Für das Thema Danzig und die NSDAP spielt das geistige Klima bis Anfang 1933 die wichtigste Rolle - danach hatte im Endeffekt Berlin das Sagen. Hier eine Detailfrage, die unsere Ortskenner vielleicht präzise beantworten können.
Die Chronik der Zoppoter Gruppe der "Deutschen Freischar" (pfadfinderähnliche Organisation für Jungen) berichtet sinngemäß:
Am 22. Mai 1933 wurde auf dem Danziger Garnisonsfriedhof ein Herr Rennhack feierlich beigesetzt. Im Trauerzug befanden sich, extra aus Zoppot angereist, die Jungen der besagten Gruppe, die tags darauf beschloss, geschlossen zur HJ überzutreten - ein paar Tage *vor* der Wahl, bei der die NSDAP erstmals die Regierungsmehrheit gewann!
Ich vermute, dass bei der Trauerfeier die bereits vorhandenen Verbrüderungsgefühle mit der HJ verstärkt wurden, vielleicht durch Trauerredner entflammt.
Frage: Wer war dieser Rennhack, und warum wurde er über die Stadtgrenzen hinaus betrauert - mutmaßlich auch von HJ-Delegationen? Das Adressbuch nennt vier Familien dieses Namens (darunter sicher diejenige des 1937 geborenen späteren DDR-Entertainers Heinz Rennhack), mit unauffälligen Berufsangaben. Wer weiß mehr? Insbesondere über die politischen Zusammenhänge? Was ist sonst über die damalige Hitlerjugend (also vor der Wahl) in Danzig und insbesondere Zoppot bekannt? (Später wurde die HJ-Mitgliedschaft de-facto als Voraussetzung fürs Abitur erklärt, woraufhin natürlich die meisten Gymnasiasten eintraten und damit den Charakter der Gruppe völlig veränderten.)
Die Chronik der Zoppoter Gruppe der "Deutschen Freischar" (pfadfinderähnliche Organisation für Jungen) berichtet sinngemäß:
Am 22. Mai 1933 wurde auf dem Danziger Garnisonsfriedhof ein Herr Rennhack feierlich beigesetzt. Im Trauerzug befanden sich, extra aus Zoppot angereist, die Jungen der besagten Gruppe, die tags darauf beschloss, geschlossen zur HJ überzutreten - ein paar Tage *vor* der Wahl, bei der die NSDAP erstmals die Regierungsmehrheit gewann!
Ich vermute, dass bei der Trauerfeier die bereits vorhandenen Verbrüderungsgefühle mit der HJ verstärkt wurden, vielleicht durch Trauerredner entflammt.
Frage: Wer war dieser Rennhack, und warum wurde er über die Stadtgrenzen hinaus betrauert - mutmaßlich auch von HJ-Delegationen? Das Adressbuch nennt vier Familien dieses Namens (darunter sicher diejenige des 1937 geborenen späteren DDR-Entertainers Heinz Rennhack), mit unauffälligen Berufsangaben. Wer weiß mehr? Insbesondere über die politischen Zusammenhänge? Was ist sonst über die damalige Hitlerjugend (also vor der Wahl) in Danzig und insbesondere Zoppot bekannt? (Später wurde die HJ-Mitgliedschaft de-facto als Voraussetzung fürs Abitur erklärt, woraufhin natürlich die meisten Gymnasiasten eintraten und damit den Charakter der Gruppe völlig veränderten.)
Kommentar