Chemiefabrik Milch, Danzig-Schellmühl

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  • Monika Ehrentraut
    Forum-Teilnehmer
    • 02.04.2008
    • 8

    #1

    Chemiefabrik Milch, Danzig-Schellmühl

    Liebe Leser,
    1913 wurde in Danzig eine 'Chemische Industrie A.-G.' gegründet, 1923 in Danzig-Schellmühl die 'Chemische Fabrik Milch-Aktiengesellschaft', die Firmenzentrale war in Stettin. Aus Stettin kam das Vorstandsmitglied J.Hornemann und aus Stettin-Pommerensdorf Dr. Robert Stiegler und Ernst Dinse; aus Danzig kam Walter Lange. Weiß jemand, was aus diesen Personen wurde ? Kann jemand etwas über die Milch AG und ihre Direktoren sagen ? Wie lange hat die Fabrik gearbeitet ?
    Beste Grüße
    Monika E.
  • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 5206

    #2
    AW: Chemiefabrik Danzig-Schellmühl

    Hallo Monika
    Siehe bei Danziger Einwohnerbücher 1937/38 und 1942.

    Viele Grüße
    Hans-Jörg

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    • Monika Ehrentraut
      Forum-Teilnehmer
      • 02.04.2008
      • 8

      #3
      AW: Chemiefabrik Danzig-Schellmühl

      Hallo Hans-Jörg,
      und wie/wo kann ich sie einsehen ?
      Kannst du nicht helfen ?
      Schöne Sonntags-Grüße
      Monika

      Kommentar

      • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
        Forum-Teilnehmer
        • 10.02.2008
        • 5206

        #4
        AW: Chemiefabrik Danzig-Schellmühl

        Hallo Monika
        Hier im Forum habe ich Dir einiges geschrieben......

        Viele Grüße
        Hans-Jörg

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        • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
          Forum-Teilnehmer
          • 10.02.2008
          • 5206

          #5
          AW: Chemiefabrik Danzig-Schellmühl

          Hallo Monika
          zur Erklärung : dort unter Danziger Einwohnerbücher 1937/38 und 1942.

          Viele Grüße
          Hans-Jörg

          Kommentar

          • Wolfgang
            Forumbetreiber
            • 10.02.2008
            • 11623

            #6
            AW: Chemiefabrik Milch, Danzig-Schellmühl

            Schönen guten Nachmittag,

            Hier ein Artikel aus

            „Deutschlands Städtebau – Danzig“, 1924, Seite 188
            Chemische Fabrik Milch Aktien-Gesellschaft, Danzig

            Im Jahre 1870 errichtete die Chemische Fabrik Petschow-Davidson Kommanditgesellschaft a. Aktien auf ihrem Gelände in Schellmühl bei Danzig eine Anlage zur Erzeugung von Schwefelsäure in Verbindung mit einer Aufbereitungsanlage für Phosphate zur Herstellung von Superphosphat. Dieses wurde infolge der Justus v. Liebig über die Pflanzenernährung verbreiteten Lehre ein begehrtes Düngemittel. Als solches wurde auch besonders Knochenmehl geschätzt, sodass sich die Firma entschloss, ihrer bestehenden Anlage eine Fabrik zur Herstellung von Knochenmehl und Leim anzugliedern. Weitere Fabrikationen wurden im Laufe der Jahre vorgenommen, wie die von Thomasschlackenmehl, Salzsäure, Sulfat, Glaubersalz, Pottasche und Blutlaugensalz etc. Das Hauptfeld der Firma wurde jedoch Superphosphat, Knochenmehl und Thomasschlackenmehl. Im Laufe der Jahre wurden einige unrentabel gewordene Betriebe eingestellt und die ganze Kraft auf die weitere Entwicklung der Düngemittelproduktion und den Handel mit Düngemitteln konzentriert. Im Jahre 1905 wurde die Chemische Fabrik Petschow-Davidson, Kommanditgesellschaft a. Aktien, mit der Chemischen Fabrik Milch A.-G. im Posen durch Fusion vereinigt. Der immer wachsende Verbrauch von Düngemitteln machte eine erhebliche Vergrößerung der Schwefelsäurefabrikation und entsprechende Vergrößerung der Anlagen zur Herstellung des Superphosphates notwendig. Die Folge davon war auch die Errichtung größerer Lagerräume, die mit mechanischen Transportvorrichtungen versehen, bedeutende Mengen fassen können. Die Firma wurde im Laufe der Jahre ein achtungsgebietender Faktor in der Industrie Danzigs und für die Versorgung der Landwirtschaft in den Provinzen Ostpreußen, Westpreußen und Hinterpommern mit Düngemitteln. Außerdem wurde der Export nach Russland und den Randstaaten gepflegt.

            Die Abtrennung Danzigs von dem Mutterlande blieb naturgemäß nicht ohne Rückwirkung. Erst allmählich wird es der Firma möglich sein, denselben Absatz an Düngemitteln zu erreichen, den sie vor dem Kriege gehabt hat. Zur Erweiterung ihres Tätigkeitsfeldes ist sie im Begriff, die Fabrikation noch anderer Produkte auf chemischem Gebiete aufzunehmen, die eine weitere gute Entwicklung erwarten lassen.
            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
            Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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            • ULLAJA
              Forum-Teilnehmer
              • 06.09.2011
              • 1

              #7
              AW: Chemiefabrik Milch, Danzig-Schellmühl

              Sehr geehrte Frau Ehrentraut,
              Ihr Beitrag liegt schon einige Jahre zurück, es ist also möglich, dass Sie kein Interesse mehr haben an Informationen. Nur soviel: Ernst Dinse war mein Großvater und ist 1953 im Alter von 69 Jahren verstorben. Es sind nur wenige Unterlagen über seine Zeit bei der Fabrik vorhanden.
              Freundliche Grüße
              Ulla J.

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