Ausflüge / gemeinsame Unternehmungen während des Welttreffens

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  • Beate
    Administratorin
    • 11.02.2008
    • 4836

    #16
    AW: Ausflüge während des Welttreffens

    Stopp! Genug des Mitleids.....

    War vorauszusehen, aber es gibt sicher irgendwann noch mal eine Möglichkeit des Treffens, da bin ich dann hoffentlich dabei, denn Danzig lockt mich sehr.
    Und ich hab den Hahn (Flugplatz) ja "vor der Haustüre".

    Schöne Grüße Beate
    ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

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    • Wolfgang
      Forumbetreiber
      • 10.02.2008
      • 11623

      #17
      AW: Ausflüge während des Welttreffens

      Eieiei, hätte ich den Hahn vor der Haustür, wäre ich während des Sommerflugplans garantiert JEDES Wochenende in Danzig und dürfte dann auch außerhalb des Welttreffen-Termins liegende Ausflüge machen.
      Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
      Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
      Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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      • Beate
        Administratorin
        • 11.02.2008
        • 4836

        #18
        AW: Ausflüge während des Welttreffens

        Tja, Wolfgang, und hättest du außerdem noch 8+3 Vierbeiner zu versorgen, läge die Sache eventuell auch ein klein wenig anders, denk ich mal....

        Schöne Grüße Beate
        ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

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        • lntreblefan
          Forum-Teilnehmer
          • 23.04.2009
          • 3

          #19
          AW: Ausflüge während des Welttreffens

          Hallo liebe Danzig-Fans,
          meine Mutter und ich werden auch zum Welttreffen nach Danzig fahren. Sie ist 1941 in der Hardenbergstraße in Oliva geboren und hat ihre Liebe zur unbekannten fernen Heimat an mich weitergegeben. Wir waren mit Unterstützung aus Informationen hier aus dem Forum schon zweimal in Danzig und freuen uns sehr auf den Besuch im Mai. Wenn da ein gemeinsames Ausflugsprogramm zustandekäme, wären wir auf jeden Fall gern dabei. Viele Grüße aus Oxford, Ellen

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          • Wolfgang
            Forumbetreiber
            • 10.02.2008
            • 11623

            #20
            Vorschläge für gemeinsame Unternehmungen

            Schönen guten Nachmittag,

            über die einzelnen öffentlichen Veranstaltungen informiert die Stadt Danzig in ihrem offiziellen Programm.

            Aber auch wir wollen ja als Gruppe vielleicht das Eine oder Andere unternehmen, wie z.B. ein Treffen in der Danziger Brauerei oder Fahrten auf die Höhe oder ins Werder.

            Damit das alles koordiniert und geplant werden kann, bitte ich um Vorschläge. Möglicherweise wird sich nicht alles realisieren lassen, teils wegen Terminüberschneidungen, teils vielleicht auch weil sich zu wenig interessierte Teilnehmer/innen finden.

            Um all das zu klären und zu organisieren, sollten wir anfangen darüber zu sprechen. Es sind nur noch gut zwei Monate - und die Zeit bis dahin wird wie im Fluge vergehen.

            Also, wer hat Vorschläge, wer möchte wohin?
            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
            Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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            • Johannistal, Ehrenmitglied +16.12.2023
              Forum-Teilnehmer
              • 10.02.2008
              • 68

              #21
              AW: Vorschläge für gemeinsame Unternehmungen

              Hallo Wolfgang, wie wärs mit einer Dampferfahrt von Zoppot nach Hela????---oder mit einem Besuch ins KZ Stutthof?
              Grüße Ruth

              Kommentar

              • Uwe
                Forum-Teilnehmer
                • 10.08.2008
                • 1961

                #22
                AW: Vorschläge für gemeinsame Unternehmungen

                Liebe Ruth,
                lieber Wolfgang,

                beide Vorschläge kann ich nur unterstützen! Am KZ Stutthof sind meine Mutter und ich bestimmt aus privaten Gründen interessiert, aber auch eine Fahrt nach Hela wäre schön.

                Herzliche Grüße

                Uwe
                Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

                Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

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                • MeinEichwalde
                  Forum-Teilnehmer
                  • 06.10.2008
                  • 545

                  #23
                  AW: Ausflüge während des Welttreffens

                  Lieber Rüdiger,

                  Wie kamen aus Eichwalde. in Altmünsterberg war men Grossonkel und im Fluchttagebuch meiner Oma sind die Orte erwähnt, die Du nennst.
                  Ich bin wie Wolfgang empfiehlt, mit dem RAd viel unterwegs gewesen. Dirschauer Brücke, Altweichel Liessau mit der Götterburg auch LIchtenau. Kunzendorf ist der Ort mit der alten Dorfkirche
                  (ausschnitt Fluchttagebuch ) tel 75 44 68 26 Dirschau zur Kreisleitung gegangen, sich Weisungen holen. Er erschien auch tagsüber dann nicht, überhaupt keiner von den Herren, und ich mußte dann im Wagen mit anhören, wie unsere Männer schimpften: Ja, auf der Götterburg sitzen sie und saufen und kümmern sich um nichts. und ich kann Friedel nicht den Vorwurf ersparen, sie haben tatsächlich irgendwo Rheinwein getrunken. Hans Heini kam noch in der Nacht an unseren Wagen und sagte, er könnte nicht mehr hinter Friedel bleiben. Friedel hätte andere Weisungen. Wir kamen nur schrittweise vorwärts. Es war zum Verzweifeln, und hinter uns hörten wir es immer rummeln. Bei Sonnenaufgang standen wir noch am Damm, ich mußte nötig und machte mir gar nichts daraus mich öffentlich hinter einen Baum zu setzen. Butz war sehr artig die Nacht über gewesen, hatte ausgestreckt in Kissen geschlafen und war morgens gar nicht gnarrig. Wir hatten ja heißen Kaffee in Thermosflaschen und konnten so gut frühstücken. Nur unsere Männer! Ich gab ihnen schon Zigaretten, auch eine Flasche. Es war wohl Rot- oder Süßwein. Eva kam auch aus dem Wagen, wir gingen viel auf der Chaussee auf und ab. Es war sonnig aber kalt. Bei Penner in Liessau war Eva wegen Kaffee fragen ins Haus gegangen, kam entsetzt zurück, was für eine wüste Horde dort hauste. Sie hatte gerade gesehen wie sie wertvolles Porzellan einpackten, Kaffee bekam Eva natürlich nicht, das Warten auf der Chaussee zog sich den ganzen Tag hin. Es war entsetzlich. Man hörte schießen, Flieger kamen im Tiefflug über die Bäume, der ???Eisenbahndamm stand Zug an Zug die Maschinen unter Dampf, aber rührten sich nicht. Wir lebten von Brot und gekochten Eiern, hatten zu Hause noch einen mächtigen Tiegel voll abgekocht. Eva war einmal los gegangen, wollte bis zur Kunzendorfer Brücke und kam weinend zurück, es wäre gar kein Durchkommen mehr, so viele Wagen wollten herüber. Man erzählte nur Scheußliches von toten Pferden und Vieh von toten Kindern und Menschen. Ich mußte sie sehr beruhigen und zum Aufwärmen in den Wagen setzen. Mutti ging darauf in den Planwagen zu den Frauen. Der Treck ging dann sehr langsam weiter. In Altweichsel stieg Opa aus, um sich die Beine zu vertreten Er kam und kam nicht, war irgendwo auf dem Klo gewesen. Ich verschwand auch hinter einem kleine Stall und konnte mir auch an einer Pumpe die Hände waschen. Gegen Abend tauchte auch Friedel auf. Er hatte in Dirschau Anweisung Richtung Bütow bekommen, war dann den Damm entlang bis zur Kunzendorfer Brücke gegangen und war machtlos und entsetzt an dem Flüchtlingsstrom gestanden, der dort rüber wollte. An 3 Seiten kamen die Trecks, Weißenburg, Altweichsel, Marienburg. Und es gab dauernd Verstopfung. Die Wehrmacht S.12 regelte den Verkehr, es war alles so verzweifelter Stimmung. Man hörte immer schießen. Friedel beruhigte uns und sagte, das Eis der Nogat würde gesprengt. Es war alles so schaurig und herzbeklemmend. Eva ging viel zu Fuß nebenher. Vor der Brücke stieg ich noch einmal aus, wusch mir unter einer Pumpe wieder mit Evas Hilfe die Hände. Auch Butz rieb ich hin und wieder mit dem Handtuchzipfel ab. Er war recht artig, aß Brot und gekochtes Ei, trank Kaffee. Um 1/2 10h kamen wir dann auf die Brücke und fuhren endlich Schritt für Schritt rüber, es war ein schauriges Gefühl. Tote Pferde sah man liegen, umgekippte Wagen, eine Kuh, Ochsen die nicht weiter konnten und dumpfe Töne ausstießen. Und dazu immer schießen hinter und neben uns.................
                  Penner in Liessau



                  Dirschau zur Kreisleitung gegangen, sich Weisungen holen. Er erschien auch tagsüber dann nicht, überhaupt keiner von den Herren, und ich mußte dann im Wagen mit anhören, wie unsere Männer schimpften: Ja, auf der Götterburg sitzen sie und saufen und kümmern sich um nichts. und ich kann Friedel nicht den Vorwurf ersparen, sie haben tatsächlich irgendwo Rheinwein getrunken. Hans Heini kam noch in der Nacht an unseren Wagen und sagte, er könnte nicht mehr hinter Friedel bleiben. Friedel hätte andere Weisungen. Wir kamen nur schrittweise vorwärts. Es war zum Verzweifeln, und hinter uns hörten wir es immer rummeln. Bei Sonnenaufgang standen wir noch am Damm, ich mußte nötig und machte mir gar nichts daraus mich öffentlich hinter einen Baum zu setzen. Butz war sehr artig die Nacht über gewesen, hatte ausgestreckt in Kissen geschlafen und war morgens gar nicht gnarrig. Wir hatten ja heißen Kaffee in Thermosflaschen und konnten so gut frühstücken. Nur unsere Männer! Ich gab ihnen schon Zigaretten, auch eine Flasche. Es war wohl Rot- oder Süßwein. Eva kam auch aus dem Wagen, wir gingen viel auf der Chaussee auf und ab. Es war sonnig aber kalt. Bei Penner in Liessau war Eva wegen Kaffee fragen ins Haus gegangen, kam entsetzt zurück, was für eine wüste Horde dort hauste. Sie hatte gerade gesehen wie sie wertvolles Porzellan einpackten, Kaffee bekam Eva natürlich nicht, das Warten auf der Chaussee zog sich den ganzen Tag hin. Es war entsetzlich. Man hörte schießen, Flieger kamen im Tiefflug über die Bäume, der ???Eisenbahndamm stand Zug an Zug die Maschinen unter Dampf, aber rührten sich nicht. Wir lebten von Brot und gekochten Eiern, hatten zu Hause noch einen mächtigen Tiegel voll abgekocht. Eva war einmal los gegangen, wollte bis zur Kunzendorfer Brücke und kam weinend zurück, es wäre gar kein Durchkommen mehr, so viele Wagen wollten herüber. Man erzählte nur Scheußliches von toten Pferden und Vieh von toten Kindern und Menschen. Ich mußte sie sehr beruhigen und zum Aufwärmen in den Wagen setzen. Mutti ging darauf in den Planwagen zu den Frauen. Der Treck ging dann sehr langsam weiter. In Altweichsel stieg Opa aus, um sich die Beine zu vertreten Er kam und kam nicht, war irgendwo auf dem Klo gewesen. Ich verschwand auch hinter einem kleine Stall und konnte mir auch an einer Pumpe die Hände waschen. Gegen Abend tauchte auch Friedel auf. Er hatte in Dirschau Anweisung Richtung Bütow bekommen, war dann den Damm entlang bis zur Kunzendorfer Brücke gegangen und war machtlos und entsetzt an dem Flüchtlingsstrom gestanden, der dort rüber wollte. An 3 Seiten kamen die Trecks, Weißenburg, Altweichsel, Marienburg. Und es gab dauernd Verstopfung. Die Wehrmacht S.12 regelte den Verkehr, es war alles so verzweifelter Stimmung. Man hörte immer schießen. Friedel beruhigte uns und sagte, das Eis der Nogat würde gesprengt. Es war alles so schaurig und herzbeklemmend. Eva ging viel zu Fuß nebenher. Vor der Brücke stieg ich noch einmal aus, wusch mir unter einer Pumpe wieder mit Evas Hilfe die Hände. Auch Butz rieb ich hin und wieder mit dem Handtuchzipfel ab. Er war recht artig, aß Brot und gekochtes Ei, trank Kaffee. Um 1/2 10h kamen wir dann auf die Brücke und fuhren endlich Schritt für Schritt rüber, es war ein schauriges Gefühl. Tote Pferde sah man liegen, umgekippte Wagen, eine Kuh, Ochsen die nicht weiter konnten und dumpfe Töne ausstießen. Und dazu immer schießen hinter und neben uns.
                  Penner in Liessau

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                  • Marc Malbork
                    Forum-Teilnehmer
                    • 23.02.2008
                    • 1050

                    #24
                    AW: Ausflüge / gemeinsame Unternehmungen während des Welttreffens

                    Hallo MeinEichwalde-Delia,

                    ganz herzlichen Dank für den Auszug aus dem hochinteressanten Fluchttagebuch, das ich vor Jahren gelesen habe, als es noch im Internet stand.
                    Das Schicksal der meisten Bewohner dieser Gegend war es wohl, zwar noch Ende Januar über die Weichsel geschickt zu werden aber dann mit allen anderen eingeschlossen zu werden und über die See fortkommen zu müssen.

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