Robert Sellke: Herbstliches Danzig

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles l
neue Beitr
  • Wolfgang
    Forumbetreiber
    • 10.02.2008
    • 11623

    #1

    Robert Sellke: Herbstliches Danzig

    Herbstliches Danzig

    Der Herbst kam in die Stadt. Der Winter droht
    Mit kühler Ahnung aus Novemberferne.
    Die Blätter wurden gelb und rot
    Und nächtens flackern wie bei Frost die Sterne.

    Nun wird des Lebens zweiter Frühling wach
    Mit einem Lichte, das wie Wahrheit leuchtet.
    Die zweite Sehnsucht flammt ihm nach
    Wie rote Astern, die vom Tau befeuchtet.

    Von Plan und Gassen schwand des Sommers Spur,
    Altweibersommer spinnt den weißen Faden
    Und schärfer zeichnet jegliche Kontur
    Das Herbstlicht an dem Kunstwerk der Fassaden.

    Am nahen Meer vor unsern Toren loht
    Uns jetzt ein Leuchten auf in bunten Gluten:
    Ein Grün, ein Blau, ein Muschelrot,
    so grell und hell, wie Opfertiere bluten.

    Befreiend geht der Wind von Land und nimmt
    Mit sich des Lebens und des Herzens Schwere.
    In blumenblauer Ferne schwimmt
    Das weiße Band von Hela auf dem Meere
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"
L