1000-jährige Eiche in Herrengrebin

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  • Wolfgang
    Forumbetreiber
    • 10.02.2008
    • 11623

    #1

    1000-jährige Eiche in Herrengrebin

    John Muhl schreibt in den Mitteilungen des Westpreußischen Geschichtsvereins, April 1923 am Ende des 39-seitigen Artikels über die "Geschichte des Rittergutes Herrengrebin" folgendes:

    "Einen altehrwürdigen Zeugen aus der Zeit des deutschen Ordens weist heute Herrengrebin noch auf: im Park auf der Insel unweit der beiden Karpfenteiche die tausendjährige Eiche, die den Zeiten getrotzt, sicherlich die 600 Jahre Grebiner Geschichte erlebt hat, so wie sie hier zusammengestellt ist."

    Gibt es diese 1000-jährige Eiche noch und wenn ja: Wo bzw. wie ist sie zu finden?
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"
  • akirepaul
    Forum-Teilnehmer
    • 11.02.2008
    • 236

    #2
    1000-jährige Eiche in Herrengrebin

    Guten Abend Wolfgang und Siegfried,
    ich kann Euch mitteilen, dass die 1000-jährige Eich im Jahre 1975 noch stand. Sie stand früher unter Naturschutz und durfte nicht gefällt werden. In meinem Bericht vom 25.3.08+14.4.08 habe ich auch über die Eiche erzählt. Siegfried, mir geht es genau wie Dir. Ich würde auch sofort mit Dir nach Herrengrebin reisen. So wie es uns "Alten" z. Zt. geht, müssten wir wohl mit dem Rollator fahren.
    Einen schönen Abend wünscht Euch der
    Lorbass Paul.
    Lorbass Paul, er ist nicht mehr bei mir/uns,
    aber sein Marjellchen Erika versucht zu helfen

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    • Helga +, Ehrenmitglied
      Moderatorin
      • 10.02.2008
      • 1948

      #3
      Zitat von Ohrscher 33-46
      Aus Informationen ist mir bekannt, dass Paul seine Gaeste gerne mit seinem Auto durch Danzig und das Umland "kutschiert" - selbstverstaendlich nicht ganz umsonst! Von grossem Vorteil ist auch, dass wir dann jemand dabei haben, der die poln. Sprache beherrscht.
      Super, hört sich gut an. Kann ich auch mitkommen????
      Viele Grüße
      Helga

      "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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      • akirepaul
        Forum-Teilnehmer
        • 11.02.2008
        • 236

        #4
        evtl. Flug nach Danzig

        Hallo Siegfried,
        ich danke Dir von ganzem Herzen für den tollen Vorschlag. Ich würde Dir sofort zu sagen, wenn nicht mein schlechtes Krankheitsbild es mir verbieten würde. Fliegen ist mir vom Arzt 1985 schon verboten worden, da im Flugzeug zu viele Bakterien mein Herz noch mehr schädigen würde. In den vielen Jahren meiner Krankheit ist es leider so, dass ich nicht mal mehr 20 Meter gehen kann, ohne mich setzen zu müssen. Ich wäre Dir nur ein Klotz am Bein. Aber vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass wir uns mal persönlich kennen lernen würden. Von Duisburg nach Remscheid ist es nicht weit. Schwing Dich mit Deiner Frau ins Auto und kommt zu uns ins Bergische Land. Wir können uns gerne verabreden und einen Termin vereinbaren.
        Es grüßt herzlich der Lorbass Paul und sein Marjellchen Erika
        Lorbass Paul, er ist nicht mehr bei mir/uns,
        aber sein Marjellchen Erika versucht zu helfen

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        • Erwin-Danzig, + 17.06.2017
          Forum-Teilnehmer
          • 11.02.2008
          • 160

          #5
          Alte Bäume in der Niederung

          Lieber Paul, lieber Siegfried,
          als ich im Sommer 1998 das erste Mal. nach der Vertreibung 1945,
          wieder in der Niederung war, und mein Sohn mit seinem Auto von
          der Chaussee Rostau - Grebin nach links in der Weg Landauer Bruch
          einbog, mußte ich erst noch andere Lagevergleiche in meinem 1:25000
          Plan suchen. Der schöne Landauer Bruchweg, mit seinen heimelnden
          Kopfweiden war nicht mehr vorhanden. Alles abgeholst, die schöne
          Kopfweiden-Allee dahin. - Auf dem Fahrterrain lagen vorgefertigte Betonplatten mit Lochaussparungen. Wir mußten sehr
          langsam fahren, das war natürlich schön um sich umzuschauen.
          Der erste Hof links (westliche Seite) war früher ein Landwirt Beesfeld.
          Bin mir aber nicht sicher, ob ich den Namen richtig schreibe.
          Der Hof meiner Großeltern Wilhelm und Maria Lau, geb. Markurland liegt
          auf der rechten Seite (östliche Seite). - Dadurch das die Kopfweiden nicht mehr den Weg säumen, war das Erinnerungsbild gestört. Aber die Auffaht
          zum Hof, die Lage der Gebäude und der heute zwei Stockwerke hohe
          Misthaufen gaben Orientierung her. Als ich nun im Jahre 2007 mit
          Regina Chwirot per Taxe von Praust aus dort hingefahren war, war
          anhand des Gebäudes und seiner alten Bauweise die Identität klar.
          Auf alten Foto's die ich vom Wohnzimmer, mit feiernder Familie 1926, habe
          ist klar,es ist noch das alte Bohlwerkhaus. Leider war zu wenig Zeit,
          es war Sonntag und die polnische Familie wollte zu einer Priesterweihe fahren. Am Aussenverputz war eine kleine Fläche abgestoßen.
          Man sah Schilfrohr, als Putz-Trägermatte auf Holzunterkonstruktion.--
          Im übrigen habe ich informativ irgenwo vernommen, daß unter polnischer
          Verwaltung bei der Entwässerung des Niederungslandes, nach der
          Wiederinbetriebnahme der Wasserabsenkung, das anstehende Wasser im
          Untergrund um 2,00 m tiefer gehalten wird. Der Hof Lau liegt auf + 1,10 m
          über NN. So wäre es auch eventuell eine Veränderung der Wachstums-bedingungen für die Weidenbäume. Oder sie wurden verfeuert !
          Wer kann das genauer sagen ?
          Über die Nutzung des Weidenholzes habe ich schon früher einmal vor
          Jahren geschrieben : Flechtruten für Nutz-Korbwaren in der Landwirtschaft, Verwertung der stärkeren Äste zu Brennholz,
          Herstellung von Faschinen im Wasserbau als Befestigung von Uferbereichen, hier schlugen Weidenspößlinge wieder aus oder
          auch als Steinwalzen in den Gründerzeiten zur Herstellung der Wurten
          für Gebäudebauland. Damit hätte ich mich gerne ausführlicher beschäftigt,
          aber leider nahmen die "Lübecker Danziger" Peter Poralla und mich nicht
          auf eine Exkursion mit. Man hatte ingenwo im Danziger Niederungsgebiet
          eine Fläche freigelegt, um die alte Gründungstechnik unserer Vorfahren
          aufzuzeigen. Wie man dabei vorgeht kann ich mir vorstellen und hätte
          aber anhand solcher Ausgrabungen gerne etwas mehr gesehen.
          Im Danziger Stadtbereich habe ich mir durch Blick durch einen Bauzaun,
          Gründungen auf Eichenbalkenroste angesehen. Man hat aber leider keinen
          genaueren Einblick.
          Solche Balkenrostgründung eines Brückenpfeilers, in einem Nebenfluß der Lahn in Diez, habe ich auch schon einmal beschrieben.
          So sind wir infolge des weiten Abstandes zu unserer alten Heimat, nicht
          in der Lage derartige Vorgänge mit zu beobachten. Auch taucht immer
          wieder unsachliche Kritik auf, als wolle man etwas verunglimpfen.
          Als ich nach den Überschwemmungen durch den Radaunekanal im Bereich zwischen Praust und Danzig Hbf, im Jahre 2001 geschrieben habe und etwas über den unsachgemäßem Umgang mit dem Kulturgut Radaunekanal geäussert habe. wurden mir auch in jenem Zusammenhang unfreundliche
          Antworten geschrieben. Es kommt kaum zu sachlichen Gesprächen.
          Dieses verspüre ich aber heute auch hier in Deutschland, weil die nachwachsende Generation vielmals die Erfahrung der Alten verschmäht
          und abtut ! Es entstehen neue Schäden, die man bei Befolgung von Ratschlägen vermeiden könnte. Aber bezahlen müssen dann immer die
          Nutzer.
          Nun habe ich genug geschrieben und wünsche allen eine Gute Nacht
          von Erwin Völz.

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          • Regina, +19.11.2023
            Forum-Teilnehmer
            • 15.02.2008
            • 235

            #6
            Uralte Eiche in Herrengrebin/Moenchengrebin

            Lieber Wolfgang,
            ich habe heute mit dem Schultheiss von Grabina Zameczek, Herrn Kruczek gesprochen und er sagte mir, das die uralte Eiche noch steht. Sie befindet sich im Park, in der Naehe von der Mottlau und der Kapelle. Ich weiss wo.Man kommt aber nicht asn sie heran, denn der Steg hat keine Bretter mehr.Von den Teichen ist keine Spur mehr, der ganze Park ist eine Wildnis.
            Ich war da mit Tomek im Mai.
            Liebe Gruesse
            Regina

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            • Wolfgang
              Forumbetreiber
              • 10.02.2008
              • 11623

              #7
              Zitat von Regina
              ... und er sagte mir, das die uralte Eiche noch steht. Sie befindet sich im Park, in der Naehe von der Mottlau und der Kapelle... Von den Teichen ist keine Spur mehr, der ganze Park ist eine Wildnis.
              Liebe Regina,

              ich habe bereits versucht, über Satellitenbilder von Google Maps die Teiche zu finden, aber leider gibt es dort nur Fotos in sehr niedriger Auflösung.

              Ich werde mir das aber trotzdem nächstes Mal etwas näher anschauen. Ich komme Ende nächster Woche wieder nach Danzig und vielleicht schaffen wir es, uns mal wieder zu sehen
              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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              • dardol
                Forum-Teilnehmer
                • 09.02.2010
                • 300

                #8
                AW: 1000-jährige Eiche in Herrengrebin

                Liebe Freunde,
                herzliche Gruesse aus Suwałki. Ich habe Photo dieses Eiche. Herrengrebin das ist mein ehemalige Arbeitsplatz. Ich weiss nicht, wie darstellen. Ist Moeglichkeit in Polnischsprache schreiben?

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                • sinus
                  Forum-Teilnehmer
                  • 07.05.2008
                  • 333

                  #9
                  AW: 1000-jährige Eiche in Herrengrebin

                  Hallo,
                  kürzlich war ich mit Regina in Herrengrebin.
                  Die alte Eiche steht noch in dem (inzwischen verwilderten) Park. Man gelangt dort hin, wenn man von der Burgruine über den Steg über den Burggraben geht. Ein weiterer etwas rikanter Steg führt dann über die alten heute trockenen Fischteiche. Dann kommt man auf eine Lichtung und sieht die alte Eiche. Eigentlich ist sie nur noch ein etwa 6 m hoher hohler Stamm, der schon vor 1945 mit Ziegeln ausgemauert wurde. Heute ist der obere Teil mit Brettern verkleidet.
                  Aber das schönste ist, dass immer noch einige vitale Äste aus diesem hohlen Stamm ragen und jedes Jahr grünen. Wenn diese Eiche reden könnte ...

                  Herzliche Grüße aus Mecklenburg
                  sinus
                  Angeh

                  Kommentar

                  • Wolfgang
                    Forumbetreiber
                    • 10.02.2008
                    • 11623

                    #10
                    AW: 1000-jährige Eiche in Herrengrebin

                    Schönen guten Morgen,

                    ich bin dort noch nie auf Erkundungstour gegangen, aber ich sehe, ich muss das nachholen. Vielen Dank für den Bericht und die Fotos.
                    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                    Kommentar

                    • sarpei
                      Forum-Teilnehmer
                      • 17.12.2013
                      • 6085

                      #11
                      AW: 1000-jährige Eiche in Herrengrebin

                      Hallo miteinander,

                      in einem Buch aus dem Jahr 1905 bin ich über folgendes Bild der 1000jährigen Eiche 'gestolpert':

                      [ATTACH=CONFIG]22621[/ATTACH]


                      Viele Grüße

                      Peter
                      Angeh

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