Lebendige Heimat!

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  • langhecken, +26.09.2011
    • Heute

    #1

    Lebendige Heimat!

    In den Aufzeichnungen meines Vaters sehe ich, dass er um 1900 als
    Jugendlicher mit dem Fahrrad vom Elternhaus am Langen Markt oft nach
    Groß Zünder "zu den Tanten" fuhr, den Schwestern meiner Patentante
    Selma Winkelhausen geb. Wessel, deren 3 Söhne im ersten Weltkrieg
    gefallen sind. Die Wessel waren Schulzen und Schlickgeschworener.

    In dem Buch von Max Wessel "Gedenkbuch der Familie Wessel" ist
    ausführlich über das Leben in der Niederung, v.a. auch in Groß Zünder
    berichtet worden. Max Wesel war Danziger Polizeipräsident . Er berichtet
    aber auch über Gotteswalde, Kleinzünder, Stüblau.

    Einen schönen Sonntag wünscht
    Gerd
  • sinus
    Forum-Teilnehmer
    • 07.05.2008
    • 333

    #2
    Groß Zünder

    Hallo langhecken,

    endlich finde ich mal jemanden, der das "Gedenkbuch der Fam. Wessel" besitzt. Kannst Du mal nachsehen, ob dort auch über das Dorf Mönchengrebin Beschreibungen enthalten sind. Der Name Wessel tauchte nämlich auch dort auf.

    Grüße aus Mecklenburg
    sinus

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    • langhecken, +26.09.2011

      #3
      Groß Zünder

      Hallo,

      ich besitze das Buch leider nicht. Ich hatte es durch Fernleihe von der
      Unibibliothek Göttingen unter der Signatur

      4 H PRUSS 2594

      für einige Zeit ausgeliehen. Das Buch existiert m.W. nur noch einmal.

      Über das Internet kann man das Buch einfach bestellen. Ich bekam es
      mit der Post damals für 4 Wochen zugestellt, gegen geringe Gebühr.

      In dem Buch wird auf ca,. 400 Seiten über fast alle Orte der Niederung
      berichtet.

      Viel Erfolg
      langhecken

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      • Nowak
        Forum-Teilnehmer
        • 09.09.2008
        • 149

        #4
        So sieht heute die Kirche aus
        Angeh

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        • susannefreter
          Forum-Teilnehmer
          • 16.02.2008
          • 478

          #5
          KleinZünder

          Hallo zusammen,

          habe heute einen vielleicht verwandten Namensvetter meines Vaters, Peter Freter, geb um 1676 in Klein Zünder gefunden. Klein Zünder liegt doch wohl neben Groß Zünder, oder ? Auch Letzkau, der Geb. Ort meines Urgroßvaters müsste ja in der Nähe sein ???? Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen ?

          Wenn man heute Groß Zünder in Google eingibt, erscheinen ganz viele Einträge über die offensichtlich berühmte Schäferhundzucht in Groß Zünder.
          War das früher auch schon so ?
          Das würde erklären, warum mein Urgroßvater Schäferhunde hatte.....

          Danke und liebe Grüße, Susanne
          Freter, Thater, Müller, Köpke, Siemund, Dyck, Hooge, Rathke, Buschmann,Prohl, Wunder, Huss

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          • Wolfgang
            Forumbetreiber
            • 10.02.2008
            • 11623

            #6
            Klein Zünder, Groß Zünder, Letzkau: Die gesamte Gegend ist eine "Fahrradgegend". Sie lädt ein, die Landschaft per Fahrrad zu erkunden. Es ist dort eine große Weite, topfeben. Nähe? In früheren Zeiten war es sicherlich nicht nahe, die Wege zu Fuß waren zwar zu bewältigen, aber wenn, dann ging es von Klein Zünder gerade mal sonntags zur Kirche nach Groß Zünder. Viel mehr war nicht.

            Susanne, mach mal ein paar Tage Urlaub dort. Geh in die Niederung oder ins nahe Werder, erkunde die Landschaft. Es ist doch heute nur noch ein Katzensprung. Informier Dich vorher über alles und dann komm! Es wird ganz sicher ein Erlebnis!
            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
            Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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            • Karin Langereih
              Forum-Teilnehmer
              • 17.02.2008
              • 1092

              #7
              Freter

              Hallo Susanne,
              ich bin bei meiner Forschung auch auf Klein Zünder gestoßen.
              Und zwar auf Carl Nierenberg, Hofbesitzer.
              Der Name Nierenberg ist aus meiner Familie.
              Im Zusammenhang mit diesem Namen ist mir aus alten Urkunden der Name Fraeder (er mag ja anders geschrieben sein) aufgefallen und zwar in Verbindung mit einer Eheschließung: Krobjilowski und Fraeder, wohnhaft in Wotzlaff.
              Meine Familie war in folgenden Orten vertreten:
              Groß Walddorff, Klein Zünder, Müggenhahl, Osterviek und Wotzlaff.

              Vielleicht ist da ja ein Zusammenhang für Dich zu erkennen.

              Viele Grüße von Karin

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              • MueGlo
                Forum-Teilnehmer
                • 11.03.2010
                • 1120

                #8
                AW: Lebendige Heimat!

                Moin, Gerd Langhecken,

                der Schlickgeschworene in Groß Zünder, hast Du rausbekommen, was der gemacht hat? Als 1793 ein Wessel Schulze war, war Peter Schumacher Schlickgeschworener. Ob dieser etwas mit "meinen" Schumachers in Klein Zünder zu tun hatte, weiß ich noch nicht ... das wird nur das Kirchenbuch helfen.

                Beste Gruesse aus Dakar,

                Rainer MueGlo
                "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

                www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

                Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
                http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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                • Wolfgang
                  Forumbetreiber
                  • 10.02.2008
                  • 11623

                  #9
                  AW: Lebendige Heimat!

                  Schönen guten Vormittag,
                  hallo Rainer,

                  ich weiß nicht, wo die genauen Aufgabenabgrenzungen zwischen Deichgeschworenen (vergleichbar mit den "Deichgrafen") und Schlickgeschworenen liegen. Sicher ist, dass es Deich- und Schlickgeschworenenordnungen schon im 16. Jahrhundert gab. Diese Geschworenen hatten die Aufgabe dafür zu sorgen, dass alle erforderlichen Deich-, Damm-, Schleusen-, Brücken- und Wasserabmahlarbeiten durchgeführt wurden. Die Bevölkerung der einzelnen Dörfer war dann -wie auch bei anderen Scharwerkspflichten- dazu vergattert, Menschen, Vieh und Material zur Verfügung zu stellen. Es wurden harte Strafen verhängt, wenn gegen die Ordnungen verstoßen wurde.

                  Die Bevölkerung war nicht sonderlich glücklich mit den ihnen auferlegten Pflichten und auch die Geschworenen, die darauf zu achten hatten, dass diese Pflichten erbracht wurden, waren nicht sonderlich beliebt.

                  Ich vermute, dass -sollte es überhaupt Unterschiede in den Aufgabenbereichen der Deich- und Schlickgeschworenen gegeben haben- die Deichgeschworenen in erster Linie zuständig waren für den Erhalt und Sicherheit von Deich- und Dammbauten, während die Schlickgeschworenen für die Entwässerung bzw. das Wasserabmahlen verantwortlich waren.
                  Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                  Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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                  • MueGlo
                    Forum-Teilnehmer
                    • 11.03.2010
                    • 1120

                    #10
                    AW: Lebendige Heimat!

                    Moin Wolfgang,

                    besten Dank für die Ausführungen und Erklärungen. Bzgl. der Schlickgeschworenen klingt das logisch.

                    Beste Grüße aus Dakar,

                    Rainer MüGlo
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                    • langhecken, +26.09.2011

                      #11
                      AW: Lebendige Heimat!

                      Hallo Gross- und Klein-Zünder-Forscher,

                      bei der Suche nach Vorfahren meiner Patentante Selma Winkelhausen geb.
                      Wessel auf Gr.Zünder fand ich viele Familiennamen:

                      Ahrendt, Doering, Dyck, Flockenhagen, Kiep, Philippsen, Prohl, Sommerfeld,
                      Stanke, Wessel .

                      Bin zu Auskünften bereit.

                      Gruß
                      Gerd Winkelhausen (langhecken)

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                      • MueGlo
                        Forum-Teilnehmer
                        • 11.03.2010
                        • 1120

                        #12
                        AW: Lebendige Heimat!

                        Moin, Gerd,

                        besten Dank für das Angebot.

                        Ich wäre an den Kieps interessiert.

                        In dem Geneanet Stammbaum http://gw5.geneanet.org/index.php3?b...m=N;v=Kiep;t=A gibt's 'ne ganze Menge Kieps.

                        Beste Grüße aus zur Zeit Kronberg,

                        Rainer MueGlo
                        "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

                        www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

                        Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
                        http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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                        • MueGlo
                          Forum-Teilnehmer
                          • 11.03.2010
                          • 1120

                          #13
                          AW: Lebendige Heimat!

                          Moin, Gerd,

                          Zusatzfrage: Was hast Du an weiteren Materialien über Klein- und Groß Zünder?

                          Beste Grüße,

                          Rainer MueGlo
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                          http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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                          • langhecken, +26.09.2011

                            #14
                            AW: Lebendige Heimat!

                            Hallo Rainer,

                            Wie ich in dem von Dir zitierten Stammbaum ersehe, haben wir gemeinsame Vorfahren.
                            In unserer Familie haben 2 Wessel-Töchter aus Gr.Zünder 2 Winkelhausen-Söhne aus Pr.Stargard
                            geheiratet. Eine von den Wessel-Töchtern ist meine Patentante.
                            Hier die Kiep:
                            Johann Otto Kiep * 9.9.1850, Eltern: Eduard Wilhelm und Marie-Luise Kiep geb. Wessel
                            Die Eltern heiraten 18.2.1822. Eduard Wilhelm war Grützereibesitzer und seine Eltern waren
                            Peter Wilhelm und Anna-Luise Kretzing, Hofbesitzer und Kirchenvorstand.

                            Justine Wilhelmine Kiep oo 12.6.1860 Jakob Eduard Prohl, Grützereibersitzer, Sohn von
                            Gottfried Prohl.

                            Wegen der Weitläufigkeit meiner ''Familie habe ich die Kiep nicht weiter verfolgt.
                            Interessant ist meine Homepage "www.familie-winkelhausen.de
                            dort findest Du einiges über den Winkelhausen-Wessel-Zusammenhang.

                            Ich empfehle die Fernleihe des Wessel-Buches. Dort findet man viel über die
                            vielen Familien im Werder. Man heiratet ja viel unter einander.

                            Ich hoffe, dies hilft Dir ein wenig weiter.

                            Viele
                            Grüße
                            Gerd

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                            • MueGlo
                              Forum-Teilnehmer
                              • 11.03.2010
                              • 1120

                              #15
                              AW: Lebendige Heimat!

                              Moin, Gerd,

                              besten Dank.

                              Kleine (eventuelle) Korrektur: Der Stammbaum, den Du gesehen hast, ist nicht meiner, sondern von einer mir bislang nicht bekannten Dame. Aber einige der aufgelisteten Kieps und andere tauchen auch in meinem Stammbaum auf. Folglich habe wir irgendwo ein paar kleine gemeinsame Gene ...

                              Die Heirat innerhalb des Dorfes war sicherlich weit verbreitet. Interessanter finde ich, über welche Distanzen - für damalige Zeiten - innerhalb des Werders die Leute heirateten. Beispiele:

                              --- Königsberg - Neukirch - Klein Zünder - Danzig
                              --- Zeyersniederkampen - Steegen / Steegnerwerder - Klein Zünder
                              --- Klein Zünder - Klein Plehnendorf - Danzig

                              Alles im Zeitraum von ca. 1740 bis 1900 ...

                              Vom Wesselbuch träume ich schon lange ... Fernleihe nach Afrika ist ein bisschen schwierig ... kann das nicht mal jemand scannen?

                              Beste Grüße,

                              Rainer MueGlo
                              "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

                              www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

                              Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
                              http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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