Untergang der Wilhelm Gustloff

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  • Helga Zeidler
    Forum-Teilnehmer
    • 11.02.2008
    • 535

    #76
    AW: Untergang der WIlhelm Gustloff vor 66 Jahren

    Bei mir ist es heute vor 70 Jahren, da begann unsere Flucht aus Zoppot. Vom Untergang der Gustloff hörte ich auf dem Schiff, der Tanga, mit der wir glücklicherweise bis Swinemünde gelangten.
    Schöne Grüße
    Helga

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    • J.Langfuhr
      Forum-Teilnehmer
      • 11.02.2008
      • 145

      #77
      AW: Untergang der WIlhelm Gustloff vor 66 Jahren

      Waren es nun über 4500 U-Boot-Mannschaften und U-Boot-Spezialisten aus Danzig plus Zivilisten als menschlicher Schutzschild?
      Sind vor allem Männer gerettet worden und nicht überwiegend Frauen und Kinder?
      Sollten diese Mannschaften und Spezialisten von Kiel aus den Krieg fortsetzen und damit verlängern?
      Kamen alle vier Kapitäne mit und ohne Patent "trocken" auf den rettenden Schiffen an?
      Die viel zitierte Dokumentation gibt ja Informationen dazu.
      All das ändert nichts an der monströsen Tatsache des Sterbens Tausender!

      J. Langfuhr, der nur durch Fügung diesem Schicksal entkam.

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      • RRose
        Forum-Teilnehmer
        • 25.12.2009
        • 1381

        #78
        AW: Untergang der WIlhelm Gustloff vor 66 Jahren

        Hallo Uwe,

        ist doof, dass man seine Beiträge nachträglich nicht korrigieren kann... Ich habe die " " vergessen.... was meine Aussage damit ander rüber kommen läßt.

        Der Offizier sagte:"...die Versenkung der Gustloff entsprach geltendem Kriegsvölkerrecht".

        Es war nicht meine Meinung, dass ich die Torpedierung für gut geheißen habe!
        Herzliche Grüsse

        Christina

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        • Belcanto
          Forum-Teilnehmer
          • 24.09.2008
          • 2508

          #79
          AW: Untergang der WIlhelm Gustloff vor 66 Jahren

          Wir müssen die Umstände der Torpedierung hier nicht noch mal auffrischen. Tatsache ist aber, dass auf der Gustloff eine U-Boot Einheit stationiert war, und damit die Gustloff, den Schutzstatus als als reines Sanitäts-und Verwundetenschiff verloren hatte. Die Gustloff durfte somit torpediert werden. Das musste der Marineführung klar sein. Der Kommandant des russischen U_Boots, war ein Trinker, der unbedingt einen "Erfolg" haben musste. Das so viele Menschen auf dem Schiff waren, konnte nicht ahnen. Hinzu kam, dass die Kriegmarine keine Schiffbrüchigen aufnehmen durfte. An diesen Befehl hinten sich zum Glück nicht alle Kommandanten.Torpedoflottillenboot T36 rettete 564,Torpedoboot T-Löwe rettete 472,Minensuchboot M387/TSII rettete 98 insgesamt retttete die Kriegsmarine 1252 Menschen vor dem Ertrinken. Hätten Kapitänleutnant Robert Hering, Kapitänleutnant Paul Prüfe,Oberleutnant der Reserve Karl Bringmann nicht Zivilcourage bewiesen, wäre die Katastrophe noch größer gewesen.

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          • Bartels
            Forum-Teilnehmer
            • 25.07.2012
            • 3448

            #80
            AW: Untergang der WIlhelm Gustloff vor 66 Jahren

            Danke Belcanto,

            eine kleine Anmerkung: Die Gustloff hatte den grauen Tarnanstrich eines Kriegsschiffs. - Lazarettschiff und Verwundetentransporter war sie nur 1939/40 gewesen.

            Meine Mutter und ihre schwangere Schwägerin hätten auch auf dem Schiff sein können, aber mein Onkel hatte den Landweg empfohlen. - Er kam als (eben noch studierender) Marineangehöriger mit einem andern Schiff in den Westen.
            Beste Grüsse
            Rudolf H. Böttcher

            Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
            Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
            Familie Zoll, Bohnsack;
            Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
            Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

            http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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            • Belcanto
              Forum-Teilnehmer
              • 24.09.2008
              • 2508

              #81
              AW: Der Untergang der Wilhelm Gustloff

              Von einem Tarnanstrich ist mir nichts bekannt, wohl waren die Positionslichter ausgeschaltet und das Schiff fuhr einen Zickzackkurs. Meines Wissens sollten alle schwangere Frauen, auf ein anderes Schiff. Da meine Mutter auch schwanger war, lehnte sie das ab, damit die Familie nicht auseinandergerissen wurde. Wir kehrten deshalb um, Fügung?

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              • ada.gleisner
                Forum-Teilnehmer
                • 17.02.2008
                • 882

                #82
                AW: Untergang der Wilhelm Gustloff

                Ja, Belcanto : Fügung oder Schicksal ? Meine Familie ist im Schnee auf dem Stolzenberg stecken geblieben, so kamen wir nicht mit der Gustloff mit. Wir erreichten noch einen der letzten Züge vom Danziger Hauptbahnhof, der 1 Woche bis Pasewalk brauchte Aber das habe ich an anderer Stelle schon erzählt, Liebe Grüße von Ada
                Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

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                • Belcanto
                  Forum-Teilnehmer
                  • 24.09.2008
                  • 2508

                  #83
                  AW: Der Untergang der Wilhelm Gustloff

                  Hallo ada, wenn ich das lese, läuft es mir immer noch kalt den Puckel herunter. Und das wird so bleiben, bis ich nicht mehr bin. Einen schönen Tag wünsche ich.

                  Kommentar

                  • Gerhard Jeske
                    Forum-Teilnehmer
                    • 24.08.2014
                    • 737

                    #84
                    AW: Untergang der Wilhelm Gustloff

                    20Frohsinn 1 #69 Gerhard Jeske
                    Forum Mitglieder beklagen, dass die Presse kaum oder nicht über den Untergang der Wilhekm Güstloff mit den tausenden Flüchtlingen berichtete. Das fällt auf, weil jahrelang eine antisowjetische Hetze wegen der Torpedierung der Gustloff in der BRD Presse und den TV Sendern betrieben wurde. Als die grüßte Katstrophe wurde diese Versenkung hochstilisiert. Dabei gab es vorher und nachher größere Verluste der Zivielbevölgerung durch englischen und amerikanischen Bomberangriffe, Der Angriff auf Swinemünde, hatte ungefähr fünfundzwanzig tausend Tote zur Folge. wie er durchgeführt wurde, war ein " Massenmord" an der Zivielbevölkerung. Danziger waren auch unter den Opfern. Ist die Fixierung auf die Güstloff eventuell ein Ablenkungsmanöver, um unsere so "geliebten Befreier" im Westen aus der Schußlinie zu nehmen?
                    Auszug aus WikipediA:Luftangriff auf Swinemünde
                    Der Luftangriff auf Swinemünde fand am 12. März 1945, wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges statt. Der Angriff, der die Infrastruktur der Stadt zerstören sollte, begann kurz nach 12 Uhr und dauerte etwa eine Stunde. Er wurde von 661 schweren, viermotorigen Bombern ("Fliegenden Festungen" B-17 und B-24 "Liberators") und 412 Begleitjägern ausgeführt. Es gab so gut wie keine Gegenwehr. Die Bomber warfen aus großer Höhe 1609 Tonnen Bomben ab, zumeist Spreng- und Splitterbomben.Nach unterschiedlichen Schätzungen kamen hierbei in der von Flüchtlingen und Einwohnern völlig überfüllten Stadt zwischen 8.000 und 23.000 Menschen ums Leben. Genaue Angaben sind schwierig, da die Mehrheit der in der Stadt Anwesenden nicht registriert, sondern praktisch nur auf der „Durchreise“ war und die Verwaltung der Stadt durch die Massen an Flüchtlingen an diesem letzten relativ sicheren Fluchtweg aus den Kesseln in Pommern und Westpreußen (Oxhöfter Kämpe, Hela, Danzig, Köslin und Kolberg) überfordert war. Gleichzeitig war der Hafen Swinemünde das Ziel der Verwundeten- und Flüchtlingstransporte im Anschluss an das Unternehmen Hannibal.
                    So konnten viele Tote nicht mehr identifiziert werden, weil sie von den Sprengbomben zerfetzt worden waren. Augenzeugen berichten, dass selbst in den Bäumen brennende Leichenteile hingen. Insbesondere im Bahnhofsbereich gab es sehr viele Tote, da sich hier Lazarett- und Flüchtlingszüge stauten. Große Teile der Stadt gerieten bei dem Angriff in Brand. Der Bereich des Kurparkes, wo Tausende von Flüchtlingen unter den Bäumen Schutz gesucht hatten, wurde mit Splitterbombenteppichen eingedeckt, hinzu kamen so genannte „Baumkrepierer“, die bei der Berührung mit den Ästen detonierten. Hier wurden die meisten Toten gefunden. Bei dem Angriff versenkten Tiefflieger auch eine Reihe von Schiffen, die zum Flüchtlingstransport aus dem Samland-Kessel und aus Ostpreußen eingesetzt waren. Namentlich die Flüchtlingsschiffe Jasmund, Hilde, Ravensburg, Heiligenhafen, Tolina, Cordillera und Andros wurden versenkt. Allein mit der Andros gingen im Hafen von Swinemünde 570 Menschen unter, überwiegend Frauen und Kinder.
                    So meldete am 13. März 1945 der Befehlshaber der Ordnungspolizei (BdO) Stettin:
                    „[…] 2000 bis 3000 Sprengbomben auf Stadtmitte, Hafengebiet und Stadtteil Ostswine. […] Insgesamt 7 Schiffe total, 6 leicht. 1 Fährschiff gesunken, 1 beschädigt und nicht mehr einsatzfähig. Befehlsstelle der örtl. LS-Leitung schwer. Strom- Wasser- und Fernsprechleitungen ausgefallen. 4 Groß- 10 Mittel- und 40 Kleinbrände. 3 Kraftspritzen total, 1 LF [Löschfahrzeug] 25, 1 mech. Leiter, 1 LKW schwer, 2 Fahrzeuge leicht. Personenverluste bisher: 1500 Gefallene, davon 1000 auf Dampfer ‚Andros‘, 2000 Verwundete.[1]“
                    Die Mehrzahl der geborgenen Toten wurde auf dem nahen Golm bei Kamminke in Massengräbern begraben. Der Golm ist mit 69 Metern die höchste Erhebung auf der Insel Usedom. Swinemünde selbst liegt so tief, dass die Anlage von Massengräbern sich wegen des hohen Grundwasserspiegels verbot. Die 8. US-Luftflotte verzeichnete den Angriff in ihren Annalen als „Angriff auf Rangierbahnhöfe“. Infolge der neuen Grenzziehung (Swinemünde gehört seit 1945 zu Polen und heißt seitdem Świnoujście) ist bis heute der Luftangriff nicht ins öffentliche Bewusstsein vorgedrungen. Am 12. März eines jeden Jahres finden in der Gedenkstätte auf dem Golm Gedenkveranstaltungen für die Opfer dieses Angriffs statt. Der Historiker Jörg Friedrich nennt ihn „Das Massaker von Swinemünde“.

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                    • Helga Zeidler
                      Forum-Teilnehmer
                      • 11.02.2008
                      • 535

                      #85
                      AW: Untergang der Wilhelm Gustloff

                      Dieser Bericht weckt auch meine Erinnerungen. Ich weiß zwar nicht, wo wir am 12. März 45 waren, am 13. aber (meinem 9. Geburtstag) waren wir in Warnemünde. In Swinemünde hatten die Soldaten, die sich auf unserem Schiff (der Tanga ) befanden, das Schiff verlassen und aus Erzählungen meiner Eltern weiß ich, dass sie auch meiner Mutter geraten hatten, auszusteigen. Sie glaubten nicht, dass die ziemlich angeschlagene Tanga noch bis Warnemünde käme. Zum Glück ließ sich meine Mutter nicht darauf ein und wir kamen heil bis Warnemünde, dem 1. Ziel unserer Flucht. Swinemünde hätten wir vielleicht auch nicht überlebt.
                      Schöne Grüße
                      Helga

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                      • Bartels
                        Forum-Teilnehmer
                        • 25.07.2012
                        • 3448

                        #86
                        AW: Untergang der Wilhelm Gustloff

                        Hallo Helga,

                        die TANGA hatte noch eine längere Geschichte. - Leider weiss ich noch nicht, wie ähnlich sie der TSINGTAU war - von der habe ich ich Fotos, denn sie entstammte der Schiffbauschmiede meines Hamburger Grossvaters.

                        wikipedia: Tanga (1937)
                        Beste Grüsse
                        Rudolf H. Böttcher

                        Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                        Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                        Familie Zoll, Bohnsack;
                        Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                        Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                        http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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                        • Helga Zeidler
                          Forum-Teilnehmer
                          • 11.02.2008
                          • 535

                          #87
                          AW: Untergang der Wilhelm Gustloff

                          Hallo, Rudolf, auch von der Tanga gibt es Fotos. Ich habe schon früher mal danach gesucht und etwas gefunden. Müsste jetzt aber erst in meinen Unterlagen nachsehen.
                          Schöne Grüße
                          Helga

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                          • Witz5
                            Forum-Teilnehmer
                            • 17.04.2012
                            • 188

                            #88
                            AW: Untergang der WIlhelm Gustloff vor 66 Jahren

                            Hallo,
                            an dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, um
                            Hildegard Dahms, geborene Lattemann (* am 13.10.1919) und ihrer Tochter Renate sowie ihrer Schwester Käthe Spohr, geborene Lattemann zu gedenken, die auf der "Wilhelm Gustloff" bzw. bei dessen Untergang so grauenvoll ums Leben kamen.

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                            • Martina41
                              Forum-Teilnehmer
                              • 18.02.2011
                              • 14

                              #89
                              AW: Untergang der Wilhelm Gustloff

                              Auch wir hatten Glück und sind nicht mit der Gustloff gefahren, obwohl mein Mutter als Rotekreuzschwester die heißbegehrten Karten hatte. Mein Großvater hat sich geweigert!

                              Grüße aus Oberbayern

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                              • Ulrich 31
                                Forum-Teilnehmer
                                • 04.11.2011
                                • 8562

                                #90
                                AW: Untergang der Wilhelm Gustloff

                                Gedenkfeier an die Opfer von „Wilhelm Gustloff“, „Steuben“ und „Goya“ am 16. April 2016 in Gdingen:

                                http://www.polen.diplo.de/Vertretung...loff-2016.html .

                                Kommentar

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