Danzig und die NSDAP

Einklappen
Dieses Thema ist geschlossen.
X
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles l
neue Beitr
  • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 5206

    #46
    AW: Danzig und die NSDAP

    Hallo
    Nur so " .... Hinterher ist man halt schlauer!!!!
    Das sagt doch Vieles !
    Und zu bedenken ist die heutige Informationsmöglichkeit !
    Viele Grüße
    Hans-Jörg

    Kommentar

    • Wolfgang
      Forumbetreiber
      • 10.02.2008
      • 11623

      #47
      AW: Danzig und die NSDAP

      Schönen guten Nachmittag,

      ich habe mich in diesem Thema bisher nicht beteiligt und ich ziehe es auch künftig vor, mich in ähnlichen "Diskussionen" nicht zu beteiligen. Diese "Diskussion" hier stellt zwar das tatsächliche Geschehen nicht in allen Punkten auf den Kopf, aber es werden mitunter auf haarsträubende Art unbestreitbare Fakten ignoriert, umgedreht oder geleugnet.

      Wer dies tut, provoziert. Ob wissentlich oder unwissentlich ist dabei unerheblich. Für Provokationen steht unser Forum jedoch nicht zur Verfügung. Es ist zudem schlichtweg unmöglich, auf alle kruden Gedankengänge oder Behauptungen einzugehen, vor allem auch, weil sich selbst dann keine weiterbringende Diskussion ergäbe.

      War die NSDAP nicht in Danzig -wie auch im "Reich"- die Partei einer von breiten Volksmassen getragenen, gewünschten, gewählten und bejubelten Diktatur? Natürlich hat es auch Gegner gegeben, zumeist eingeschüchtert, bedroht, unterdrückt, misshandelt, inhaftiert oder auch ermordet. Aber hat nicht die Mehrheit der damals Erwachsenen das gesehen oder hätte das sehen können, hat sie das nicht stillschweigend oder sich abdrehend geduldet oder aus Angst den Kopf in den Sand gesteckt? Ist fehlende Zivilcourage oder Mut ein Grund für eine umfassende Entschuldigung und Generalamnestie? Wie viele haben das damalige System aktiv unterstützt, also mitgemacht? Niemand, wie heute manchmal der Eindruck entsteht? Hat es nicht alleine in Stutthof in den sechs Jahren Internierungs-/Konzentrationslager über 2.000 Männer und Frauen Wachpersonal gegeben?

      Und heute wollen alle oder zumindest fast alle Opfer gewesen sein? Pardon, das passt irgendwie nicht zusammen.

      "Diskussionen" wie diese sprengen den Rahmen und die Möglichkeiten unseres Forums. Ich werde deswegen zwar nicht sofort, aber doch demnächst dieses Thema schließen.

      Wolfgang Naujocks
      -Admin des Forums-
      Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
      Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
      Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

      Kommentar

      • vklatt
        Forum-Teilnehmer
        • 28.03.2009
        • 1521

        #48
        AW: Danzig und die NSDAP

        Ja, Uwe, als die DDR moralisch und wirtschaftlich am Ende war,
        gingen wie durch Zauberhand die Grenzen auf. War das durch
        friedlichen Widerstand oder war es eine friedliche Übernahme
        des Westens durch den Osten? Ich zweifle da immer noch.

        Wer regiert jetzt wen?

        Davon ganz abgesehen, ich finde es auch schön, daß wir uns jetzt
        alle frei bewegen und überall hinreisen können, wie zum Bsp. nach
        Danzig und dort neue, auch polnische Freunde finden können.

        Viele Grüße
        Vera
        Was ist ein wahres Geheimnis?
        Etwas, das für jeden offen da liegt-
        und der eine erkennt es, der andere jedoch nicht.

        Lao-tse

        Kommentar

        • Uwe
          Forum-Teilnehmer
          • 10.08.2008
          • 1962

          #49
          AW: Danzig und die NSDAP

          Hallo Vera,

          habe dir eine PN geschrieben, weil das ja nichts mit dem eigentlichen Thema hier zu tun hat.


          Herzliche Grüße

          Uwe
          Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

          Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

          Kommentar

          • Ulrich 31
            Forum-Teilnehmer
            • 04.11.2011
            • 8559

            #50
            AW: Danzig und die NSDAP

            Guten Abend Wolfgang,

            lass mich bitte, bevor Du dieses Thema schließt, das ich nur indirekt gestartet habe (siehe #1), noch dies zusammenfassend mitteilen.

            Der Vergleich der Wahlergebnisse nach gonschior.de zu den Reichstagswahlen 1919-1933 im Deutschen Reich [DR] (siehe http://www.gonschior.de/weimar/Deuts...sicht_RTW.html) und zu den Volkstagswahlen 1919-1935 in der Freien Stadt Danzig [FSD] (siehe http://www.gonschior.de/weimar/Danzi...icht_LTW.html; vgl. #21) zeigt folgende Zahlen:

            1930 DR > Wahlbeteiligung 81,95 % > NSDAP 18,33 %
            FSD > 89,07 % > 16,40 %

            1932 I DR > 84,06 % > 37,36 %
            1932 II DR > 80,59 % > 33,09 %

            1933 DR > 88,74 % > 43,91 %
            FSD > 92,09 % > 50,12 %

            1935 FSD > 99,5 % > 59,31 %

            Aus diesem Vergleich geht somit hervor, dass im jeweils selben Jahr bei stets höherer Wahlbeteilung in der Freien Stadt Danzig als im Deutschen Reich der Stimmenanteil für die NSDAP in der Freien Stadt Danzig zur gleichen Zeit ebenfalls höher war als im Deutschen Reich.

            Für mich steht deshalb abschließend fest: Die Deutschen in der Freien Stadt Danzig waren in politischer Hinsicht keine besseren Menschen als die Deutschen im Deutschen Reich. Die Deutschen in der Freien Stadt Danzig wollten in ihrer Mehrheit nicht ihre Sonderstellung durch den Versailler Vertrag. Sie bekannten sich in ihrer Mehrheit vielmehr zum Deutschen Reich und zu den dortigen politischen Veränderungen (NSDAP), stärker sogar als die Deutschen im Deutschen Reich (siehe obige Wahlergebnisse). Das zeigte sich schließlich eindeutig im Verhalten dieser Mehrheit nach Ausbruch des 2. Weltkriegs (siehe Jubelempfang von Hitler).
            Nach diesem verheerenden Krieg bis heute noch Sonderrechte für die ehemaligen deutschen Bürger der Freien Stadt Danzig beanspruchen zu wollen, halte ich nach diesen Fakten für unredlich.

            Ich würde es begrüßen, Wolfgang, wenn Du nun dieses Thema schließen würdest.

            Viele Grüße
            Ulrich

            Kommentar

            • stefanstefan
              Forum-Teilnehmer
              • 01.08.2009
              • 183

              #51
              AW: Danzig und die NSDAP

              Zum Abschluß eine sehr sehenswerte ZDF Doku. Ich hab's schon bis zur Schleswig Holstein "vorgespult"



              Hier die restlichen Teile

              1. http://www.youtube.com/watch?v=gn7z5...hannel&list=UL

              2. http://www.youtube.com/watch?v=aWGvI...hannel&list=UL

              4. http://www.youtube.com/watch?v=msXW5aYGNgs&feature=plcp

              5. http://www.youtube.com/watch?v=qalN-...hannel&list=UL

              Kommentar

              • Poguttke
                • 20.05.2008
                • 523

                #52
                AW: Danzig und die NSDAP

                Fakt ist, daß auch 61% die Verfassung, das Völkerrecht und den Versailler Vertrag achten müssen. Auch 61% haben nicht das Recht einen Staat außer Kraft zu setzen oder ihn zu vernichten. Die Mehrheit in einer Demokratie inne zu haben bedeutet lediglich den Staat zum Wohle des Volkes zu führen.

                Kommentar

                • Wolfgang
                  Forumbetreiber
                  • 10.02.2008
                  • 11623

                  #53
                  AW: Danzig und die NSDAP

                  Fakt ist, dass ich dieses Thema nun schließe.

                  Poguttke/Gero, Du hast Dein eigenes Forum bei Yahoogroups in dem Du Deine Thesen vertreten kannst. Forum .danzig.de steht Dir dafür nicht zur Verfügung. Wir leben HEUTE, nicht gestern, nicht vorgestern.

                  Wolfgang Naujocks
                  -Forum-Admin-
                  Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                  Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                  Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                  Kommentar

                  L