Gnadenreiche Zeit

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  • Rudi Bellon, + 24.08.2010
    Forum-Teilnehmer
    • 11.02.2008
    • 265

    #1

    Gnadenreiche Zeit

    Markt und Straßen stehn verlassen,
    Still erleuchtet jedes Haus,
    sinnend geh´ich durch die Gassen,
    Alles sieht so festlich aus.

    An den Fenstern haben Frauen
    Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
    Tausend Kindlein stehn und schauen,
    sind so wunderstill beglückt.

    Und ich wandre aus den Mauern
    Bis hinaus ins freie Feld,
    Hehres Glänzen,heil´ges Schauern !
    Wie so weit und still die Welt !

    Sterne noch die Kreise schlingen,
    Aus des Schnees Einsamkeit
    Steigt´s wie wunderbares Singen -
    O du gnadenreiche Zeit !

    Ein Gedicht von Freiherr von Eichendorff(1788-1857)
    Er lebte in Danzig von 1819 bis 1824 und von 1843 bis 1847

    __________________________________
    [COLOR=Teal]Schönes Wochenende und Grüße von Rudi

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