Vertreibung der Polen 1940
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Wolfgang, es ging hier um eine ganz konkrete, dem Wortlaut nach völlig eindeutige Aussage, die du in deinem ersten Beitrag dazu ja ganz genauso verstanden hast wie ich. Sie ist inhaltlich für mich so unfassbar, dass deutliche Worte hier m.E. notwendig waren. Toleranz hat Grenzen.Kommentar
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Nachvollziehbar
*****Hallo Wolfgang.******
Ich verstehe schon, was du mit deiner Antwort bezweckst.
Ich habe auch nicht gesagt, dass ich es "Gut heiße", wie Polen sich verhalten haben.
Ich habe von nachvollziehbar gesprochen. Ich finde es menschlich verständlich.
Vielleicht messen wir hier mit zweierlei Maß.
Ich habe gelernt, "was du nicht willst, was man dir tuh, das füg' auch keinem Anderen zu."
Ich habe durch die damaligen Geschehnisse mehr verloren als Helga und auch du, und habe für das Verhalten der Polen mehr Verständnis als Christa, Helga und nun auch du.
Das finde ich bemerkenswert, um nicht zu sagen "eigenartig".
Bin ich als Betroffener eher bereit, zu verzeihen?
Allen einen schönes Wochenende. Erhart
**Hallo Helga,**
du kannst mir ruhig direkt antworten. Ich meine, du bist doch sonst nicht so zurückhaltend.
Auch dir ein schönes Wochenende.
Erhart
Hallo Erhart,
da hat ganz sicher nicht nur Helga überlegt. Auch ich. Nachvollziehbar ist das von Dir Gesagte schon, trotzdem bleibtes dabei, dass "Böses nicht mit Bösem" vergolten werden darf. Wenn wir dies verleugneten, stritten wir ebenfalls die Hoffnung ab, dass dies in Zukunft nicht mehr geschehen könne/solle.Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
"Nec Temere - Nec Timide"
Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJKommentar
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Nachvollziehbar
*****Offene Frage an einige Zweifler******
Wir verlangen so kurz nach dem Krieg Verständnis der Polen?
Wir fangen einen Krieg an, verlieren ihn, und erwarten Verständnis im
Sinne der Menschlichkeit?
Ist es nicht ein wenig viel verlangt?
Erhart ohne Schüsseldamm
Hallo Erhart,
da hat ganz sicher nicht nur Helga überlegt. Auch ich. Nachvollziehbar ist das von Dir Gesagte schon, trotzdem bleibtes dabei, dass "Böses nicht mit Bösem" vergolten werden darf. Wenn wir dies verleugneten, stritten wir ebenfalls die Hoffnung ab, dass dies in Zukunft nicht mehr geschehen könne/solle.Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
"Nec Temere - Nec Timide"
Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJKommentar
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Nächstenliebe und deutscher Sumpf
Hallo an alle,
ich stimme Wolfgang sehr zu. Menschliche Worte sind dazu bestimmt Missverständnisse zu produzieren, erst recht, wenn es um Themen geht, die offensichtlich noch gar nicht bearbeitet wurden, und dann Emotionen hervor rufen. Jeder bringt dann zunächst seine Erfahrungen und Meinungen ein. Aus der Verschiedenheit und Vielschichtigkeit ergibt sich etwas Neues.
Man soll Böses nicht mit Bösem vergelten, wurde hier gesagt. O.k. das ist die christliche Botschaft. In unserem Land wird nur fälschlicherweise darauf herum geritten. Ich darf den anderen hauen und der soll Nächstenliebe zu meinem Gunsten ausüben? Echt heftig!
Man soll Böses nicht mit Bösem vergelten, bedeutet zur Reue zu finden und um Vergebung zu bitten. Wie sieht es denn nun aus in Deutschland. Haben wir bereut und die Polen um Vergebung gebeten?
In Deutschland ist es noch nicht einmal angekommen, dass die Polen systematisch verfolgt wurden und ausgerottet werden sollten. Es macht traurig, dass so ein aufgeklärtes Land wie Deutschland immer noch so stur sein kann und Wahrheiten unterschlägt oder ignoriert. Und es macht mich traurig, dass wir jetzt wieder durch den deutschen Sumpf wandern müssen.
Na dann hole ich mal wieder die Gummistiefel raus. LG MiriamFichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.Kommentar
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Trotz heftigstem Nachdenken kann ich nicht nachvollziehen,worin das mangelnde Verständnis für das Verhalten der Polen liegen soll, Erhart!*****Hallo Wolfgang.******
Ich verstehe schon, was du mit deiner Antwort bezweckst.
Ich habe auch nicht gesagt, dass ich es "Gut heiße", wie Polen sich verhalten haben.
Ich habe von nachvollziehbar gesprochen. Ich finde es menschlich verständlich.
Vielleicht messen wir hier mit zweierlei Maß.
Ich habe gelernt, "was du nicht willst, was man dir tuh, das füg' auch keinem Anderen zu."
Ich habe durch die damaligen Geschehnisse mehr verloren als Helga und auch du, und habe für das Verhalten der Polen mehr Verständnis als Christa, Helga und nun auch du.
Das finde ich bemerkenswert, um nicht zu sagen "eigenartig".
Bin ich als Betroffener eher bereit, zu verzeihen?
Allen einen schönes Wochenende. Erhart
**Hallo Helga,**
du kannst mir ruhig direkt antworten. Ich meine, du bist doch sonst nicht so zurückhaltend.
Auch dir ein schönes Wochenende.
Erhart
Mit zweierlei Maß wid hier gemessen - ja.
Hitler wurde mit allen Ehren von den anderen Staatsmännern der damaligen Zeit empfangen.
Wurde er ausgebremst von den anderen Staaten?
Pakte wurden geschlossen.Der mit dem und der gegen den....
Not und Elend brachte Deutschland über Europa.
Und als Deutschland am Boden lag, wurde im gleichen Sinn weiter gemacht.
Das ist für mich nicht nachvollziehbar.Und wenn "Verständnis" die einzige Lehre daraus ist, dann, befürchte ich, wird es nicht anders auf der Welt.
Dann waren alle Leiden unserer Völker umsonst, dann werden wieder junge Menschen um ihr Leben betrogen,dann wird vernichtet, zerstört,verfolgt.
Eine Aussöhnung kann nur auf dem Weg geschehen, den Wolfgang geht.
Wir waren schon mal ein ganzes Stück weiter in der anderen Danzig/ L- Liste.Versöhnlich und mit Verständnis füreinander.
Schade.
______
ChristaAuge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
(M. Gandhi)Kommentar
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Hallo Rüdiger,
wie wahr -Toleranz- hat Grenzen. Heinz konnte sich nicht mal rechtfertigen und bekommt noch die Sinti und Roma untergeschoben. Man kann das weiterführen mit Homosexuellen, geistig-behinderten uvm.. Das wird dem Heinz ganz bestimmt nicht gerecht.
Aus seinem Beitrag lese ich nicht das schlimmst-mögliche raus.
So kommen wir einfach nicht weiter.....
Bei allem Respekt, Gruß MichaelKommentar
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Hallo
Liest sich alles recht interessant, aber ich glaube der Irrsinn hat selbst vor dem eigenen Volk kein halten gemacht.
Da fällt mir eine Geschichte ein, die vor längerer Zeit irgendwo gelesen habe.
Da ging es um einen deutschen Bauern, der seinen Hof verkauft hat oder sogar wegen der wirschaftskrise verloren hatte. Ist ja auch egal. Auf jeden Fall kam das gute Stück an einen Polen oder Juden. Als denen dann alles genommen wurde, hat der "Staat" dem ehemaligen Bauer seinen Hof zum Bewirtschaften angeboten. Dieser lehnte dankent ab. Kurze Zeit später wurde ihm eine Kneipe? angeboten, die einer befreundeten Familie (Polen oder Juden) gehörte. Auch diese lehnte er ab. Worauf er dann in ein Arbeitslager kam und als seine Zeit dort um war, wurde er als Aufseher nach Stutthof geschickt. Das Makabere an der Geschichte war, er war für den Teil zuständig in dem seiner früheren Nachbarn und Freunde gefangen waren.
Nachdem ich diese Geschichte gelesen hatte, wurde mir ganz anders zu mute. Wenn ich denke meine Nachbarn, mit denen wir im Grunde ein Gutes Verhältnis haben oder gar meine Freunde in einem solchen Teil beaufsichtigen zu müssen. Eher würde ich davon laufen.
daggelKommentar
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Schönen guten Morgen,
auch ich glaube manchmal nur das was ich sehe. "Glauben" ist jedoch häufig eine sehr subjektive Angelegenheit und wird durch eine Vielzahl mitbestimmender Faktoren beeinflusst. Mit dem Wort "Glauben" relativieren wir aber auch bereits das was wir oft als Gewissheit, als Wissen, empfinden. Sobald wir "wissen", sprechen wir nicht mehr von "glauben".
Ich sprach vor ein paar Tagen von einem "Neuanfang". Müssen wir uns nicht vielleicht auch ein bisschen daran gewöhnen zuzuhören? Wenn das klappt, ist es dann noch ein großer Schritt, Verständnis aufzubringen? Und wenn wir soweit sind, würden wir dann noch auf eine Seite bezogen sagen, "Böses hätte nicht mit Bösem" vergolten werden dürfen?
Vielleicht mögen die Ansprüche zu hoch, zu hehr sein. Aber ist denn nicht bereits die Zeit gekommen, über das was längst Geschichte ist, ohne ausgestrecktem Zeigefinger, ohne Anklage, zu sprechen?
Miriam sprach gerade -sehr lieb, sehr nett, sehr diplomatisch- sie hätte von den Danzigern den Eindruck eines "zänkischen Völkchens" gewonnen (und teils wieder revidiert). Ist das so falsch? Haben die Danziger, die Deutschen, und noch viel mehr jeder Einzelne von uns bereits zu einer abgeschlossenen Sicht der Geschichte gefunden? Gibt es denn nur EINE Wahrheit oder bilden wir uns nicht alle eine eigene persönliche Geschichte?
Wir können hier über Alles sprechen. Dazu gehört auch eine gewisse Streitkultur. Fragen, bohrend nachhaken, präzisieren. Aber auf keinen Fall anklagen. Denn sitzen wir nicht alle im Glashaus?
Und noch eins bitte ich zu beachten: Wir haben hier jetzt mehr als 1.000 Teilnehmer. Es sind alles Menschen wie Du und ich. Manche haben ein dickes Fell, manche sind dünnhäutig. Einander verstehen zu wollen heißt auch, einander zu achten. Häufig neigen wir zu harten Worten, die wir selber gar nicht als hart empfinden. Maches geschriebene Wort kommt auch mal falsch "rüber". Bitte versucht immer daran zu denken, dass es zwar wichtig ist, was Ihr MEINT, aber mindestens genauso wichtig ist, wie es bei Eurem Gesprächspartner ANKOMMT.
Ich habe hier einige Fragen aufgeworfen, will auch anregen, darüber nachzudenken. Jeder kann seine eigenen Antworten finden. Wenn wir diese beherzigen, sind wir von einem echten Dialog nicht mehr weit entfernt.Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"Kommentar
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Gennau Wolfgang. Wenn ich etwas für mich im Stillem lese, dann kann ich nicht an einen gewissen Tonfall des Schreibers höhren "wie er das gemeint hat". Da fehlt denn doch der persönliche Kontakt und Missverständnisse sind schnell da. Ich kann jemanden als "Zicke" betitteln", aber es kommt anders rüber, wenn es nur gelesen wird. Hätte man es gehört, dann würde man wissen woran man ist. Ob es lieb gemeint war oder Böse.
Wie war es noch mit der Verniedlichung der "Alten Danziger". Würde es dann Zicklein Zickchen heißen?
daggelKommentar
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Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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Kos
oh, dann gab es aber 1 gr. Ziegenzucht in MATTERN Wolfgang, ich lese z.Zt. das kath KB von diesem Ort u. da wimmelt es nur von KOS
Sonniger Gruß zum Wochenende - Sigi
Kommentar
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Hallo Sigi,
ich muss ein wenig präzisieren. Ich kann mich erinnern, dass meine Oma hin und wieder mal von "ner ollen Kos", also "einer alten Ziege" gesprochen hat. Dieses "Kos" ist aus dem Polnischen abgeleitet, wo "Ziege" korrekt "Koza" heißt.Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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