Weil die Eisenbahn im Freistaat Danzig nach dem 1. Weltkrieg Polnisch blieb, wurden da nur polnische Bürger beschäftigt. Deshalb, und weil man bei uns gut leben konnte, lebten in Trampken wie überall eben auch Polen. Wir vertrugen uns gut. Es war nur ein Pup-Dorf. Kaum mehr als 100 Einwohner. Bauern Handwerker, Kaufleute und Tagelöhner.
Nach dem Umschwung in Polen ging es bergauf. Es gab wieder alles zu kaufen, wie damals bei uns, als die DM eingeführt wurde. Heute ist "Groß Trampken" wirklich groß. Acht bis zehn Nachbardörfer wurden eingemeindet. Neue Straßen wurden gebaut, Sportplatz, Sporthalle und Gymnasium gebaut. Einwohner ca. 3500. Um die alten Häuser allerdings kümmert sich niemand. Sie gehören den Gemeinden. Die fallen langsam auseinander. Aus dem gepflegten Park am Gutshaus ist ein wilder Busch geworden. Das Haus selbst hat auf einer Seite kein Dach mehr. Ähnlich mitgenommen sind die Bauernhäuser unserer vertriebenen Landwirte. Neue Besitzer sind eingezogen, aber für die Höfe gibt es nur eine Bezeichnug: Polnische Wirtschaft.
Sei gegrüßt von Walter

heißt.Ich habe gesehen, dass das Buch in der Unibücherei in Göttingen steht, vielleicht kann ich es ja auch per Fernleihe hier von Hildesheim aus bestellen.
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