AW: Neubausiedlung "Wolne Miasto" in Schidlitz
[FONT=Arial, sans-serif]
Waldschrat schreibt:
[FONT=calibri].... "heutiger" Danziger Kultur ganz zu schweigen. .... denn ich behaupte, dass es diese "heutige" nicht gibt. Jedenfalls nicht wie man sich das so vorstellt, sondern eher als Geldmaschine.....[/FONT]
Dies spiegelt meine Erfahrung wieder. Ich beschloss vor einigen Jahren, wegen einer Dame und begeistert vom Danziger Kulturleben, mit etwas Geld in der Tasche spontan ein, zwei Jahre in Danzig zu verbringen.
Wie naiv bin ich gewesen! Ich brach nach einem reichlichen halben Jahr ab. Und dies nicht, weil ich Schwierigkeiten hatte, sondern weil die Stadt öde wurde.
Ich kam im Frühjahr, schon gegen Ende des Sommers dämmerte mir, dass vieles nur Theater für die Gäste ist. Die "Events" wiederholten sich. Die Akteure blieben weitgehend die selben, nur das touristische Publikum wechselte. Spätestens ab Ende September viel mir die Decke auf den Kopf. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Irgendwann hatte ich wirklich alle Ziele im näheren Umfeld erkundet. Und jede Veranstaltung die sich bot miterlebt. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ich habe schon längere Zeiträume in Prag, Amsterdam, Hamburg, Riga, Kopenhagen verbracht. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Im Normalfall entwickelt sich nach einem Monat (zumindest bei mir, jetzt Mitte 30) eine Art normales Leben. Man lernt Einheimische kennen, bekommt einen Job in der Gastronomie angeboten, lernt das kulturelle Leben abseits touristischer Pfade kennen, integriert sich.
[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Nicht so in Polen. Bis die Leute in meiner Wohngemeinschaft lernte ich Einheimische nur oberflächlich und für kurze Zeit kennen. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ein echtes Kneipenleben gibt es nicht. Rockkonzerte, politische Veranstaltungen, kulturelle Vereine – sehr spärlich. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]
Einheimische Mädchen kennenlernen? Fehlanzeige! In Danzig sind bei Männern die klassischen Werte gefragt. Männlichkeit und Geld. Und die muss er kräftig präsentieren und herzeigen. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]
Ich muss ehrlich sagen, es gibt noch nicht mal eine Partyszene in der Stadt. Nur üble Remmi-Demmi Schuppen wo die Charts und kommerzieller Technokram gespielt werden. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]
Alternatives Leben wie in Berlin oder Kopenhagen? Gibts einfach GAR NICHT! [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Integrative Bemühungen der Einheimischen?
Gemeinsame Lebenskonzepte? Möglichkeiten für Ausländer sich an gesellschaftlichem Leben zu beteiligen, ihre kreative Kraft, Bildung und Leistungsfähigkeit einzubringen? NIX! [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ein schwul- lesbisches Leben? Schwarze? Öko- bewegte? Punker? Alternative? HAB ICH NICHT GESEHEN. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]
Eine vielfältige Gastronomie mit vegetarischen oder veganen Restaurants? NÖ! [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Indische, asiatische, italienische, spanische, deutsche, japanische, französische Küche? Spezialitätenrestaurants? NEIN! [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ab Mitte September wusste nicht was ich noch machen sollte? Wieder zum Krantor gehen? Nochmal die Kirchen besichtigen? Ein Kunstspektakel polnischer Studenten besuchen, welches für zahlende ausländische Touristen inszeniert wird? [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ich habe Freunde auf Hel. Die habe ich dann regelmäßig besucht. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ich war diesen Sommer wieder mal in Danzig, hatte den Eindruck das Angebot an Restaurants ist etwas vielfältiger. Der Rest schien mir unverändert. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Was ist denn nun das „Danziger Kulturleben“? Ich bitte um konkrete Beispiele!?![/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]
Aber im Gegensatz zu mach anderem hier habe ich die Stadt wirklich auf allen Ebenen als sehr preiswert erlebt. Und sprachlich bin ich mit Englisch überall bestens durchgekommen. Ich spreche und verstehe schon ein wenig polnisch. Aber dennoch sprach ich fast nur englisch, weil polnisch unnötig war. Auch im Bereich Kiminalität habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht. [/FONT]
Die Stadt ist genial, keine Frage. Aber auf Dauer? Naja...Nein!
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Waldschrat schreibt:
[FONT=calibri].... "heutiger" Danziger Kultur ganz zu schweigen. .... denn ich behaupte, dass es diese "heutige" nicht gibt. Jedenfalls nicht wie man sich das so vorstellt, sondern eher als Geldmaschine.....[/FONT]
Dies spiegelt meine Erfahrung wieder. Ich beschloss vor einigen Jahren, wegen einer Dame und begeistert vom Danziger Kulturleben, mit etwas Geld in der Tasche spontan ein, zwei Jahre in Danzig zu verbringen.
Wie naiv bin ich gewesen! Ich brach nach einem reichlichen halben Jahr ab. Und dies nicht, weil ich Schwierigkeiten hatte, sondern weil die Stadt öde wurde.
Ich kam im Frühjahr, schon gegen Ende des Sommers dämmerte mir, dass vieles nur Theater für die Gäste ist. Die "Events" wiederholten sich. Die Akteure blieben weitgehend die selben, nur das touristische Publikum wechselte. Spätestens ab Ende September viel mir die Decke auf den Kopf. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Irgendwann hatte ich wirklich alle Ziele im näheren Umfeld erkundet. Und jede Veranstaltung die sich bot miterlebt. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ich habe schon längere Zeiträume in Prag, Amsterdam, Hamburg, Riga, Kopenhagen verbracht. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Im Normalfall entwickelt sich nach einem Monat (zumindest bei mir, jetzt Mitte 30) eine Art normales Leben. Man lernt Einheimische kennen, bekommt einen Job in der Gastronomie angeboten, lernt das kulturelle Leben abseits touristischer Pfade kennen, integriert sich.
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[FONT=Arial, sans-serif]Nicht so in Polen. Bis die Leute in meiner Wohngemeinschaft lernte ich Einheimische nur oberflächlich und für kurze Zeit kennen. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ein echtes Kneipenleben gibt es nicht. Rockkonzerte, politische Veranstaltungen, kulturelle Vereine – sehr spärlich. [/FONT]
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Einheimische Mädchen kennenlernen? Fehlanzeige! In Danzig sind bei Männern die klassischen Werte gefragt. Männlichkeit und Geld. Und die muss er kräftig präsentieren und herzeigen. [/FONT]
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Ich muss ehrlich sagen, es gibt noch nicht mal eine Partyszene in der Stadt. Nur üble Remmi-Demmi Schuppen wo die Charts und kommerzieller Technokram gespielt werden. [/FONT]
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Alternatives Leben wie in Berlin oder Kopenhagen? Gibts einfach GAR NICHT! [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Integrative Bemühungen der Einheimischen?
Gemeinsame Lebenskonzepte? Möglichkeiten für Ausländer sich an gesellschaftlichem Leben zu beteiligen, ihre kreative Kraft, Bildung und Leistungsfähigkeit einzubringen? NIX! [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ein schwul- lesbisches Leben? Schwarze? Öko- bewegte? Punker? Alternative? HAB ICH NICHT GESEHEN. [/FONT]
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Eine vielfältige Gastronomie mit vegetarischen oder veganen Restaurants? NÖ! [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Indische, asiatische, italienische, spanische, deutsche, japanische, französische Küche? Spezialitätenrestaurants? NEIN! [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ab Mitte September wusste nicht was ich noch machen sollte? Wieder zum Krantor gehen? Nochmal die Kirchen besichtigen? Ein Kunstspektakel polnischer Studenten besuchen, welches für zahlende ausländische Touristen inszeniert wird? [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ich habe Freunde auf Hel. Die habe ich dann regelmäßig besucht. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ich war diesen Sommer wieder mal in Danzig, hatte den Eindruck das Angebot an Restaurants ist etwas vielfältiger. Der Rest schien mir unverändert. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Was ist denn nun das „Danziger Kulturleben“? Ich bitte um konkrete Beispiele!?![/FONT]
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Aber im Gegensatz zu mach anderem hier habe ich die Stadt wirklich auf allen Ebenen als sehr preiswert erlebt. Und sprachlich bin ich mit Englisch überall bestens durchgekommen. Ich spreche und verstehe schon ein wenig polnisch. Aber dennoch sprach ich fast nur englisch, weil polnisch unnötig war. Auch im Bereich Kiminalität habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht. [/FONT]
Die Stadt ist genial, keine Frage. Aber auf Dauer? Naja...Nein!
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