Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Schütz

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  • Christkind
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 1568

    #31
    AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

    Die Pfarrvereine
    Den Boden der Pfarrei fand ich 1924 von Pfarrer Lemke gut durchpflügt und in Vereine aufgeteilt vor.Arbeiterverein, Mütterverein,Jungfrauen-Congr., Jüngl.Verein,Kindheit-Jesu-Verein,Kirch..... ?
    Neu eingerichtet wurde 1) Agnesgruppe in der Jungfr.Congr. Der Jünglingsverein wird in eine Congregation verwandelt und die Aloysiusgruppe eingerichtet.
    1930 wird der päpstl.Francius.....-Verein eingeführt mit 450 Mitgliedern.
    1.4.1934 wird schließlich die Pfarrcaritas als best.Organisation eingerichtet mit ev.250 Mitgliedern.
    Der „Turnus“ der Vereinstätigkeit ist gegenwärtig folgender:

    1.)Arbeiter-Verein( ev.240 Mitgl.)monatl. Am 2. Sonntag nach dem Hochamt. Mit Versammlung bei Grunenberg oder im Vereinszimmer,........?in der Kirche mit relig..... ?
    Ein erster Ausflug im Herbst nach Danzig (80 Teilnehmer) zur „Besichtgung“ hat sehr gefallen.
    Nach der Kolende fanden bis Ostern wöchentliche Schulungsabende statt.

    2)Mütter-Verein (ev.300 Mitgl.)260 halten die „Monika“ und zahlen einen Beitrag von 2 G jährl. Januar und Juli je 1 G.
    Versammlungen sind jeden 2. Monat nach dem Hochamt und möglichst alle Quartale nachm., möglichst mit Aufführungen, Kaffee u.a.Besonders feierlich begangen wird der „Müttertag im Mai“. Im Sommer ist alljährl.ein sehr beliebter „Mütter-Ausflug“. (Oliva,-Brösen,- Kartaus,-St.Albrecht – Danziger Kirchen.)
    An jedem Herz-Jesu-Freitag für die Mütter eine hl. Messe gehalten und die Mitglieder zur hl. Communion eingeladen.

    3)Die Jungfrauen-Congregation hat jeden 1. Sonntag nachm. sg.weltl. (ausserkirchl.) , jede 3. Sonntag nach dem Hochamt kirchl. Versammlung.
    Die Verslg.am 1.Sonntag nachm. Mit besdr. Berücksichtigung der jüngeren Sodalen (14-17). Die kirchl. Versammlung am 3. Sonntag gilt als offizielle Hauptversammlung.
    Die Agnesgruppe tagt von Oktober bis April jeden Freitag 3-5 Uhr.
    Im Sommer sind Ferien, aber doch ein .... ? Nachmittagsausflug.
    Am 8.12. ist Patronatsfest, feierl. Aufnahme und Bundeserneuerung.
    Nach der Annahme zur 1.hl. Communion werden die Kinder in die Agnesgruppe und als Aspiranten aufgenommen, und nach der Schulentlassung feierlich als Sodalen geweiht.
    Die frühe Aufnahme hat sich bewährt und ist nötig, weil nicht wenige bald in Stellung gehen. Die activen Mitglieder halten Kranz und Knospen (10 P.Beitrag).
    Die Agneskinder bekommen gratis „Ins Leben hinaus“und für 10 Pf. Das... Glöcklein. In Stangenwalde ist ist eine besd. Gruppe, mit 1 Verslg. Im Schulhause. Sommerzeit-Sonntags (5 ….alltags 4....)

    4)Die Jünglingskongregation ist unser Schmerzenskind. Sie will nicht recht .... ? kommen.Ev.65 Sodalen haben wir aufgenommen. Aber das Congregationsleben ist schwach. Im Sommer sind kaum rechte Versammlungen zusammenzubekommen.Im Winter sind dafür alle Dienstag 3-5 Uhr Heimabend für die Aloysiusgruppe (11-14 Jahre), 6-8 Uhr Heimabend für die Sodalen.Die Aloysiuskn. zahlen keine Beiträge, die Sodalen 20 P. Leider wird durch de“Wacht“ und durch den Düsseldorfer (?) Verband zu wenig der „Congregations-Geist“ gepflegt.

    Die feierl.Aufnahme und Bundeserneuerung ist auch am 8.12.


    5)Kindheit-Jesu-Verein sammelt fleissig,, wird aber doch stiefmütterlich behandelt.Nur an Weihnachten halten wir 4.Feiertag feierl. Kinderandacht mit Ansprache und Kindersegnung.Und 3.Feiertag war im Saal fröhliche Weihnachtsfeier.So war immer geplant, aber es wollte nicht gelingen,auch im Sommer etwas für die Kinder zu veranstalten.



    6)Missionsverein und Pfarrcaritas
    ist mit dem Mütterverein in Personalunion verbunden.Es geht gut.Keine von den Förderinnen hat mich je im Stich gelassen.Besd. Der Missionsverein bringt jährlich 1000 G. Zu Weihnachten bekommen die Förderinnen als Anerkennung ein Büchlein oder Kalender, o.ähnl.

    Ausserordentliche Seelsorge
    Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
    (M. Gandhi)

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    • Christkind
      Forum-Teilnehmer
      • 10.02.2008
      • 1568

      #32
      AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

      Außerordentl. Seelsorge


      In Prangenau sind ausserordentliche Seelsorgeverhältnisse. Über 40 Dörfchen,bis 2 Stunden Kirchweg.2 Filialen. Dann die Struktur der Bevölkerung. Städter und Dörfler, Land u. Industrie,
      ….. ?stadtgeist u. doch ganz ländl. Einstellung.Politisch und national gemischt u. zerspalten.Zentr.u. Nationalsozialisten, Deutsche und Polen.Alles Kinder einer Pfarrfamilie.
      Es ist nicht leicht, alle in Frieden zusammenzuhalten und religiös zu erreichen und zu erfassen.
      Ausserordentliche Seelsorgsmittel müssen hier mehr als sonst angewandt werden.
      Das wohl wichtigste ist die jährl. Kalende (Kolende?) Eine mühevolle aber sehr fruchtbare Arbeit.Man lernt bald alle Familien kennen. Die Kinder sehen mal den Pfarrer und werden durch ein Bildchen gewonnen. Bildchen, Gebetszettelchen, nicht sparen!Vom Kolendegeld bekommt 1/3 der Organist,vom Rest der Kutscher 20 G. bare Auslagen. Das andere ad pias causa, besd. für Jugendvereine u.Schriftenapostolat, Caritas. Da hier keine Kirchensteuern eingezogen werden,gilt das Kolendegeld als Ausgleich.
      Ausserordentlich segensreich waren auch religiöse Wochen. Ich dachte immer mehr an Volksexerzitien, fand aber keinen Pater der es recht anpackte.
      In jedem Jahr hielten wir seit 1927 so eine religiöse Woche.
      1927 in der Frohnleichnamsoktav eine ….?Woche durch P.Kos.C.dd.R.
      Der Herz-Jesu Freitag wurde danach eingeführt u. ist ein besd. Gnadentag. besd. für die Mütter geblieben.Okt.1927 (Christ-Königs- Fest) war großer Jugendtag,geleitet von P.Stahl, P.S. .. Okt.1928 u. Okt.1929 predigte „gewaltig“ eine Woche P. Kampmann aus Braunsberg.C.vv.R.
      Okt.1930 P. Mühler P....R
      Okt.1931 P.Groß,P.S.M. Danzig
      Okt.1932 P.Rektor Weber,P.S.M., Danzig
      Okt.1933 P.Groß, P.S.M
      Im Jahre 1934 war vom 21.-24.Juni Volksmission in Schaplitz durch P.Rischke,C.dd.R aus Braunsberg.
      Am 24. Juni-1 Juli in Prangenau durch P.Rischke,C....R. , u. P.Kolfenbach C...R..
      Bei der großen Volksmission, die ausserordentl. erfolgreich war,wurde am.... ? die Pfarrei feierl. der Gottesmutter geweiht und die Lourdes- Grotte geweiht.
      Durch die regelmässig sich wiederholenden Volksexercitien ist das religiöse Leben, Sakramentenempfang, Glaubensgeist,religiöses Familienleben stetig gewachsen. Wir haben einen guten Stamm wirklich innerlicher Menschen, die mit P .....stein das Leben religiös erfassen und nach christl. Vollkommenheit streben.
      Zur ausserordetl. Seelsorge gehört auch das Schriften-Apostolat. Da viele Familien wegen der Entfernungen selten eine Predigt hören ist es doppelt wichtig, daß religiöse Schriften in die Familien kommen.
      Durch die Vertrauensmänner des Mütter- und Arbeiter-Vereins u. Jungf.kongr. werden gegenwärtig in den einzelnen Bezirken monatl. verteilt:
      50 Expl. Kath. Sonntagsblatt
      350 Weltmission
      270 Monika (210)
      229 kathl.Arbeiterzeitung
      50 Expl. Männerapostolat
      60 Expl.Kranz - Düneldorf
      40 Expl. Knospen- Düneldorf
      5 Wacht -.... ?
      10 Am Scheidewege- Aloysius -Gruppe
      10 Ins Leben hinaus- Agnesgruppe
      20 Marienglöcklein
      Ausserdem wurden Kirchen...i. J. 1933/34
      90 Expl.“Lebe mit der Kirche“ durch das Pfarramt für einzelne Gruppen und Einzelfamilien bestellt.
      Das Schriften-Apostolat kann noch weiter ausgebaut werden:
      Die Steyler Missionsschriften, Stadt Gottes u. JesusKnabe, sowie die Pallotiner Leitschriften.: Rosenkranz, Missionsblatt u. Kathol. Welt werden auch noch verhältnismäßig zahlreich gehalten.
      Alles hilft mit,den Glaubengeist u. kirchl. Gesinnung in den Familien zu erhalten.
      Als Grundlage für das Schriften-Apostoler (?)
      gelten folgende Bezirke :
      1.Babentahl- Bernh.Wolff
      2.Bankau- Frau Nimczyk
      3.Bölkau I – Frl. Janusch
      4.Bölkau II (Gr.B.)- Frau Kandzorra (?)
      5.Buschkau- Frl. Schmahl
      6.Goschin – Frau Tsuschinski
      7.Kahlbude- Frl. Peters
      8.Lissau- Frau Groth
      9.Löblau- Frau Klawinski
      10.Marscheuerberg – Frau Filipowski
      11.Neuheit – Frau Mach
      12.Neukrug- Frl. Etmanski
      13.Ostroschken – Frau Buchna
      14.Ober Prangenau – Frau Koelmer
      15.Unt. Prangenau – Frau Mach
      16.Gr.Saalau – Frau Skibba
      17.Kl. Saalau – Frl. Etowski
      18.Schlangenberg – Frau Janusch
      19.Ob.Sommerkau – Frau Truschinski
      20.Stangenwalde – Frau Skibowski
      21.Schaplitz – Frl. Radimski
      22.Ziegelscheune- Frau Ordowski
      23.Popowken.
      Arbeiter- Verein und Jungfrauencongreg. haben eigene u.s. weniger Bezirke,ebenso Kindheit-Jesu-Verein.


      Edle Früchte
      Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
      (M. Gandhi)

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      • Christkind
        Forum-Teilnehmer
        • 10.02.2008
        • 1568

        #33
        AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

        Edle Früchte
        Daß in unserer Pfarrfamilie lebendige, religiöse Kräfte wirksam sind,zeigt sich in den nicht wenigen Ordensberufen.Es ist fast seltsam,daß die Mehrzahl aus der Periferie der Pfarrei stammen. Das ist der Segen der weiten Kirchgänge! Aber auch das religiöse Eigenleben in der Familie.
        Bis 1936 sind in den Orden eingetreten:
        1)Frl. Piers, Prangenau(Franziskanerin-Aachen) Schwester Valesta
        2-Frl. Krischweski, Neuheit,Franziskanerin)
        3-Frl.Krischweski, Helene,Schwester vom Heiligen Kreuz
        4-Frl. Czworwinski,Ober-Sommerkau,8Gr.Schwester)
        5-dito(ihre Schwester)
        6-Frl:Engler,Ober-Sommerkau (Caritas- Schwester)


        seit 1927 bis 1938
        7-Frl..eynowa, Goschin,(Franziskanerin)
        8-Frl. Klinski,Neukrug, Gr.Schwester
        9-Frl. Kreft,Neukrug
        10-Frl. Brauer, Weismuß,Schw. Peregrina,Franzisk., Waldbreitbach
        11-Frl. Rebischke, Neukrug,..... schwester
        12-Frl. Buchna,Prangenau,Pallotinerin, Limburg
        13-Ewald Schröder,Bölkau,S.V.D.Priester....)
        14-Paul Skibba,Gr.Saalau,Barmh. Brüder,Neuß


        Alle sind gewachsen auf dem Gnaden-Boden unserer Pfarrei.
        (alle leben und wirken noch)
        Ihr Opferleben kommt uns in versch.Weise zu gut.- Und ich weiß, sie alle hängen in Liebe an ihrer Heimatkirche.


        Gereift und vollendet
        15 Edelknospen unserer Pfarrei hat Gott berufen und gepflanzt in seinen besonderen Garten.Viele andere sind hier gereift zu hervorragende, aussergewöhnlicher Vollkommenheit und Heiligkeit.Nirgends habe ich so viele „alte“ und „heilige“ Leute gefunden.Oft, ja meist, in den abliegenden Dörfern. Sie sind viel gewandert zur Kirche in gesunden Tagen,oft gepilgert nach Neustadt und zu den Ablässen der Nachbarschaft. Sie haben nicht so oft die hl. Sakramemte empfangen,aber sie haben gelebt in und aus dem „Sacramentum Ecclisiae“, ein Leben und Leiden, verborgen mit Christus in Gott.
        Wir haben 3-40 „Osterkranke“.In der Adventszeit und Osterzeit, einzelnen..... ?ein armes Dorf. Der steinreiche Boden und wirkl. auch der große Besitz der Kirche an Land ließ Wohlstand nicht aufkommen.Erst als „Industrie“- Verdienst ins Dorf kam, sind die alten Stroh-und Elendskaten verschwunden.
        1868 mit dem Bau der Wasserleitung fing es an.
        Dann kam die „Steingewinnung“ 1872 – 1880.Täglich gingen da ganze Eisenbahnzüge mit Prangenauer Steinen nach Danzig.Auswärtige Steinschläger kamen und lehrten die armen Prangenauer das Steine-Schlagen, aber auch, soweit sie es nicht auch schon konnten,das Saufen.Neue,,massive“ Häuser entstanden damals. Die Grundstücke von Klein, Ob.Pranganau,Rucinski ,U.Prangenau,die massiven Häuser der Familien Buchna,Kaminski,u.a.Die Steinschläger- Familien wurden „gehoben“.Noch heute sind Kinder und Enkel ein besonderer Typ.(Buchna, Klein, Rucinski). Leider, leider sind auch die Folgen des Alkohols da.Viel Nervosität u.Lebensschwäche im jungen Geschlecht.Viele intelligente,fromme, feine Kinder,aber schwächlich, bleich,nur „Versager“ im späteren Alter. Der verfluchte Suff! Aber es fehlte an Aufklärung! Wohl war eine „Mäsßigkeitsbruderschaft“ da. Sie war nicht aktiv. Bei ihrer Auflösung (ev. 1900) wurde eine große Fahne angeschafft mit einem “büssenden Einsiedler“ und dem Vermerk:“Zur Erinnerung an die Mässigkeitsbruderschaft“ Wär sie doch geblieben!
        Nach dem Krieg kam eine neue Blütezeit durch den Bau der Kraftwerke von Bölkau,Straschin u. Lappin. Rudolf Buchna!- Haus ist die Frucht dieser Zeit.
        Das Geld wurde schon zu leicht u....? ungerecht (?)verdient bei Tag und Nacht... Die Gasthäuser haben glänzende Geschäfte gemacht und das Kaufhaus Michaelis (jetzt St.Annaheim) 4 Hilfskräfte zum Verkauf musste M. einstellen. Putzsucht bei den Mädchen, Alkoholismus u. Nicotinismus bei den Männern, Schleckereien bei den Kindern sind geblieben.
        Wenn man uns doch die alte Radaune gelassen hätte, und die 6 Mühlen u. Fabriken, die wohl 500 Familien in Kahlbude, Bölkau, Prangenau Brot gaben!
        Aber Moloch Großstadt hat uns wahrhaftig „das Blut ausgesogen“!Zuerst das schöne Wasser. Und ohne Entschädigung. Die Wiesen in den Kalken werden mit den Jahren vertrocknen. Im Dorf herrscht Wassernot.Es scheint,daß der ganze Wasserspiegel sich senkt.Dann werden an der Radaune 6-7 Fabriken geschleift und zum Wasser uns das Brot genommen.Unsere Familien sind veramt , und keine Verdienstmöglichkeit.Die Folge ist, daß alles, was bischen intelligent und tüchtig ist,in die Stadt zieht u. hier kaum junge, gesunde Familien sesshaft werden. Es sieht nicht gut aus für den Nachwuchs.Leider haben die Dorfväter gegen meinen dringenden Rat die Eingemeindung von Lissau zurückgewiesen.Jetzt tuts ihnen schon leid.Durch die Siedler wären neues gesundes Blut, und neue sesshafte Bürger in die Gemeinde gekommen.
        Es geht nun genau wie manchem schönen Dörfchen im Gebirge.Man muss die gute Luft und die schöne Aussicht financi.... ? Prangenau muß man zum Luftkurort machen.Jugendherberge,Annaheim sind Schritte auf dem Weg. Es muß noch mehr Reklame für Prangenau gemacht werden.
        Trotz der Armut der Gemeinde hat aber das Dorf in den letzten Jahren unter Gemeinde.... ? Schulz ein ganz anderes Aussehen bekommen. Die Dorfstraße ist endlich gepflastert. Der Weg ins Dorf von Kahlbude durchs ... ? verlegt, die Kirche restauriert,die Gasthäuser aufgeputzt.Schule, …..? bis Beritz restauriert.Kaum ein Haus und Zaun, an dem nicht „verschönernde“ Hand angelegt ist.
        Prangenau ist heute bei aller Armut und innerem Elend ein freundliches Dorf.Immer mehr Freunde finden sich, immer mehr Gäste kommen.Und sie kommen immer wieder.


        Gottes Segen allezeit über unser Prangenau!
        Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
        (M. Gandhi)

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        • Christkind
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          • 10.02.2008
          • 1568

          #34
          AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

          Urkunden zum Nachweis der arischen Abstammung (von Vikar Mionskowski)



          Seit der Machtübernahme (30.1.1933) der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) in Deutschland wird dort u.a. auch der sogenannte Arierparagraph (einer der Programmpunkte Adolf Hitlers) in die Praxis umgesetzt. Danach müssen in Deutschland alle Beamten, Lehrer, Angestellte, Studenten, Anwärter zur Reichswehr, Amtswalter? der Partei, Anwärter der SA und SS u.a.m. den Nachweis arischer Herkunft erbringen. Da Prangenau eine sehr ausgedehnte Pfarrei war und ist, ca. 20 Ortschaften umfassend, der Menschenüberschuss? seit Jahrzehnten in die Städte abwanderte - laufen hier sehr zahlreiche derartige Anträge ein. Da zum Nachweis der Abstammung nicht nur die Namen und Geburtsdaten der Eltern, Großeltern und Urgroßeltern bis 1800 gefordert werden, sondern auch die Daten der Eheschließung und des Todes- wurden denn auch neben Geburts- bzw. Taufurkunden auch Trau- und Sterbeurkunden verlangt und ausgefertigt. Über 90% aller Anträge konnten (wenn auch oft mit großer Mühe und Zeitaufwand) positiv erledigt werden. In der Zeit vom 15. Mai bis 31. Dezember 1934 sind 301, vom 1. Januar bis 1. April 1935 bereits 170 solcher Anträge bearbeitet worden. Aus allen Teilen Deutschlands sind solche Anträge gekommen. Interessant also, wohin überall Prangenauer bzw. deren Nachkommen verschlagen worden sind. Hier einige Beispiele: Berlin, Königsberg, Hamburg, Kiel, Hannover, Allenstein, Schwerin, Flensburg, Essen, Waldeck, Köln a/Rhein, Aachen, Potsdam, Dortmund, Breslau, Bochum, …, Augsburg, Insel Föhr usw.-
          In den weitaus meisten Fällen sind die wendigen? Prangenauer untere und mittlere Beamte geworden, aber auch Großkaufleute und selbst Akademiker sind darunter.
          Erwähnt sei auch, welchen Wandel die Familiennamen im Laufe der Zeit durchgemacht haben. Sie sind z.T. polonisiert bzw. germanisiert worden, oft sogar einfach in die andere Sprache übersetzt. So sind die Vorfahren der heutigen Namensträger Ziehm in den heutigen Namensregistern zu finden unter den Bezeichnungen Cym, Cyma, Cymanski. Wolff wurde zu Wilk bzw. Wilke (auch Willke) und umgekehrt. Haas (auch Hase, Haase, Hasse) zu Zajac?, Doering, Dering, Daering, Doetring ist ein und derselbe Name. Alman = ?allmann, Etmanski (oder Ettmanski) = Hertmanski, Zielke = Zielka = Cylka. Gorski = Görski = Gurski. Kuschel = Kuszel = Kuzel = Kuziel. Rebintke = Rabischke = Rebyszka = Rabyszka. Taube = Döbe = Dufke (oder Duffke) = Golabek u.a.m.


          ? nach arischen Sachen wird so groß (täg. 5 Anträge,…200/..) …ein Büro eingerichtet, in dem Frl. B… tägl. 4-6 Stunden sucht und Urkunden anfertigt.


          Einige Auszüge aus den Pfarrakten (Vikar Mionskowski)
          Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
          (M. Gandhi)

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          • Christkind
            Forum-Teilnehmer
            • 10.02.2008
            • 1568

            #35
            AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

            Einige Auszüge aus den Pfarrakten (Vikar Mionstrowski)


            Betreff Friedhof: der rund um die Kirche gelegene Friedhof Juli 1853 überfüllt und daher als Begräbnisplatz nicht mehr geeignet.
            Durch Schreiben vom 23.8.53 macht der Lokalvikar F… dem Domherrn R…., Pfarrer von Kgl. Kapelle und Prangenau den Vorschlag, als geeigneten Begräbnisplatz einen Teil des zum Pfarrkrug Prangenau gehörenden Garten zu verwenden. Dies von dem genannten Pfarrer abgelehnt mit der Begründung, dass der Pfarrkrugpächter, der von allen Pfarrpächtern am wenigsten Land habe, nicht noch davon Einbuße erleiden dürfe, dass ihm ein Teil des Gartens genommen würde. Außerdem gehöre der gesamte Garten zum Pfarrkonfizium?, wovon der Pfarrer nichts abgeben brauche und dürfe; vielmehr sei die Gemeinde verpflichtet, aus ihren Mitteln einen geeigneten Begräbnisplatz zu erwerben.
            25.10.1868: Aufforderung des Landrats zur Beschaffung einer neuen Begräbnisstätte
            Antwort: Der seit 25 Jahren nicht mehr benutzte Begräbnisplatz in Saalau sei neu hergerichtet, so dass dieser von den Ortschaften Gr. Kleschkau, Klein Saalau, Lissau, Goschin, Saskoczyn und Wart?.. zur Bestattung ihrer Toten benutzt werden könne und dadurch der alte Friedhof in Prangenau noch für mehrere Jahre ausreiche.
            5.12.1868: nochmalige Aufforderung des Landrates zur Beschaffung eines neuen Begräbnisplatzes in Prangenau
            20.4.1874 Schr. an die Regierung zur Beschaffung einer neuen Begräbnisstätte nunmehr unabweisbares Bedürfnis. Geeigneten Platz besitzt und zum Verkauf bereit: Eigentümer Theodor Trczynski, Prangenau - am Wege nach Ober-Prangenau und Saalau.
            14.7.1875 das den Trczynski’schen Eheleute gehörende Grundstück erworben- bestehend aus ½ Wohnhaus mit Stall und 3 ½ Morgen; wovon 2 Morgen für den neuen Begräbnisplatz verwendet, das übrige mit Wohnung an den neuen Totengräber verpachtet wird – bisher hatte der Glöckner und Organist das Amt des Totengräbers mitverwaltet. Kaufpreis 600 Rsth. Die geplante Umwährung des Platzes mit einer Mauer ist mit 400 Rsth. veranschlagt. 320 Rsth. sollen aus der Kirchengemeindekasse gezahlt, die verbleibenden 2100 Mark (???)sollen von den einzelnen Ortschaften durch Klassensteuer aufgebracht werden. Verfügung durch den Landrat vom 10.Sept. 1875.
            Mitte April 1876 wurde die ..währung des neuen Begräbnisplatzes hergestellt.
            Sonntag, 28.Mai 1876 nach stattgefundenem Gottesdienst wurde unter zahlreicher Beteiligung der Parochianen der neuangelegte Begräbnisplatz in feierlicher Weise durch Pfarrer August Folleher benediciert und am 1.Juni 1876 darauf die erste (Kinder-) Leiche bestattet.






            Betr. Glocken: 3 Glocken


            1. 16 Ztr. 2. 1 Ztr. 15 Pfd. 3. 30 Pfd.
            1. umgedreht, 2. Umgegossen und auf 4 ½ Ztr. (des Gleichklangs wegen) vergrößert. Instandsetzung im April 1861 durch Glockengießer W. Collicz, Schidlitz. Kosten: 286 Rth.
            3. 1869 unbrauchbar; dieserhalb umfangreicher Schriftwechsel mit der Regierung


            Betr. Orgel: wann erbaut unbekannt. 1855 repariert durch Orgelbauer Kafolorski


            31.3.1938


            Es drängt mich, ehe „die stille Zeit“ vergeht, die Pfarrchronik zu ergänzen.
            3 ½ Jahre sind vergangen seit der letzten Eintragung. Mir ist, als wenn in dieser Zeit vieles, auch ich, anders geworden.
            Die Geschichte des Pfarrers gehört zur Geschichte der Pfarrei. Darum zuerst


            ein persönliches Kapitel


            Die Aufzeichnungen im Okt. 1934 habe ich geschrieben in der Erwartung einer event. Versetzung nach der Königl. Kapelle, für die ich mich auf Wunsch des Bischofs zur Verfügung gestellt. Es kam anders. Vor den schweren Aufgaben in der Königl. Kapelle hat Gott mich bewahrt. Aber hier hat Er mich genommen in Seine Schule und zu anderen Aufgaben.
            Viel zu leiden hatte ich wegen meiner kirchenpolitischen Ansichten, Auffassung der Zeitströmungen und der seelsorg. Zeitaufgaben. Ich hatte z. B. den Mut, als einziger in einer Pfarrerskonferenz vom Recurs nach Genf zum Völkerbund wegen der Jugendvereine abzuraten, und musste erleben, wie sich Confratre von mir distanzierten und auch in meiner Pfarrei „Strömungen“ gegen mich auftauchten.- Die Zeit hat bald meiner Auffassung Recht gegeben. Ich hatte recht vorausgefühlt.
            Zu dem seelischen Druck kamen körperliche Leiden. Das Herz wird schwächer.
            7.März 36 erlitt ich in der Sakristei beim Ankleiden zur hl. Messe einen Ohnmachtsanfall, dem schwere ?? folgte. Im Marienkrankenhaus wird nichts ? festgestellt.
            28.10.36 falle ich beim Rosenkranz am Altar wieder in Ohnmacht. Herzschwäche wird festgestellt und nach 3 Wochen „Diabetes“ constatiert.
            In …..(November 36) und ….. komme ich etwas hoch. Sommer 37 erkrankte ich wieder an allgemeinen Vergiftungserscheinungen infolge nicht erkannter Zahnwurzelvereiterung. Durch viele Medikamente wurden Herz und Nieren noch mehr geschwächt.
            So muss ich nun bei strenger Diät und immer bedacht auf den kranken Organismus vorsichtig, ohne Anstrengung ruhig meines Amtes walten- jeden Tag wie ein Geschenk und Aufgabe nehmend aus Gottes Hand, und „allzeit bereit“.


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            (M. Gandhi)

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            • Christkind
              Forum-Teilnehmer
              • 10.02.2008
              • 1568

              #36
              AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

              Neue Vikare


              Vikar Mionskowskii wurde 1.4.35 durch meine Intervention nach Neufahrwasser versetzt. Er ist tüchtiger Leut Pfarrer in Groß Lausitz und amtiert nach „Prangenauer Muster“. Sein Nachfolger wird Dr. Binnebesel. Er war nur 3 Monate hier und betrachtete die Zeit als Erholung.
              Sein Nachfolger wird 1.Juli 35 Vikar Hoeft. Er kam aus Zoppot und fand hier nicht das, was die Behörde(?) erwartete. Er wird 1.4.36 nach St. Josef versetzt. Für ihn kommt Vikar Marschalkowski, ein tüchtiger Arbeiter, aber schwieriger Charakter. Wir beide kamen gut aus. Er stand mir treu zur Seite in der Krankheit im Herbst 36. Aber er und auch andere empfanden es als eine gütige Lösung als er zum 1.1.37 nach Zoppot versetzt wurde.
              Sein Nachfolger wird Neopresb. Fritz Lukowski, ein ehemaliger prot. Theologe, vor 6 Jahren convertiert und Herbst 36 in München geweiht. Er blieb bis November 37. Er war wohl zu schwach für die Last des Priestertums.
              Nov., Dez war ich allein. Am Sonntag kam für Filialgottesdienst ein Pater der Pallottiner.
              Seit 1.1.38 haben wir Vikar Reinhard, einen kräftigen, liturg… seelsorglich und volkstümlich eingestellten Herren.




              Seelsorgl. Ereignisse


              August 1935, am Rochusfest, war Hl. Firmung. 398 Firmlinge. Der Kirchplatz war festlich geschmückt, … 200 m. Kränze. Nachmittags war vor dem Pfarrhaus eine Kirchgangsfeier der Pfarrvereine und Pfarrverbände. Die Festgeschichte und Sprechchöre hatte mein Bruder Lehrer Theodor Schütz in Danzig vorbildlich verfasst.
              Okt. 1935 wird die hl. Stunde eingeführt und seither regelmäßig gehalten.
              Dez. 1935 und 1936 in der 1. Adventswoche religiöse Woche und durch P. Krause PS … und Aufnahme in die ? Congr.
              Dezember 1937 hält in der 1. Adventswoche P. Dausmann PS? eindringliche Predigten.
              In der Fastenzeit 1938 beginnen wir tägl. Ep. und Evang. vorzulesen, am Mittwoch Gemeinschaftsmesse zu halten, und Sonntags werden …? Fastenpredigt.
              Zur allgemeinen seelsorgerischen Lage muss ich dankbar konstatieren, dass der allgemeine Stand der „praktizierenden“ erhalten blieb, die Zahl der der bewußt relig Lebenden aber wächst. Die nat soc Bewegung hat uns kaum Abbruch getan. Kirchenaustritte sind kaum zu verzeichnen. Aber Besuch des Sonntagsgottesdienstes lässt nach. Die tägl. Comm., auch Kirchenbesuch am Alltag im in Nachmittagsandachten wächst, besd. auch die Beteiligung am Herz-Jesu-Freitag.
              Jahreskomm. 1937 24.400.
              Das seelsorgl. Problem und Aufgabe der Seelsorge ist für die Zukunft die relig. Betreuung der Jugend (Kinder), sowie religiöse Erfassung, Erhaltung, Erweckung der Jungmänner und Männer.
              Es gibt zu denken, dass immer weniger Männer und Jungmänner am Beichtstuhl sich sehen lassen und die Beteiligung an den Versamm. des Arb. Ver. und Jungm. Congr. zu wünschen übrig lässt.
              Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
              (M. Gandhi)

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              • Christkind
                Forum-Teilnehmer
                • 10.02.2008
                • 1568

                #37
                AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

                Okt./ Nov. 1935 wird endlich das baufällige Organistenhaus restauriert. Es bekommt ein neues festes Dach (früher: Strohdach), die Zimmer eine Gipsdecke, das Vereinszimmer, Hausflur und Gang neue Fußböden. Die elektrische Leitung wird neu gelegt. Neue Giebel. Die Arbeiten führte Dipl .Ing. Adalbert Domsta aus für rund 4000 G. Um unseren Antei zu bezahlen, mussten 2000 G geborgt werden. 1000G vom Kirchenbauverein Stangenwalde, 1000 G von Frl. Waschenski, der Pfarrwirtin…
                Aug. 1937 werden die Zimmer-Organ.haus und Vikarwohnung neu tapeziert, im Totengräberhaus neue Fußböden gelegt und durch den Totengräber Kurt…t. die neue Küche im Anbau (alles Material und Arbeitslohn wird von uns bezahlt-or. 300 G) eingerichtet.
                Im Juli 1937 wird der Kirchhofsraum restauriert. (er.250 G)
                März 1938 wird endlich der Friedhof und auch der alte Friedhof um die Kirche eingeebnet. Die Eiche auf dem Friedhof habe ich vor dem Tode „errettet“. Ich kam „zufällig“ zurecht, um das Fällen zu verhindern. Sie sollte verarbeitet werden. Seitdem ist sie mein…………….
                Okt. 1936 wurde das vor dem Gasthaus Friedrich stehende große Holzkreuz erneuert und am Erntedankfest nach dem Hochamt feierlich eingeweiht. Tischlerm. Buchna aus Ober-Prangenau hat es gefertigt und auch den schönen Holz Cruzifixus restauriert und bemalt.
                In Popowken wurde Okt. 1936 durch die Firma Vogt-Danzig die elektrische Installation eingerichtet, nachdem die Zuleitung von der Gemeinde be… Staat gestellt war. Die Kosten trug der Baufonds Popowken(ca.800 G). Zur Amortisation der Summe zahlt der Pächter jährl. 50.
                Auch wurden 1937 in den Dorfhäusern 2 Ofen und Herde neu gesetzt und Reparaturen vorgenommen.
                Der Baufond hat…38 noch 11500 G Schulden.
                Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                (M. Gandhi)

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                • Christkind
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.02.2008
                  • 1568

                  #38
                  AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

                  Schaplitz


                  Die Restaurierung des Kirchleins wird endlich Okt. 1937 nach 2jährigen Verhandlungen in Angriff genommen. Baurat Vollmar vom Hochbauamt gibt den Plan an, Bau… Zimmermann übernimmt die Leitung. Baum… Staack, Löblau, unbd Malermeister Baranowski(?) haben die Ausführung. Neues Orgelprospekt und Orgelprofil ist von Orgelbaum. Goebel.
                  Die Mauern und Putz ist gründlich restauriert. Man hat gründliche Arbeit geleistet. Die Kosten betragen ev. 3000 G und sind vom Patron getragen.
                  Es ist schade, dass von der „alten Kirche“ kein Bild vorhanden ist. Die Orgelempore ist jetzt verkürzt. Sie stand als Seitenempore bis zum Fenster an der Kanzel, verdunkelte….und entstellte den Kirchenraum. Da sie nicht mehr „benötigt“ wurde, wurde sie „abgeschnitten“. Die Kanzel stand sehr hoch in der Höhe der Empore und war so..lich und ohne Sicht auf die Menschen, dass sie kaum benutzt wurde. Auch die Bänke um den Altar waren verstellt und sind neu gerichtet.
                  Der alte Orgelprospekt war ein Fremdkörper in der Kirche, viel unnötige Zierrat, gotische Türmchen ohne künstlerischen Wert. Die Prospektpfeifen fehlten seit dem Krieg. Wir müssen es Baurat Vollmer danken, dass er außerhalb des Kostenanschlages die Restaurierung der Orgel beim Senat beantragte und auch durchsetzte. Auch der Umgang um die Kirche ist geebnet und im Küsterhaus Fenster und Türen neu gestrichen worden.
                  Am St. Nikolausfest 1937 konnte der erste Gottesdienst in der neu restaurierten Kirche gehalten werden. Allgemein gefällt das neue Kleid des Kirchleins.



                  Stangenwalde


                  Die Entwicklung von Stangenwalde in den letzten 3 Jahren ist so „seltsam“, daß ich sie genauer schildern will, wie ich sie erlebt habe.
                  1934 war es soweit, daß etwas geschehen musste. Die Versammlungen der marian. Congr. in der Schule waren von der Schulbehörde verboten worden. In „unserem“ Haus waren Versammlungen nicht möglich wegen der Mieter. Wir mussten in Scharplitz in der Kirche gelegentlich zusammen kommen. Im Kirchenbauverein allgemeine Müdigkeit, weil ….aussichtslos.
                  Im April 1934 nahm ich die Sorge um Stangenwalde mit nach Schönstatt zur dreimalwunderbarenMutter, wo ich 10.4.34 mein 25jähriges Priesterjubiläum feiern durfte.
                  Ihr übergab ich im Gnadenkapellchen die Sorge um Stangenwalde, wie man in Schönstatt sagt: „mater curam hadebit.“
                  Und sie hat gesorgt.
                  Im Oktober 35 kündigen wir Karwat die halbe Wohnung…Er will zum Januar ausziehen.
                  Es gibt noch einen Zwischenfall: Kurz vor dem Umzug am 1.12. fällt Frau Karwat über die Hoftreppe und verklagt uns wegen „Schadensersatz“. Ich muss einen unangenehmen Prozess führen um eine eventuelle „Leibrente“ zu verhindern. Das Gericht bringt eine Einigung zu Stande. Wir zahlen die Hälfte der Kosten und unseren Anwalt, zus.ev. 500 G. Aber nun ist das Haus frei.
                  Sonntag in der Weihnachtsoktav 1935 halten wir unter großer Beteiligung in der nun leeren Karwat‘schen Wohnung eine Weihnachtsfeier. Die Stuben verwohnt. Dunkel. Geborgte Bänke. Aber zum ersten mal im eigenen Heim. Wir schenkten feierlich das ganze Haus mit allem, was drum und dran ist der wunderbaren Gottesmutter als Weihnachtsgabe zur freien Verfügung und boten uns ihr als Werkzeug an für ihre weiteren Pläne.
                  Schnell ging’s nun voran.
                  Gleich nach Neujahr wird die Zwischenwand herausgebrochen und ein starker T-Träger eingefügt und Licht gelegt.(Dipl. Ing. Domsta und Maurer Viktor Las…konski). Wir denken, den gewonnenen großen Raum zu Versammlungen und gelegentlichen Gottesdiensten gemeinsam zu benutzen. Darum besorgen wir Bänke, Stühle und einen Tisch, der zugleich als Altar dienen kann.
                  11.Februar 1935 am Feste der Erscheinung von Lourdes soll erster Gottesdienst sein.
                  3 Tage vorher werden wir zu Frau Richert nach Marschau, die die alte Marienfigur (17. Jahrhdt) aus dem Hochaltar von Prangenau hütet, gerufen. Vikar Hoeft fährt hin, versieht die nicht zu schwer kranke Frau (sie wurde bald gesund) – und bringt die Figur mit. Ihr waren beide Arme abgefallen. Frau Richert hatte Sorge um den Bestand der Figur. Sie gab sie mit zum Zurechtmachen und zum Aufstellen in der Kapelle in Stangenwalde.
                  Herr Katschkowski - Babenthal, der eine ähnl. alte Figur, anscheinend aus derselben Werkstatt besitzt, restaurierte unsere Figur und wir konnten sie , als wir am 11.2. im Schneegestöber nach Stangenwalde zum ersten Gottesdienst fuhren, abholen und mitnehmen.
                  So zog die Gottesmutter im alten Bild, das den Prangenauern nicht mehr gefallen (es hat wohl 250 Jahre im Hochaltar gestanden), in Stangenwalde ein, auf den schlichten Notaltar. Feierlich wird sie begrüßt und in allgem. Freude und tiefer Rührung wird die erste hl. Messe gefeiert. Ein altes Mitglied ( Frau Truschinski – Ob. Sommerkau) erinnert daran, daß gerade Todestag ist von Pfarrer Lemke, dem Gründer des Kirchenbau-Vereins. In alten, treuen…
                  Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                  (M. Gandhi)

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                  • Gerhard Jeske
                    Forum-Teilnehmer
                    • 24.08.2014
                    • 737

                    #39
                    AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

                    Christkind #8
                    Gerhard Jeske informiert. In Prangenau und Kalbude bin ich bis 2016 jedes Jahr gewesen. Die Familie Ka., welche in diessem Artikel mit dem Maurer Ka. erwähnt wird, wohnt noch immer in Prangenau und Kolbude. Die Tochter von Adalbert Ka. ist Schuldirektorin geworden, sie spricht tadellos deutsch. Anfang 1940 wurde die Familie von der deutschen Behörde nach Süd-Polen verbannt, sie hatte nicht die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Wie viele Bewohner dort, arbeitete er in der Freistadtzeit bei der polnischen Eisenbahn, das genügte zur Ausweisung. 1944 kamen sie wieder zurück nach Prangenau. Sie durften aber nicht auf ihrem kleinen Bauernhof wohnen, sondern in kalten Mansardenwohnungen. Als die Front näher rückte, zogen sie nach Sankt Albrecht zur Tante, die eine große Gärtnerei besaß. Das war der alte Ausspann und gehört noch immer der Familie. Als nun die Sowjetischen Truppen den Ort erobert hatten, gingen Gertrude Ka. und ihre Schwestern auf die Dorfstraße und wurden sofort festgenommen, in einem Gewaltmarsch, mit mehrern hunder Zivilisten, kamen sie nach Preußisch Stargard und von dort nach Graudens, dann fuhren sie im Güterzug weiter nach dem Ural. ( Darüber hatte ich mit ihr einen Film-Interview gemacht und in Hamburg, Berlin und Kiel im UKW gezeigt) Nach vier Jahren wurde Gertrude und ihre Schwester nach Gdansk entlassen. Hier mußten sie wieder 2 Jahre Steine kloppen und schleppen. Bis sich Gertrude als Kleinbäuerin in Babi-Dol ( bei Schaplitz) niederließ. Sie ist 1999 verstorben. Schade ist, dass ich den Film hier nicht zeigen kann, darinnen wird vieles ausgesprochen, was allgemein nicht bekannt ist. Ich habe die CD überspielt, so ist es mir noch heute möglich Gertrude zu sehen und zu anzuhören. Freundliche Grüße sendet Gerhard Jeske.

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                    • Christkind
                      Forum-Teilnehmer
                      • 10.02.2008
                      • 1568

                      #40
                      AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

                      Vielen Dank, Herr Jeske, für diese interessante Ergänzung zur Chronik. Ich habe Adalbert Ka. zweimal getroffen, ein für mich unvergesslicher Mensch. Pfarrer Schütz hätte sicher viele lobevolle Worte über ihn geschrieben.- Babi-Dol, ist das nicht ehemals Babenthal?
                      Schöne Grüße, Christa
                      Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                      (M. Gandhi)

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                      • Gerhard Jeske
                        Forum-Teilnehmer
                        • 24.08.2014
                        • 737

                        #41
                        AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

                        Christkind #41 Nun, vehertes Christkind, es ist so Babi-Dol ist Babental, Babental und Schaplitz filmte ich auch, besonders die Kirche hatte es mir angetan, sie war so schlicht, dass sie von ferne wie eine alte Scheune aussah. Die Glocke in Schaplitz stiftete Gertrude Kaminski mit Ihrem Mann,Pastwa, der stammte aus der Tucheler Heide) Die Glocke war außerhalb der Kirche in einem Glockenstuhl aufgehängt. Leider hatte der Pfarrer von Stangenwalde Rekowsky,sie anderswo hinstellen lassen. Ich weiß nicht, ob sie jetzt in Stangenwalde steht. Viele Grüße sendet aus Hamburg Gerhard Jeske

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                        • Christkind
                          Forum-Teilnehmer
                          • 10.02.2008
                          • 1568

                          #42
                          AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

                          weiter nach # 39
                          es scheint eine Zeile zu fehlen...
                          _________

                          auch …“Skapulier“ wird ihnen die hl. Communion gebracht. Da hat man erkannt viel gottinniges Leben, geduldiges, ergebenes, ja freudiges Leiden, und immer wieder auch apostolisches Beten (ich bete jeden Tag für den Pfarrer!) und rührendes Opferleben.
                          Welch ein Schatz sind doch diese alten Leutchen für die Pfarrei! Wenn ich heute zurückschaue und dankbaren Herzens Gott preise, dass er die Restaurierung des Beneficiums hat gelingen lassen und uns auch im inneren Leben der Pfarrei den Frieden und stetige Entwicklung des religiösen Lebens geschenkt hat, dann kommen mir immer unsere 14 Ordensleute und unsere alten heiligmässigen Beter und Dulder in den Sinn! Was mögen wir nicht ihrem Gebet zu verdanken haben!
                          Einzelne, die heimgegangen sind, habe ich im Gedächtnis. Ich will ihren Namen hier aufzeichnen und von jedem eine messe(?)charakteristische Note. Vielleicht macht mal ein Nachfolger volkskundliche Studien. Dann hat er einen Ansatzpunkt für religiös veranlagte Familien. Überhaupt, für Familienkunde, Volkskunde, besonders religiöse Volkskunde ist in unserer Pfarrei viel und interessantes Material zu finden.
                          Wer wird es heben?
                          1)Frl. A. D., Stangenwalde, + 12.6.27. Sie hat schwache Nerven, wohl auch hyst. Veranlagung, aber ganz übernat. eingestellt, marianisch. Mitglied der marianischen Congregation. „Sie spricht von Gott und ewigen Dingen", wenn man sie besucht. Ihr Leben ist „in der anderen Welt“.An TB stirbt sie 12.6. 1927,
                          als erste Frucht unserer Congregation von Angehörigen und Bekannten schon heilig als kleines Mädchen.


                          2)Tante Ida aus Stangenwalde. Sie bewohnte ein kleines Stübchen im St., war aber meist „auf Reisen“ war aber alle Sonntage und öfter? in der Kirche. Eine fromme Pilgerin. Hochbetagt stirbt sie im Siechenhaus in Praust.


                          3)Auguste K. geb. Et..,81 Jahre alt, aus Bölkau, +1.7.1928 in Bölkau. Die Mutter von Frau Rog., Großmutter der drei Schwestern Rogaczenski. Eine echte „Etmanski“, intelligent, fromm, energisch, „elegant“. In den letzten Monaten lag sie apathisch, fast bewußtlos. Nur nach der hl. Communion verlangte sie und wachte wunderbar auf, wenn man sie brachte- zum letztenmal noch kurz vor dem Sterben.


                          4)Hans Georg Sch., Stangenwalde, + 9.11.1928, an einer Herzkrankheit, 12 Jahre, Sohn des Lehrers Sch. aus Stangenwalde. Hochaufgeschossen, sehr geweckt, frühreif. Aber ein ganz frommes, feines Seelchen. Von der 1. Hl. Communion ab lebte er ein heiliges Jesus-Leben. Und heilig ist er entschlafen. Heilige Erde vom Ölgarten in Jerusalem hatte ich der Familie Sch. geschenkt. Das war „seine Erde“. „Vater, Dein Wille geschehe“. Er bekam sie auch mit ins Grab auf dem Schaplitzer Friedhof.


                          5)Pauline W. geb. Br., +3.1.1930 in Goschin (alte Ziegelei), die Mutter des alten Wr., dem sie die Frömmigkeit vermacht. 92 Jahre alt, schied sie endlich, nach langem, mit Gott getragenem Siechtum.


                          6)Maria RRichert. geb. Levandowski, 64 Jahre alt, stirbt an Brustkrebs im Elendsstübchen (am Schornstein) in Goschin. Eine ganz feine Seele, Opferseele. Ganz still, verborgen, mit Gott und für Gott trägt sie ihr Leid. Selbst den Priester will sie nicht „belästigen“. Erst kurz vor dem Tode hab ich sie „erkannt“.


                          6)Johann K., +25.5.1928 in Prangenau, 79 Jahre alt, Gründer des Klein…Grundstückes?, ehem. Steinschläger, eingewandert. Kann nicht schreiben und schwach lesen. Aber strebsam. Wird Kirchenvorsteher. Baut ein Haus „daß die Kinder 100 Jahre keine Reparaturen haben sollen“. Eine Kämpfernatur, erdgebunden, ringt er, bis er nach schwerem Leid „erlöst“ ist von sich selber und dieser Erde. Sein..?.. Grundstück geht nach dem Tode schnell herunter.“Wie gewonnen, so zerronnen.“ Er liegt auf dem alten Friedhof an der Kirche in dem Gitter am Pfarrgarten.

                          8)Franz K., unser bester Ministrant bekommt im 14. Lebensjahr Gehirnhautentzündung und stirbt, gottergeben, unschuldig, froh am Herz-Jesu-Fest, 29.6.1930, brevi consumatis.


                          9)Josef R., über 40 Jahre behütet er als Küster die Kirche in Schaplitz, ein frommer gerader, einfacher Mann. „Gott, meine Familie, meine Kirche, das ist mein Leben“. Angesehen in allen Kreisen. Beim Läuten fällt er von der Leiter und kann sich von der Hüftverletzung nicht erholen. Er stirbt „mit Format“ und „Haltung“. Wie er gelebt. 80 Jahre alt, 15.1.1931.


                          10)Jakob St., ein alter Eisenbahner, eine „Simeon-Seele“ mit stillem, innerlichen Leben, immer besorgt um die Reinheit des Gewissens. Ein rechter Hausvater, Abbild des Himmelvaters, ringt er für frommes Leben in der Familie. Die Töchter gehen in Vaters Fußstapfen. Ein stiller Beter. Jahrelang erwartet er abends bis 12 Uhr den letzten Zug i.V. seiner Tochter. „Mir ist nicht langweilig. Kommen Sie, ich werde Ihnen was zeigen“. Verschämt öffnet er einen Schrank und zeigt ein großes Gebetbuch und Rosenkranz. „Das ist meine Arbeit, man wird da nicht fertig“. In einer friedlichen Abendstunde brachte ich nach dem Rosenkranz ihm das Viaticum. In der Nacht entschlief er sanft im Herrn. 8.10.


                          11)Frau Julianna R.(?), die Mutter geb. B., Franz und Felix R. in Prangenau. Eine stille, fromme, dienende Seele. Sicher war sie der gute Geist und Schutzengel ihres lebhaften, strebsamen Mannes, der mit nichts angefangen und nur durch Steinschlag sich die beiden Grundstücke erworben hat. Ihren frommen Sinn hat Felix R. geerbt.- Zum 50. Ehejubiläum schenke ich ihr Cochems „Myrrtengarten“. Das Buch verstand sie und ließ es nicht aus den Händen.
                          Sie starb 83jährig, 20.7.1932


                          12)Johann J., Stangenwalde, +6.12. 1932 Starb 84jährig. Vom Knecht in Bölkau hat er sich emporgearbeitet zum angesehenen Besitzer in Stangenwalde und Kirchenvorsteher. Er wundert sich, wie er mit 83 Jahren zum ersten Mal krank wurde. Ein harter Kampf mit dem Leben, der Welt, der Wirtschaft- und auch mit Gott. Gott blieb Sieger. Feierlichst in Gegenwart aller Unterrichtskinder von Schaplitz hab ich ihn versehen. Er starb gottergeben. Sein Grundstück und Haus hat er dem Kirchenbauverein Stangenwalde verkauft, der auch bis 1957 für das Grab zu sorgen hat. +6.12.32.Ein Sohn aus 1.Ehe ist in Berlin.
                          Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                          (M. Gandhi)

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                          • Beate
                            Administratorin
                            • 11.02.2008
                            • 4843

                            #43
                            AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

                            Guten Abend zusammen,

                            Christa, hier folgen ein paar Bilder von Herrn Jeske, für Dich, für uns, für alle....

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                            "Ich war dort 1999 und am Gründonnertag 2oo1 fotografierte ich das Treffen der Kolpingeselschaft und ihre Feier in der alten Kirche. Sehr gefallen hatten mir die Musikstudentinnen von der Akademie - Gdansk, Ich setze nun sieben Fotos ein, freundlich grüße ich Sie aus Hamburg, am, 21.11.2018"
                            Angeh
                            ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

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                            • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                              Forum-Teilnehmer
                              • 13.02.2008
                              • 3493

                              #44
                              AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

                              Gerhard hast Du vielleicht auch Bilder von Schaplitz ? War dort in den Sommerferien, im Landschulheim der Ursulinen. Vielleicht hast Du dort auch Bilder gemacht. Liebe Gruesse von der Feli

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                              • Gerhard Jeske
                                Forum-Teilnehmer
                                • 24.08.2014
                                • 737

                                #45
                                AW: Chronik der Pfarrei Prangenau,begonnen im Oktober 1934 durch Pfarrer Leo Sch

                                Felicity #45 Einige Fotos von Schaplitz sind unten eingesetzt auch in der Kirche die Feier der Kollping Gesellschaft. Leider sind einige Gebäude im Krieg zerstört worden. Ich werde noch zwei Gebäude einsetzen, vielleicht ist eines davon das Schwesterhaus gewesen. von hier verlief die Front bis Stangenwalde und vor Kalbude. In Stangenwalde ist ein Grab eines Sowj. Offizier vorhanden. Eine Anzahl von Deutschen Soldaten hatte dort ihr Leben gelassen. Grüße sendet Gerhard Jeske

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