Ueberlandzentrale "Pomorze"

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles l
neue Beitr
  • Uwe
    Forum-Teilnehmer
    • 10.08.2008
    • 1962

    #1

    Ueberlandzentrale "Pomorze"

    Weiß jemand wie es mit dem E-Werken nach dem Versailler Vertrag war? Die Eisenbahn wurde der polnischen Bahn zugeordnet, war es auch so mit den Elektrizitätswerken und der Stromversorgung? Frage mich das, weil ich den gewählten Namen "Pomorze" ungewöhnlich finde, also den polnischen Namen für Pommern. Im deutschen Sprachgebiet unterscheidet sich das Gebiet Pommern von dem im polnischen benannten "Pomorze" von der Lage und Ausdehnung. Ueberlandzentrale Westpreußen würde ich da schon eher verstehen. Kann jemand Sagen wer sich hinter dem E-Werk verborgen hat?

    Herzliche Grüße

    Uwe
    Zuletzt ge
    Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

    Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig
  • Ulrich 31
    Forum-Teilnehmer
    • 04.11.2011
    • 8562

    #2
    AW: Ueberlandzentrale "Pomorze"

    Hallo Uwe,

    dies ist aus dem Danziger E-Werk auf der Bleihofinsel (http://de.wikipedia.org/wiki/O%C5%82owianka) nach 1996 geworden: http://de.wikipedia.org/wiki/Baltisc...monie_(Danzig). Wem es von 1920 bis 1939 (Freie Stadt Danzig) unterstand, weiß ich im Moment nicht. Werde der Sache aber nachgehen. Meine Vermutung: nicht Polen.

    Gruß Ulrich

    Kommentar

    • Wolfgang
      Forumbetreiber
      • 10.02.2008
      • 11623

      #3
      AW: Ueberlandzentrale "Pomorze"

      Schönen guten Morgen,

      es gab die Städtischen E-Werke, es gab E-Werke der Straßenbahn, die anfangs auch Neufahrwasser versorgten und dann auch in städtischen Betrieb übergingen und es gab ein E-Werk, das dem Kreis Danziger Höhe gehörte. Nach meinem Wissen war die gesamte elektrische Versorgung für die Bevölkerung und für öffentliche Einrichtungen des Staates auch in öffentlicher Hand.

      Aber solange der Name dieser "Pomorze"-Einrichtung nicht bekannt ist -es gibt jede Menge Firmen mit "Pomorze" im Namen- und auch nicht feststeht, wo diese ihren Sitz hatte und wann sie existierte, ist es kaum möglich, etwas dazu sagen. Möglicherweise wurden jedoch auf Freistaatgebiet die Bahn, evtl. auch andere polnische Einrichtungen (z.B. Hafen) mit polnischem Strom versorgt.

      Viele Grüße aus dem Werder
      Wolfgang
      Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
      Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
      Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

      Kommentar

      • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
        Forum-Teilnehmer
        • 10.02.2008
        • 5206

        #4
        AW: Ueberlandzentrale "Pomorze"

        Hallo
        und hier ein altes Photo vom E-Werk
        Viele Grüße
        Hans-Jörg
        Angeh

        Kommentar

        • Wolfgang
          Forumbetreiber
          • 10.02.2008
          • 11623

          #5
          AW: Ueberlandzentrale "Pomorze"

          Schönen guten Nachmittag,
          hallo Hans-Jörg,

          auf dem Bild ist keine "Überlandzentrale Pomorze" zu sehen, sondern das ganz normale STÄDTISCHE E-Werk. Sowohl Elektrizitäts- als auch Wasser- und Gasversorgung waren nicht Bestandteil des Vertrages von Versailles oder nachfolgender Bestimmungen.

          Viele Grüße aus dem Werder
          Wolfgang
          Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
          Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
          Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

          Kommentar

          • Uwe
            Forum-Teilnehmer
            • 10.08.2008
            • 1962

            #6
            AW: Ueberlandzentrale "Pomorze"

            Hallo Wolfgang,

            das wäre eventuell eine Möglichkeit das die "Ueberlandzentrale Pomorze" für polnische Einrichtungen Strom geliefert hat. Gebe auch von daher Sinn, der Strom wurde wenn aus Polen "transportiert", also dem Gebiet was in polnisch "Pomorze=Pommern" heißt. Die Aufzeichnung von Hans-Jörg über die Autos, wo eines der Ueberlandzentrale gehörte waren übrigens aus dem Jahre 1930.

            Herzliche Grüße

            Uwe
            Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

            Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

            Kommentar

            • Ulrich 31
              Forum-Teilnehmer
              • 04.11.2011
              • 8562

              #7
              AW: Ueberlandzentrale "Pomorze"

              Hallo Hans-Jörg,

              danke für das alte Photo vom E-Werk auf der Bleihofinsel. Von der Langen Brücke aus kann man jetzt vergleichend die Umwandlung in die heutige Baltische Philharmonie betrachten. Rechts daneben der ehemalige Königsspeicher, heute das Hotel "Krolewski" (http://hotelkrolewski.pl/index.php?l...151a221b0997dd, siehe dort Fotogalerie: schöner Vergleich von heute).

              Viele Grüße und ein gutes Wochenende,
              Ulrich

              Kommentar

              • Ulrich 31
                Forum-Teilnehmer
                • 04.11.2011
                • 8562

                #8
                AW: Ueberlandzentrale "Pomorze"

                Nachtrag:

                Interessant zu lesen ist besonders der Teil "Geschichte" in der Homepage vom Hotel "Krolewski". Dort wird nicht nur über die Bleihofinsel und den "Königlichen Speicher", sondern auch über das E-Werk berichtet. Anklicken lohnt!

                Kommentar

                • sinus
                  Forum-Teilnehmer
                  • 07.05.2008
                  • 333

                  #9
                  AW: Ueberlandzentrale "Pomorze"

                  Hallo,

                  vielleicht bringt der anliegende Artikel aus der Danziger Zeitung vom 19.07.1920 (Abendausgabe) Seite 2 etwas Erkenntnisgewinn zum Thema. Interessant war für mich, dass auch damals schon Diskussionen über die Strompreise unterschiedlicher Anbieter geführt wurden und der Wasserkraft-Strom aus Straschin-Prangschin billiger war als der Kohlestrom des städtischen E-Werks in Danzig.

                  Herzliche Grüße aus Mecklenburg
                  sinus
                  Angeh

                  Kommentar

                  • lemusz71
                    Forum-Teilnehmer
                    • 13.02.2010
                    • 85

                    #10
                    AW: Ueberlandzentrale "Pomorze"

                    Hallo! Ich suche nach irgendwelchen Askünfte über alte Letzkau...

                    Kommentar

                    • Bartels
                      Forum-Teilnehmer
                      • 25.07.2012
                      • 3448

                      #11
                      AW: Ueberlandzentrale "Pomorze"

                      Schönen guten Abend,

                      meine Folgerung:
                      Die Ueberlandzentrale "Pomorze" war eine polnische Gesellschaft mit Sitz in Danzig (da eine GmbH). Der Strom kam "überland" aus dem Korridor, aus Stocksmühle.

                      Die Nazis machten aus "Pomorze" natürlich Westpreussen.

                      1942 hiess die GmbH, kurz: Überlandzentrale Stocksmühle, lang:

                      Überlandzentrale Westpreußen Kraftwerk Stocksmühle-Pelplin GmbH Danzig

                      Sitz war die Große Mühle in Danzig - (ob da auch noch eine Turbine in der Radaune arbeitete?)

                      NB: In Raikau bei Pelplin sollen in einigen Jahren zwei Kohleblöcke 2000 MW Strom erzeugen. Windstrom wird in der Ecke wohl auch erzeugt.
                      Beste Grüsse
                      Rudolf H. Böttcher

                      Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                      Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                      Familie Zoll, Bohnsack;
                      Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                      Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                      http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

                      Kommentar

                      • Uwe
                        Forum-Teilnehmer
                        • 10.08.2008
                        • 1962

                        #12
                        AW: Ueberlandzentrale "Pomorze"

                        Hallo Rudolf,

                        das ergibt alles Sinn. Dann lag ich mit meiner Vermutung ja nicht so verkehrt. Danke für Deine Recherche.

                        Herzliche Grüße

                        Uwe
                        Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

                        Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

                        Kommentar

                        • Bartels
                          Forum-Teilnehmer
                          • 25.07.2012
                          • 3448

                          #13
                          AW: Ueberlandzentrale "Pomorze"

                          Hallo Uwe,

                          bitte sehr - die Frage ist ob der Stadtwerke-Strom überhaupt für alle Danziger Verbraucher inkl. Strassenbahn und Industrie gereicht hat. - Die Eisenbahn fuhr noch nicht elektrisch.
                          Beste Grüsse
                          Rudolf H. Böttcher

                          Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                          Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                          Familie Zoll, Bohnsack;
                          Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                          Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                          http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

                          Kommentar

                          • Uwe
                            Forum-Teilnehmer
                            • 10.08.2008
                            • 1962

                            #14
                            AW: Ueberlandzentrale "Pomorze"

                            Hallo Rudolf,

                            es gab ja noch das E-Werk in Danzig welches mit Kohle betrieben wurde. Ich denke beides hat dann gereicht.

                            Herzliche Grüße

                            Uwe
                            Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

                            Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

                            Kommentar

                            • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
                              Forum-Teilnehmer
                              • 10.02.2008
                              • 5206

                              #15
                              AW: Ueberlandzentrale "Pomorze"

                              Hallo Uwe
                              So ganz langsam kommen wir wohl mit vereinter Hilfe der Lösung näher.....
                              Viele Grüße
                              Hans-Jörg

                              Kommentar

                              L