Taufe

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  • Karin Langereih
    Forum-Teilnehmer
    • 17.02.2008
    • 1092

    #1

    Taufe

    Hallo an das Forum,
    ich habe einen Taufschein meiner Mutter, sie wurde 1920 in der St.Katharinenkirche getauft.
    Die St.Katharinenkirche ist evangelisch.
    Ich weiß aber, dass meine Mutter katholisch war, in der Heiratsurkunde z.B. steht eindeutig katholisch.
    Wie ist das möglich?
    Mein Großvater war evangelisch, meine Großmutter katholisch.
    Viele Grüße Karin L.
  • Ute Marianne
    Forum-Teilnehmer
    • 23.11.2010
    • 1098

    #2
    AW: Taufe

    HAllo Karin,

    Kann es sein dass sie evangelisch getauft wurde und bei der Heirat katholisch angab??

    Ich habe den Fall anders herum.

    Ururgroßvater in königl. Kapelle 1822 katholisch getauft und 1846 in St Barbara evangelisch geheiratet. Später Kinder wareb alle evangelisch.


    Gruß Ute

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    • Karin Langereih
      Forum-Teilnehmer
      • 17.02.2008
      • 1092

      #3
      AW: Taufe

      Hallo Ute,
      meine Mutter ist zwar früh gestorben, aber ich weiß genau, dass meine ganze Familie katholisch war, auch mein Vater, ich und meine Geschwister.
      Bei Archion steht auch die Taufe ihres jüngeren Bruders und auch evangelisch.
      Ich habe erst 2013 meine Taufurkunde angefordert. Dort steht auch einwandfrei: Mutter und Vater römisch-katholisch.
      Irgendwie irritiert mich das jetzt.
      Viele Grüße Karin

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      • waldkind
        Forum-Teilnehmer
        • 06.10.2008
        • 2366

        #4
        AW: Taufe

        Hallo Karin,
        mein Urgroßvater war evangelisch, meine Urgroßmutter katholisch, die folgenden Kinder katholisch. Die Heirat der beiden habe ich zufällig in der Evangelischen Kirche zu Ohra entdeckt. Kommt vor.
        Das hatte vielleicht praktische Gründe, z.B. wenn die evangelische Familie eine alt eingessene in der entsprechenden Kirche war. Bei Mischehen ging es in Richtung katholisch was die Taufe der Kinder anbelangte. Vielleicht sah man das bei der Heirat noch nicht so krass. Ein Konfessionswechsel muss nicht automatisch bei der kirchlichen Heirat stattfinden. Kann auch danach stattfinden. Es ist ja ein Amtsakt und kein Kirchenakt.
        Wir erwarten von den früheren Amsträgern und -vollstrecker immer diesen pedantischen Ordnungs- und Perfektionssinn von heute. Aber den gab es nicht. Da hatte man sich leicht mal verhört und verschrieben.
        Beste Grüße, waldkind.
        Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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        • Karin Langereih
          Forum-Teilnehmer
          • 17.02.2008
          • 1092

          #5
          AW: Taufe

          Hallo Waldkind,
          der erste Satz bis zum Komma deckt sich mit meiner Familie.
          Da meine Mutter und ihre Geschwister evangelisch getauft wurden, nehme ich an, daß sich meine katholische Großmutter später durchgesetzt hat.
          Mein Großvater ist nicht in Danzig geboren sondern in Müggenhahl, er ist erst um 1909nach Danzig gekommen.
          Irgendwann nach der evang.Taufe und vor der späteren Hochzeit muß bei meiner Mutter ein Konfessionswechsel statt gefunden haben.
          Viele Grüße Karin

          Kommentar

          • waldkind
            Forum-Teilnehmer
            • 06.10.2008
            • 2366

            #6
            AW: Taufe

            Hallo Karin,
            es könnte doch auch sein, dass aus irgend einem Grund zeitweise die Katharinenkirche für katholische Taufen genutzt wurde. So was kam vor.
            Also wenn einer der Ehegatten katholisch war, wurden die Kinder katholisch getauft (glaube ich gehört zu haben). Bist du dir sicher, dass deine Mutter evangelisch getauft wurde, aber später katholisch war? Oder beziehst du dich nur auf das Gebäude? LG wk.
            Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

            Kommentar

            • Karin Langereih
              Forum-Teilnehmer
              • 17.02.2008
              • 1092

              #7
              AW: Taufe

              Wie lief in Danzig so ein Konfessionwechsel?
              Mußte man wenn man katholisch werden will,erst aus der evangelischen Kirche austreten?
              Wurde das irgendwo vermerkt? Wenn ja, wo?
              Viele Grüße Karin

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              • JuHo54
                Forum-Teilnehmer
                • 11.12.2008
                • 2378

                #8
                AW: Taufe

                Hallo Karin,
                es wurde auch manchmal in einer ev. Kirche katholisch getauft, das habe ich unter meinen öfters und auch umgekehrt , eine ev. Taufe in einer kath. Kirche.
                Vielfältige Gründe können dafür verantwortlich sein. Ich habe sogar mehrere Fälle, da wurden die Kinder sowohl ev. als auch kath getauft wegen der Taufpaten. Gerade bei Mischehen kam das auch vor. Vielleicht hast du ja den Eintrag in der kath Kirche nur noch nicht gefunden. Hast du schonmal bei St. Brigitten geschaut?
                Liebe Grüße
                Jutta
                Jeder Tag ist ein kleines Leben für sich.

                Artur Schopenhauer* 1788 Danzig

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                • Karin Langereih
                  Forum-Teilnehmer
                  • 17.02.2008
                  • 1092

                  #9
                  AW: Taufe

                  Hallo Waldkind,
                  mir liegt folgendes Original vor:
                  "Nur zum Zwecke der Taufe gültig"
                  Dort steht, dass meine Mutter in das Geburtsregister von Danzig eingetragen wurde.
                  Neben der Unterschrift des Standesbeamten steht ein handschriftlicher Vermerk:
                  "getauft am 1.2.1920 in der St.Katharinenkirche"
                  Ich bin mir da sicher, dass sie später katholisch war, steht ja auch eindeutig auf ihrer Heiratsurkunde von 1943 in Danzig.
                  Viele Grüße Karin

                  Kommentar

                  • Karin Langereih
                    Forum-Teilnehmer
                    • 17.02.2008
                    • 1092

                    #10
                    AW: Taufe

                    Hallo Jutta,
                    nein St.Brigitten liegt mir nicht vor, bei ptg ist der Zeitraum nicht indiziert.
                    Viele Grüße Karin

                    Kommentar

                    • waldkind
                      Forum-Teilnehmer
                      • 06.10.2008
                      • 2366

                      #11
                      AW: Taufe

                      Gut, dann kann sie auch in der St. Katharinen-Kirche katholisch getauft worden sein. Aber das müsste ja im Taufbuch stehen. Also alle hier genannten Möglichkeiten mal abklopfen. Wie ein Kirchenübertritt funktionierte damals, weiß ich leider nicht. LG waldkind.
                      Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                      • Karin Langereih
                        Forum-Teilnehmer
                        • 17.02.2008
                        • 1092

                        #12
                        AW: Taufe

                        Das muß man erst einmal verstehen.
                        Wenn ich mein Kind katholisch taufen lassen will, gehe ich doch nicht in eine evangelische Kirche. Das macht doch ein evangelischer Pfarrer, wurde das so anerkannt? Muß wohl so sein.

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                        • waldkind
                          Forum-Teilnehmer
                          • 06.10.2008
                          • 2366

                          #13
                          AW: Taufe

                          Nein, nein, manchmal geht eine Kirche grad nicht wegen Umbau, Pfarrer krank oder sonst was ... dann kam es unter Umständen auch zu Doppelnutzungen, also Katholische und Evangelische in einer Kirche.
                          Sieht aber eher nach evangelischer Taufe oder späterer Konvertierung aus. Kannst dir aus dem Evangelischen Zentralarchiv eine Kopie des Taufeintrages schicken lassen. Vielleicht findest du da noch was Spannendes drin. Dann müsstest du halt überlegen, wann sie konvertiert sein könnte. Zur Heirat vielleicht?

                          Dass es auch Doppeltaufen gab, wie Jutta schreibt, habe ich auch noch nicht gehört. Man lernt doch niemals aus.
                          Interessiert mich auch, wie das mit dem Übertreten ging. Aber wo da nachfragen?
                          Viel Erfolg! waldkind.
                          Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                          • Karin Langereih
                            Forum-Teilnehmer
                            • 17.02.2008
                            • 1092

                            #14
                            AW: Taufe

                            Ja Waldkind, das ist die Frage, wo nachfragen?
                            Ich brauche jetzt diesen Eintrag im katholischen Kirchenbuch.
                            Dann kann ich wieder besser schlafen😰
                            Danke Waldkind.

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                            • Bartels
                              Forum-Teilnehmer
                              • 25.07.2012
                              • 3448

                              #15
                              AW: Taufe

                              Hallo und einen späten guten Abend,

                              wenn einer der Ehegatten katholisch ist, werden die Kinder katholisch getauft - dazu muss man sich heute bei einer ökumenischen evang./kath. Ehe praktisch verpflichten.

                              Uneheliche Kinder wurden in Bayern (u.d. bayer. Pfalz) nach 1816 katholisch getauft, auch wenn Mutter oder Erzeuger evang. waren.

                              Bei Mischehen war es früher auch so üblich:
                              Töchter bekamen die Konfession der Mutter,
                              die Söhne die des Vaters.

                              Meine Ur-Ur-Ur-Grossmutter wurde 1784 auf der Reise von Mainz (oder Speyer) nach Holland in Limburg/Lahn durch einen kath. Pfarrer "auf evang.-lutherische Weise" getauft. - Ich vermute, dass sie in den Weihnachtstagen in Rotterdam zu Welt kommen sollte, durch den Reisestress kam sie dann ein paar Wochen zu früh auf die Welt. - In Limburg gab es keinen evang. Pfarrer.
                              Also praktisch eine Nottaufe.

                              Zu gleicher Zeit kenne ich Einträge, dass Taufen in der Pfalz und über 200 km weiter auch mit gleichem Termin auch in ein württemberg. Kirchenbuch eingetragen wurden. (am Herkunftsort der Mutter).


                              Im speziellen Fall sollte man prüfen ob es ein Verzeichnis der Firmung oder der Konfirmanden gibt. - Viel Erfolg!
                              Beste Grüsse
                              Rudolf H. Böttcher

                              Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                              Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                              Familie Zoll, Bohnsack;
                              Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                              Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                              http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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