Freizügigkeit

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  • Peter von Groddeck
    Forum-Teilnehmer
    • 11.02.2008
    • 1517

    #1

    Freizügigkeit

    Liebe Forumer,
    den heutigen 1. Mai betrachte ich als Glückstag für die EU, für das Verhältnis Polen - Deutschland und damit auch für Danzig. Die Freizügigkeit ist in meinen Augen etwas Normales. Leider gibt es bei uns überwiegend Bedenkenträger. Das war schon damals, als Spanien und Portugal in die EU kamen. Alle redeten von der Überschwemmung des deutschen Arbeitsmarktes mit Spaniern und Portugiesen. Nur wenige sind gekommen. Das wird mit Osteuropa nicht anders sein. Man sollte auch das Positive sehen. Deutsche können nun ohne Hemmnisse in Polen und auch in Danzig Grundstücke oder Häuser kaufen und dort wohnen.
    Gruß Peter
    Tue recht und scheue niemand.
  • asgaard
    Forum-Teilnehmer
    • 06.05.2010
    • 345

    #2
    AW: Freizügigkeit

    Hallo,
    einen schönen Sonntag,

    ja, dem kann ich nur zustimmen, schade dass es nicht schon viel früher dazu gekommen ist.

    Grüße von Wolfgang
    http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/40_Nickelswalde/03_Photos_Pohl/01_Photos_Pohl.htm

    Du kannst dir nicht aussuchen was im Leben passiert, aber du kannst dir aussuchen wie du damit umgehst.

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    • Poguttke
      • 20.05.2008
      • 523

      #3
      AW: Freizügigkeit

      Freizügigkeit ist auch für mich eine schöne Sache, ich bin ja viel gereist in meinem Leben, allerdings niemals in kommunistische Länder, sondern immer nur in der westlichen Welt und in Asien. Momentan halte ich mich zum erstenmal in Ethiopien auf, was man als "Afrika light" bezeichnen kann. Danzig habe ich erst nach 1990 besucht, da der Kommunismus dem Faschismus in nichts nachsteht und ich nunmal nicht die Klappe halten kann - darum werde ich auch nicht nach China reisen Auch die Aufnahme Polens in die EU habe ich begrüßt, denn es war für mich klar, daß Polen nun die westlichen Werte und insbesondere das Völkerrecht anerkennt, und die kommunistischen Verbrechen aufarbeitet. Dies ist bedauerlicherweise bis heute nicht geschehen, sondern es wird immer noch versucht, Völkerrechtsverbrechen in nationales Recht umzuwandeln, insbesondere in Bezug auf die Freie Stadt Danzig.

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      • mottlau1
        Forum-Teilnehmer
        • 11.02.2008
        • 1725

        #4
        AW: Freizügigkeit

        Hallo Peter,

        so wie Du richtig schreibst sind wenige aus den südlichen Ländern gekommen und auch aus Osteuropa hält es sich in Grenzen.- So ist es auch seit Polens EU-Beitritt. Trotz der Möglichkeit dort ein Haus oder Grundstück als Deutscher in Polen kaufen zu können . Immer wieder wurde zuvor in Polen die Angst geschürt, daß die Deutschen, die mal in Danzig usw. Zuhause waren, dies tun würden. Es sind nur "einzelne Personen die es tun und auch dort bleiben wollen"!!! Meist sind es " gebürtige Polen" die hier lange gearbeitet haben und ihren polnischen Paß neben dem deutschen behalten haben. Viele fahren alle drei Monate nach Deutschland um sich die in Deutschland erarbeitete Rente abzuholen oder einen Arztbesuch haben. " Noch ist die Versorgung im medizinischen Bereich in der BRD besser" als in Polen. Immer wieder hört man von drüben, daß man viele Monate auf einen OP-Termin warten muß, außer geht um Leben und Tod.

        Gruß
        Mottlau1
        Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
        (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

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        • Poguttke
          • 20.05.2008
          • 523

          #5
          AW: Freizügigkeit

          Jahrzehntelang wurden die Eingeborenen Oberschlesiens unterdrückt – erst von Nazis, dann von polnischen Kommunisten. Ein Gerichtsurteil in Polen stützt nun die Vielfalt.


          Polen hat einen wichtigen Schritt vollzogen gegen die Unterdrückung von ethnischen Minderheiten. Ferner wird durch dieses Urteil nun endlich eindeutig klargestellt, daß "deutsche Minderheiten" eine gleichberechtigte Volksgruppe in Polen sind deren "deutschnationaler" Makel der Vergangenheit angehört. Nun ist es an der Zeit auch eine Danziger Minderheit zu etablieren.

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          • Uwe
            Forum-Teilnehmer
            • 10.08.2008
            • 1962

            #6
            AW: Freizügigkeit

            Hmmm ... eigentlich ist das rechtlich schon seit Jahren klar gestellt. Spätestens seit Polen in der EU ist und sich dem Schutz nationaler Minderheiten verpflichten musste. Es ist eher eine Frage das Denkens in den Köpfen. Dass kann sich nur entwickeln und weder durch Gesetze noch Gerichtsurteile "verordnet" werden.

            Herzliche Grüße

            Uwe
            Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

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            • Waldschrat

              #7
              AW: Freizügigkeit

              Es gibt keine Danziger Minderheit, sondern bestenfalls eine bestimmte Anzahl von Menschen, die irgendwann mal per Unterschrift eine bestimmte Staatsangehörigkeit angenommen haben. Ich hab Dir schon mal gesagt, dass du möglicherweise schlau bist in deinen Formulierungen, aber nicht weise. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von Deiner Geisteshaltung.

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              • Waldschrat

                #8
                AW: Freizügigkeit

                Damit meinte ich Poguttke

                Kommentar

                • Uwe
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.08.2008
                  • 1962

                  #9
                  AW: Freizügigkeit

                  Du hast recht es gibt keine "Danziger" Minderheit, aber sehr wohl eine deutsche Minderheit, so wie es z. B. auch eine ukrainische Minderheit in Polen gibt. Nationale Minderheiten sind durch das Völker- bzw. EU-Recht definiert. Diese müssen noch nicht einmal eine andere Staatsangehörigkeit haben. Laut Wikepedia:

                  "In Polen gibt es neun nationale und vier ethnische Minderheiten. Zu den nationalen Minderheiten zählen: Armenier, Deutsche, Juden, Litauer, Russen, Slowaken, Tschechen, Ukrainer und Weißrussen. Zu den ethnischen Minderheiten zählen Karäer (jüdische Gruppe), Lemken, Roma und Tataren. Insgesamt sind es 253.273 Personen, was 0,7% der Bevölkerung Polens ausmacht. Eine nationale Minderheit unterscheidet nach dem polnischen „Minderheitengesetz“ ein Aspekt von einer ethnischen Minderheit: Die nationale Minderheit identifiziert sich demzufolge mit „der organisierten Nation in ihrem eigenen Land“, während diese Eigenschaft bei der ethnischen Minderheit gemäß der Definition in Polen fehlt.

                  Das hat nichts damit zu tun, dass Personen "... irgendwann mal per Unterschrift eine bestimmte Staatsangehörigkeit angenommen ..." haben. Ich kann mich dem Eindruck nicht verschließen, Du möchtest polnische Staatsbürgern nicht ihr polnisches Recht zugestehen sich zu einer nationalen Minderheit zu bekennen bzw. ihr anzugehören. Wieder mal eine von Deinen "Wellen"?

                  Über die von Dir genannte "Geisteshaltung" von Poguttke habe ich mich schon an anderer Stelle ausgelassen und will das nicht wiederholen.
                  Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

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                  • Uwe
                    Forum-Teilnehmer
                    • 10.08.2008
                    • 1962

                    #10
                    AW: Freizügigkeit

                    ... hinter "fehlt." fehlt das ", bitte das zu entschuldigen!

                    Herzliche Grüße

                    Uwe
                    Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

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                    • Waldschrat

                      #11
                      AW: Freizügigkeit

                      Damit will ich lediglich ausdrücken, dass ich 'Danziger' nicht als ethnische Gruppe ansehe, die ich als Minderheit anerkennenswert finde.

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                      • Waldschrat

                        #12
                        AW: Freizügigkeit

                        Wir koennen ueber die Menschen reden, die im Gebiet gelebt haben, dass fuer eine bestimmte kurze Zeit "Freie Stadt Danzig" genannt wurde. Die wohnten aber auch noch 5 km weiter hinter der formalen Grenze und waren deswegen keine 'Danziger'.

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                        • Uwe
                          Forum-Teilnehmer
                          • 10.08.2008
                          • 1962

                          #13
                          AW: Freizügigkeit

                          Ja dem ist wohl so, dazu fehlt so etwas wie z.B. eigenständige Sprache oder Kultur. Dieses ist aber einem gewissen Wandeln unterworfen, gebe da nur das aktuelle Beispiel "ethnische" Minderheit "Oberschlesier". Das Wort "anerkennenswert" finde ich allerdings unpassend.

                          Herzliche Grüße

                          Uwe
                          Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

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                          • Waldschrat

                            #14
                            AW: Freizügigkeit

                            Dann nehme ich 'anerkennenswert' zurück (damit sich niemand beleidigt fühlt) und sage einfach, dass 'Danziger' keine ethnische Gruppe sind. Es gab Menschen, die in einem Gebiet gelebt haben, von dem ein Teilgebiet eine bestimmte Zeit lang 'Freie Stadt Danzig' genannt wurde.

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                            • Waldschrat

                              #15
                              AW: Freizügigkeit

                              Um noch genauer zu sein:

                              "Es gab Menschen, die in einem Gebiet gelebt haben, in dem die Stadt Danzig liegt und von dem ein Teilgebiet eine bestimmte Zeit lang 'Freie Stadt Danzig' genannt wurde."

                              Damit vermeidet man jegliche missverständliche Auslegung. Soll eine solche ethnische Gruppe als Minderheit anerkannt werden, dann muss man auch definieren, VON WEM ODER WAS diese Gruppe die Minderheit sein soll und von wem sie als Minderheit anerkannt werden soll. Hat man genau definiert, was dieses 'VON WEM ODER WAS' bedeutet, muss man auch den formalen ANERKENNER anerkennen.

                              Im aktuellen Kontext heißt es, dass man Polen in seiner jetzigen Form (einschließlich GDAŃSK) und seine Verwaltung in vollem Umfang rechtlich anerkennt, ohne wenn und aber und ohne schlaue Formulierungen, die auch nur irgendeine Fehlinterpretation zulassen.

                              Das tue ich hiermit ausdrücklich und distanziere mich von allen Versuchen, da etwas anderes hinein interpretieren zu wollen. Aber genau in diesem Punkt liegt die Crux begraben. Das bringen manche nicht über die Lippen.

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