieben sind, sind sehr "russiziert". Eine Revitalisierung von den wenigen Gebeuden, die geblieben sind, ist moeglich. Eine Wiedergabe von Altstadt bedeuten Bau eines neues Stadtes. Aber was ist in Russland nicht moeglich...

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                    • Malgorzata K

                      #11
                      AW: Königsberg kontra Danzig

                      Eine Wiedergabe von Altstadt bedeutet Bau einer neuen Stadt. Aber was ist in Russland nicht moeglich...

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                      • Ulrich 31
                        Forum-Teilnehmer
                        • 04.11.2011
                        • 8547

                        #12
                        AW: Königsberg - ORF-Dokumentation vom 18.11.2025

                        Ich denke, dass die nachfolgend gezeigte betr. Dokumentation mit dem Titel "Stadt ohne Heimat - Von Königsberg nach Kaliningrad in 800 Jahren" am besten in dieses Forum-Thema passt, das m.E. eher ins Unterforum "Ost-/Westpreußen" gehört.

                        Hier der Link zu dieser sehr interessanten, umfangreich informierenden Dokumentation:

                        https://www.3sat.de/dokumentation/ge...ngrad-100.html.

                        Ulrich

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                        • MeinEichwalde
                          Forum-Teilnehmer
                          • 06.10.2008
                          • 545

                          #13
                          AW: Königsberg - ORF-Dokumentation vom 18.11.2025

                          In der Hoffnung, dass der Link hier auch nach Ost und Westpreussen geschoben wird, danke für den Tipp mit dem Königsberg Film. Die wichtigen Experten kommen aus Lüneburg, der Direktor des Ostpreussischen Landesmuseums, Dr. Jörn Mähnert und Tim Kunze, unser Crack für Kant seit Jahren. Auch dort angestellt. Sie sind wunderbar und der ganzen Film hochkarätig und ganz neu. Ekaterina Sidorenko als Idee und Drehbuch( lebt in Wien) . Wenn Danzig auch so ein Museum hätte oder die Westpreussen solche Personen wie Mähnert und sein Team wäre ich glücklicher. So muss man neidlos zusehen, wie die deutschen Ostpreussen florieren. Sehr zu empfehlen. Und danke für den TIPP Eure Nachkommin der niederdeutschen Siedler Delia

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