Tabelle "Deutsche Schrift"

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  • Inge-Gisela
    Forum-Teilnehmer
    • 09.11.2012
    • 1842

    #1

    Tabelle "Deutsche Schrift"

    Ich habe diese Tabelle im Schulmuseum in Hamburg entdeckt. Vielleicht ganz interessant für diejenigen, die Probleme mit dem Lesen früherer deutscher Schriften haben. Dazu gehöre teilweise auch ich. Manchmal hat man ja nur bei einem Buchstaben Zweifel. Ich hoffe, dass der Link funktioniert. Wie wäre es noch hier mit anderen Tabellen? Oder gibt es sie schon im Forum? Ich weiß, im Internet findet man wahrscheinlich alles.


    https://www.danzig.de/asset.php?fid...7&d=1391521176

    Gruß
    Inge-Gisela
    Angeh
  • Belcanto
    Forum-Teilnehmer
    • 24.09.2008
    • 2508

    #2
    AW: Tabelle "Deutsche Schrift"

    Habe ich in der Volksschule noch gelernt, aber in der Zwischenzeit vergessen.

    Kommentar

    • mottlau1
      Forum-Teilnehmer
      • 11.02.2008
      • 1720

      #3
      AW: Tabelle "Deutsche Schrift"

      Ich habe sie noch in Schönschrift gelernt. Das Meiste davon kann ich lesen.

      Jutta
      Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
      (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

      Kommentar

      • Heinzhst
        Forum-Teilnehmer
        • 10.02.2008
        • 450

        #4
        AW: Tabelle "Deutsche Schrift"

        Jutta wo hast du das gelernt? Bei deinen Eltern?
        Ich ging 1941 in die erste Klasse und habe ein paar Monate diese Schrift gelernt.
        Noch im gleichen Jahr war Schluß damit, ab dann nur noch so wie wir heute schreiben.

        Heinz
        Ich glaube nur das,was ich gesehen und erlebt habe.
        A.G.

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        • Stejuhn
          Forum-Teilnehmer
          • 09.08.2011
          • 1023

          #5
          AW: Tabelle "Deutsche Schrift"

          Guten Abend!

          Auch ich habe nicht nur die "Deutsche Schrift" sondern auch Sütterlin in der Volksschule gelernt. Dazu mussten wir Feder und Tintenfässchen mitbringen. Mein Vater hat mir damals seine Feder, welche ich noch heute besitze, geliehen.
          Da ich sie immer noch lesen kann, kam mir das in meinem Beruf sehr gelegen, da ich auch Briefe von älteren Menschen, die hauptsächlich diese Schreibweise benutzten, problemlos beantworten konnte.

          Viele Grüße Sigrid
          Nirgendswo ist es schöner als zu Hause mit der ganzen Familie vereint zu sein.
          Stejuhn, Karschen, Hinzmann, Korthals, Kumke, Rudat, Nachtigall, von Wissotzki (Wishotzki), Oberdorf

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          • Inge-Gisela
            Forum-Teilnehmer
            • 09.11.2012
            • 1842

            #6
            AW: Tabelle "Deutsche Schrift"

            Dann habe ich ja die Hoffnung, dass mir hier jemand behilflich sein kann, ich bekomme nämlich nicht alle Buchstaben heraus: Ich schreibe sie hier mal auf, wie sie in der Reihe stehen:

            a b c d e f g h i j

            k l m n o p q r s

            und dann der nächste Buchstabe? . ß t u v w x y z tz

            ä ö ü

            A B C D E F G H I J

            K L M N O P Q R

            die ersten 5 Buchstaben? . . . . . die letzten 4: W X Y Z

            Ä Ö Ü

            Was bin ich froh, dass wir nicht mehr so ein Geschnörkel haben :-)

            Lieben Gruß
            Inge-Gisela

            Kommentar

            • Inge-Gisela
              Forum-Teilnehmer
              • 09.11.2012
              • 1842

              #7
              AW: Tabelle "Deutsche Schrift"

              Aber so sah die Klasse nicht mehr aus (Vertiefung für das Tintenfass)?
              [ATTACH=CONFIG]17830[/ATTACH]
              Angeh

              Kommentar

              • Ulrich 31
                Forum-Teilnehmer
                • 04.11.2011
                • 8571

                #8
                AW: Tabelle "Deutsche Schrift"

                Guten Abend Sigrid,

                ich wundere mich über Deine Mitteilung, dass Ihr damals (wann?) Feder und Tintenfässchen in die Schule mitbringen musstet. Meine Volksschulzeit begann 1937, und in der Schidlitzer Volksschule waren die Tintenfässchen (stets mit Tinte gefüllt) in den typischen Schulbänken der damaligen Zeit fest integriert. Geschrieben wurde dort anfangs noch mit dem Griffel auf der Schiefertafel. Zum späteren "Schönschreiben" mit Feder und Tinte (Unterrichtsfach!) wurde stets der eigene Federhalter mit Feder mitgebracht; er gehörte zur Standardausrüstung jedes Schülers. Aufbewahrt wurde das Schreibmaterial (Griffel, Federhalter, Federn) in hölzernen länglichen Kästen mit Schiebedeckel.

                Außerdem bin ich erstaunt, dass Du damals in der Volksschule sogar zwei Schriften gelernt hast: "Deutsche Schrift" und "Sütterlin". In meiner Volksschule wurde nur "Sütterlin" geschrieben.

                Viele Grüße
                Ulrich

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                • Ulrich 31
                  Forum-Teilnehmer
                  • 04.11.2011
                  • 8571

                  #9
                  AW: Tabelle "Deutsche Schrift"

                  Hallo Inge-Gisela,

                  ich will Dir gerne helfen, die Lücken in #6 zu schließen.

                  In Deiner 3. Buchstabenzeile fehlt vor ß der Buchstabe "rundes s" (davor, letzter Buchstabe in 2. Zeile: "langes s").
                  Zur Erklärung dieser beiden Schreibweisen von "s" siehe http://www.suetterlinschrift.de/Lese/Sutterlin0.htm.

                  Die ersten 5 Buchstaben in Zeile 7: S, T, St, U, V.

                  Übrigens stehen in der betr. Tabelle q und Q nicht solo, sondern in fester Kombination qu bzw. Qu.

                  Das von Dir verschmähte "Geschnörkel" haben im deutschen Sprachraum vor der Lateinschrift viele Generationen und die größten Geister geschrieben - ohne deswegen zu murren.

                  Beste Grüße
                  Ulrich

                  Kommentar

                  • Bartels
                    Forum-Teilnehmer
                    • 25.07.2012
                    • 3448

                    #10
                    AW: Tabelle "Deutsche Schrift"

                    Hallo,

                    an Euren Beiträgen kann man ablesen, wann Ihr zur Schule gegangen seid.

                    Mein kleiner Bruder hat noch Sütterlin gelernt, ich selber nicht - wegen der Kurzschuljahre.

                    Meine Grosseltern haben kein Sütterlin gelernt. Denn, so Wikipedia: "Die deutsche Sütterlinschrift wurde ab 1915 in Preußen eingeführt. Sie begann in den 1920er Jahren die deutsche Kurrentschrift abzulösen und wurde 1935 in einer abgewandelten Form (leichte Schräglage, weniger Rundformen) als Deutsche Volksschrift Teil des offiziellen Lehrplans."

                    Heinz hat seine Volksschuljahre in "Grossdeutschland" erlebt, S. und Fraktur wurden abgeschafft um von Brest bis Brest die gleiche Schrift zu haben: "In der Folge des Schrifterlasses wurde allerdings auch die Deutsche Volksschrift mit einem Rundschreiben vom 1. September 1941 verboten, nachdem bereits mit Rundschreiben von Martin Bormann (Kanzleichef der NSDAP) vom 3. Januar 1941 die Verwendung gebrochener Druckschriften (Frakturtypen) untersagt worden war. Als Ausgangsschrift wurde nach dem Verbot der deutschen Schrift ab 1942 in den Schulen die lateinische Schrift in einer Variante, die Deutsche Normalschrift genannt wurde (Proportionen 2:3:2, Schrägstellung, Ovalformen), eingeführt. An westdeutschen Schulen wurde nach 1945 außer der lateinischen Ausgangsschrift die deutsche Schreibschrift teilweise bis in die 1970er Jahre zusätzlich gelehrt."


                    Viel wichtiger für das Lesen alter Urkunden ist die: Deutsche Kurrentschrift (je barocker, desto lieber - meine ich)
                    Beste Grüsse
                    Rudolf H. Böttcher

                    Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                    Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                    Familie Zoll, Bohnsack;
                    Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                    Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                    http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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                    • Inge-Gisela
                      Forum-Teilnehmer
                      • 09.11.2012
                      • 1842

                      #11
                      AW: Tabelle "Deutsche Schrift"

                      Hallo Ulrich,

                      herzlichen Dank für die Erklärung. Wenn man bedenkt, dass manche Schriften sich nicht lange gehalten haben. Aber die lateinische zusammenhängende Schrift, die ich ja gelernt habe, wird in den Schulen auch immer weniger. Das sehe ich bei den Enkelkindern. Es wird ja immer mehr druckbuchstabenmäßig geschrieben. Ich hatte das vor kurzem bei einer Geburtstagskarte vergessen und meinte dann zu meiner Enkelin, kommst Du denn jetzt mit meiner Schrift zurecht. Sie meinte, wenn ich langsam lese, ja. Da haben die späteren Ahnenforscher noch eine Schrift dazu zu entziffern :-). Aber die Urkunden werden heute ja wohl schreibmaschinenmäßig gefertigt.

                      Gruß
                      Inge-Gsiela

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                      • mottlau1
                        Forum-Teilnehmer
                        • 11.02.2008
                        • 1720

                        #12
                        AW: Tabelle "Deutsche Schrift"

                        Hallo lieber Heinz,

                        ich bin 1950 aus Danzig gekommen u. wurde im April 1951 eingeschult. Mein alter Klassenlehrer lehrte uns auch die Sütterlinschrift. Wir mußten sogar das Schönschreiben üben. Klar schrieben wir auch anders.

                        Lieben Gruß
                        Jutta
                        Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
                        (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

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                        • mottlau1
                          Forum-Teilnehmer
                          • 11.02.2008
                          • 1720

                          #13
                          AW: Tabelle "Deutsche Schrift"

                          Nur mal so,

                          interessant zu lesen wer Sütterlin war. Hierzu dies: http://www.der-ortenauer.de/ortenaue...uetterlin.html

                          Jutta
                          Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
                          (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

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                          • Antennenschreck
                            Forum-Teilnehmer
                            • 05.09.2011
                            • 1833

                            #14
                            AW: Tabelle "Deutsche Schrift"

                            Hallöle,

                            es gibt übrigens für Winword eine Ergänzung (freeware) welche die alte deutsche Druck- und Schreibschrift in der Form sowie auch in der Rechtschreibung ermöglicht. Ich habe früher hin und wieder davon Gebrauch gemacht, benutze allerdings inzwischen mein Microsoft Office nicht mehr und somit steht mir diese Erweiterung leider nicht mehr zur Verfügung. Sollte jemand MS Office haben und Süterlin Fan sein, so empfehle ich mal unter Scriptor oder so ähnlich zu suchen. Die Installation war irgendwie etwas merkwürdig aber danach lief es einwandfrei.

                            Tschü..
                            Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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                            • Stejuhn
                              Forum-Teilnehmer
                              • 09.08.2011
                              • 1023

                              #15
                              AW: Tabelle "Deutsche Schrift"

                              Guten Morgen Ulrich,

                              natürlich haben wir zuerst die lateinisch-zusammenhängende Schrift schreiben gelernt. Als erstes benutzten wir einen Bleistift, später hatte ich einen Kolbenfüller von Brause. Er war ziemlich klein und für mich ideal, da ich kleine Hände hatte.
                              Am ersten Tag mussten wir "Das ist Kasper schreiben" - also Ganzheitsmethode - von dem bei mir nur das "K" zu entziffern war.
                              Die "Deutsche Schrift" und auch "Sütterlin" lernten wir erst später, damit wir auch die Schrift unserer Eltern (mein Vater schrieb je nach Lust und Laune alles gemischt, auch die Kurrentschrift) bzw. Großeltern lesen konnten. Dabei war Schönschrift für alle Schriften wichtig und wurde auch dementsprechend benotet.
                              Überhaupt wurde damals in meiner Schule viel unterrichtet, von dem andere Schüler in anderen Schulen nicht profitierten. Wir hatten auch Handarbeiten und Kochen für die Mädchen, sowie Reißbrettarbeiten für die Jungen usw.
                              Wie ich schon schrieb, half mir diese Kenntnis der verschiedenen Schriften sehr, da ich es in meinen Beruf mit Menschen zu tun hatte, die noch vor 1900 geboren waren. Dabei musste ich denn auch Kollegen helfen, die diese Schrift nicht kannten.

                              Viele Grüße
                              Sigrid
                              Nirgendswo ist es schöner als zu Hause mit der ganzen Familie vereint zu sein.
                              Stejuhn, Karschen, Hinzmann, Korthals, Kumke, Rudat, Nachtigall, von Wissotzki (Wishotzki), Oberdorf

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