AW: Walter Fierus
Hallo Erhart,
ich habe gestern nichts zu dem Thema gelesen und es wäre auch bestimmt nie unerwünscht.
Ich finde es schön, dass du an Walter erinnerst. Er war mir immer sehr lieb und hat mir manchen guten Rat gegeben. Ich habe seine Gedichte geliebt und denke auch heute noch so manches Mal an ihn. Er war ein guter Mensch mit ganz viel Verständnis.
Genau wie du hat er immer wunderschöne Gedichte über Danzig geschrieben. Und ich kann es nicht lassen, ich mus noch einmal mein Lieblingsgedicht von Walter einsetzen
Ich liebe dich!
(Walter Fierus)
Ich liebe dich, du Heimatstadt,
und kann nicht von dir lassen.
Denn immer öfter seh ich mich
in den vertrauten Gassen.
Ich meine, nach der langen Zeit,
wie kann das denn nur sein?
Gedenke ich der Jugendzeit,
dann fällt mir Danzig ein
.
Das alles ist so lange her,
mir kommt's wie gestern vor,
ich stehe auf der Langen Brücke,
und vor dem Kranentor.
Ich schaue durch die Jopengasse,
zum Turm von St. Marien,
gewaltig ist das Gotteshaus,
wir sollten niederknien.
Die Beischläge so mancher Gassen,
ich kenne sie von Danzig nur.
Die können sich wohl sehen lassen,
das ist doch Staunen pur.
Die Langgasse, der Lange Markt,
die Tore grün und gold,
wie oft war ich bei euch zu Gast,
hab Ehrfurcht euch gezollt.
Beim Glockenspiel dort aus der Höhn,
bricht ab der Menschen Schritt,
ich bleibe auch ergriffen stehn,
und lausch, und bete mit.
Viel hundert Jahre brauchte man,
das alles aufzurichten,
viel Liebe für die Heimatstadt,
nur Stunden zum Vernichten!
Und auf dem Berg der Danz ́ger Höhe,
ich weit ins Land konnt seh ́n
Mit seinen Wäldern groß und grün,
und vielen blauen Seen.
Ich liege am Mariensee und
hör die Käfer summen,
die fleißig ihren Nektar holen,
von tausend schönen Blumen
.
Libellen auch, Hubschraubern gleich,
sie schwirrten hin und her,
Im klaren Bach Forellen stehn,
mein Herz, was willst du mehr?
Die Annemonen, Leberblümchen,
und Maiglöckchen, mit süßem Duft,
Ich brachte sie so manches Mal
dem Opa auf die Gruft.
Das alles kommt mir in den Sinn,
das alles und viel mehr,
wenn ich nicht mehr nach Danzig kann,
wer gibt mir „Heimat"? Wer?
Die Tränen halt ich nicht zurück,
sie lindern meinen Schmerz,
wenn ich nicht mal mehr weinen darf,
dann bricht mein altes Herz.
Hallo Erhart,
ich habe gestern nichts zu dem Thema gelesen und es wäre auch bestimmt nie unerwünscht.
Ich finde es schön, dass du an Walter erinnerst. Er war mir immer sehr lieb und hat mir manchen guten Rat gegeben. Ich habe seine Gedichte geliebt und denke auch heute noch so manches Mal an ihn. Er war ein guter Mensch mit ganz viel Verständnis.
Genau wie du hat er immer wunderschöne Gedichte über Danzig geschrieben. Und ich kann es nicht lassen, ich mus noch einmal mein Lieblingsgedicht von Walter einsetzen
Ich liebe dich!
(Walter Fierus)
Ich liebe dich, du Heimatstadt,
und kann nicht von dir lassen.
Denn immer öfter seh ich mich
in den vertrauten Gassen.
Ich meine, nach der langen Zeit,
wie kann das denn nur sein?
Gedenke ich der Jugendzeit,
dann fällt mir Danzig ein
.
Das alles ist so lange her,
mir kommt's wie gestern vor,
ich stehe auf der Langen Brücke,
und vor dem Kranentor.
Ich schaue durch die Jopengasse,
zum Turm von St. Marien,
gewaltig ist das Gotteshaus,
wir sollten niederknien.
Die Beischläge so mancher Gassen,
ich kenne sie von Danzig nur.
Die können sich wohl sehen lassen,
das ist doch Staunen pur.
Die Langgasse, der Lange Markt,
die Tore grün und gold,
wie oft war ich bei euch zu Gast,
hab Ehrfurcht euch gezollt.
Beim Glockenspiel dort aus der Höhn,
bricht ab der Menschen Schritt,
ich bleibe auch ergriffen stehn,
und lausch, und bete mit.
Viel hundert Jahre brauchte man,
das alles aufzurichten,
viel Liebe für die Heimatstadt,
nur Stunden zum Vernichten!
Und auf dem Berg der Danz ́ger Höhe,
ich weit ins Land konnt seh ́n
Mit seinen Wäldern groß und grün,
und vielen blauen Seen.
Ich liege am Mariensee und
hör die Käfer summen,
die fleißig ihren Nektar holen,
von tausend schönen Blumen
.
Libellen auch, Hubschraubern gleich,
sie schwirrten hin und her,
Im klaren Bach Forellen stehn,
mein Herz, was willst du mehr?
Die Annemonen, Leberblümchen,
und Maiglöckchen, mit süßem Duft,
Ich brachte sie so manches Mal
dem Opa auf die Gruft.
Das alles kommt mir in den Sinn,
das alles und viel mehr,
wenn ich nicht mehr nach Danzig kann,
wer gibt mir „Heimat"? Wer?
Die Tränen halt ich nicht zurück,
sie lindern meinen Schmerz,
wenn ich nicht mal mehr weinen darf,
dann bricht mein altes Herz.


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